Lautsprecher-Auspuff-Patent für E-Autos: Porsche rettet den Auspuffsound

Lautsprecher-Auspuff-Patent für E-Autos: Porsche rettet den
Auspuffsound
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Lautsprecher-Auspuff-Patent für E-Autos: Porsche rettet den Auspuffsound

© Porsche / Patrick Lang

Klangamputierte Elektro-Renner? Das musst nicht sein. Ein neues Porsche-Patent zeigt, wie sich Elektroautos klanggewaltig aufrüsten ließen.

Gummiband-Beschleunigung hin, tiefer Schwerpunkt her – beim Thema Auspuffsound können moderne Elektroautos bei überzeugten Verbrenner-Fans so gar nicht punkten. Mercedes hat zwar für EQS und EQE aufwändige Soundwelten entwickelt, die je nach Geschwindigkeit und gewähltem Profil reichlich Futter für die Ohren bieten – außerhalb des Autos hat da allerdings niemand etwas davon. Für den Taycan gibt es zumindest optional den Electric Sport Sound, der bei höherem Tempo wenigstens ein simuliertes Motor-Grummeln an die Umwelt abgibt. Nett. Aber halt nicht mehr.

Dass das nicht so bleiben muss, zeigt ein Patent von Porsche, das beim Europäischen Patentamt (EPO) hinterlegt wurde. Hinter der Patentschrift "Geräuschsimulator für ein Kraftfahrzeug” verbirgt sich eine ziemlich detailliert ausformulierte Bauteilbeschreibung eines Sound-Generators, mit dessen Hilfe sich so ein Elektroauto klanggewaltig aufrüsten ließe.

Es geht um Emotionen

Nun ist es ja nicht so, dass alle modernen Elektroautos nicht schon jetzt künstliche Geräusche erzeugen könnten. Das so genannte AVAS (Acoustic Vehicle Alerting System) ist zum Schutz für Fußgänger nicht nur in Europa gesetzlich vorgeschrieben. Das nutze allerdings, lassen die Porsche-Entwickler per Patentbeschreibung wissen, "Lautsprecher, welche hinter der Stoßstange platziert sind. Diese Lautsprecher sind in ihrer Lautstärke und Klangqualität beschränkt. Emotionen werden dabei nicht erzeugt!”

Womit auch geklärt wäre, worum es Porsche bei der Idee geht: Emotionen. Und für die braucht es traditionellerweise neben einer Verbrennungskraftmaschine auch eine großzügig dimensionierte und fein ausbalancierte Auspuffanlage. Fällt der Verbrenner als Instrument weg, braucht die Auspuffanlage alternative "Musikquellen” . Im Fall des Porsche-Patents sind das fein regulierbare Lautsprecher. Mindestens einer, gerne auch mehrere. Viel wichtiger ist eh die Wahl der resonanzstarken Verpackung drumherum.

Titan mit Sound-Endrohren

Die könnte laut Porsche tatsächlich wie ein Auspuff-Endtopf aussehen, sollte idealerweise aus Titan bestehen und genau dort platziert werden, wo sowas schon immer hingehört: am Heck eines Autos. Und damit der Sound eben nicht nur im Innenraum ankommt, sondern auch die Umgebung verzaubert, leiten zwei Auslassöffnungen den Spaß ins Freie. Auspuffendrohre halt.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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