Opel Grandland Facelift (2022): Marktstart wegen Chipkrise verschoben

Opel Grandland Facelift (2022): Marktstart wegen Chipkrise
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Opel Grandland Facelift (2022): Marktstart wegen Chipkrise verschoben

© Opel Automobile GmbH

Weil die Opel-Mutter Stellantis das Werk Eisenach bis Jahresende schließt, kommt der neue Grandland statt Ende Oktober 2021 erst im Februar 2022 auf den Markt.

Seit dem 9. Juli können Kunden den neuen Opel Grandland bestellen. Ende Oktober 2021 sollten die ersten Autos geliefert werden. Der Start des Facelift-Modells verzögert sich nun jedoch, wie ein Opel-Sprecher bestätigte: "Die globale Automobilindustrie befindet sich aufgrund der Covid-19-Pandemie und einem Mangel an Halbleitern nach wie vor in einer Ausnahmesituation. Die Chip-Knappheit zwingt Opel dazu, den Handelsstart seines Modells Grandland in Deutschland von Ende Oktober 2021 auf Februar 2022 zu verschieben.” Zuletzt hatte Opel-Mutter Stellantis entschieden, das Werk in Eisenach bis Jahresende zu schließen. "Anfang 2022 soll die Produktion des Opel Grandland – auch in der Hybridversion – in Eisenach wieder anlaufen, sofern es die Lieferkette erlaubt", schreibt die Wirtschaftswoche. Bestehende Bestellungen des Vorfacelift-Modells versucht Opel zu erfüllen.

Vizor-Gesicht wie am Mokka

Opel bringt frischen Wind in den Grandland und orientiert sich bei der Modellpflege an den Änderungen, die bereits die kleineren SUV-Modelle Crossland und Mokka erfahren haben. Wie diese fährt der Grandland künftig ohne das X in Namen durch die Welt.

Dafür prägt seinen Auftritt ein neues Gesicht, das sie bei Opel Vizor nennen. Kennzeichnend sind der schmale Kühlergrill, der bis an die neuen, optionalen Matrix-LED-Scheinwerfer heran reicht. Ein Chromrahmen fasst das ganze Paket ein. Darunter macht sich ein weiterer schmaler Luftschlitz breit. Die Lüftungsschächte in der Schürze sind nun vertikal ausgerichtet. Unten an der Schürze findet sich wieder ein angedeuteter Unterfahrschutz im Alu-Look. Radläufe, Stoßfänger und Schweller zeigen sich jetzt in Wagenfarbe, was den Grandland edler wirken lässt.

Neu im Grandland ist das bereits erwähnte Matrix-LED-Licht. Gegen Aufpreis liefert es mit 84 LED-Elementen je Scheinwerfer jederzeit situationsgerechtes Licht, ohne dabei andere Verkehrsteilnehmer zu blenden. Das integrierte LED-Tagfahrlicht sorgt zusätzlich für die charakteristische Opel-Signatur. Ebenfalls neu ist ein kamerabasierte Nachtsichtsystem, das bis zu 100 Meter vor den Grandland blickt.

Neue digitale Cockpit-Landschaft

Wer den neuen Grandland mit Automatikgetriebe ordert, kann jetzt auch einen Frontkollisionswarner mit Stopp und Go-Funktion erhalten. Das System bündelt die Funktionen verschiedener Assistenzhilfen, darunter automatische Gefahrenbremsung, Fußgänger-, Verkehrsschild- und Müdigkeitserkennung.

Deutlich verändert zeigt sich der Opel Grandland auch im Cockpit. Hier übernimmt er ebenfalls vom Mokka das volldigitale Pure Panel. Der Fahrer blickt damit künftig auf ein bis zu zwölf Zoll großes digitales Display, der zentral positionierte Touchscreen misst je nach Ausstattung bis zu zehn Zoll. Beide vereinen sich optisch unter einer Scheibe zu einem Widescreen. Trotz der neuen Bedienoberfläche bleiben noch verschiedene Knöpfe zur Bedienung der Klimaanlage oder einzelnen Funktionen des Infotainmentsystems erhalten. Letztere nehmen jetzt durchweg per Apple Car-Play und Android Auto Kontakt zum Smartphone auf, das sich jetzt drahtlos in der Mittelkonsole laden lässt. Eine neue Software sorgt für mehr Online-Services.

Zwei Plug-in-Hybride – einer mit Allrad

Bei den Antrieben ist aus allen Bereichen etwas dabei. Der 1,2-Liter-Dreizylinder-Turbobenziner leistet 130 PS, bietet maximal 230 Newtonmeter Drehmoment und lässt sich sowohl mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe als auch einer Achtgang-Automatik kombinieren. Den als Alternative verfügbaren 1,5-Liter-Turbodiesel mit ebenfalls 130 PS, aber höchstens 300 Newtonmetern, kombiniert Opel ausschließlich mit der Achtstufen-Automatik. Beide Verbrenner übertragen ihre Kraft auf die Vorderräder.

Das gilt auch für die schwächere der beiden Plug-in-Hybrid-Versionen. Hier verknüpft Opel einen 1,6 Liter großen und 180 PS starken Vierzylinder-Benziner mit einem E-Motor, der bis zu 81 kW/110 PS beisteuert, und einer Achtgang-Automatik. Die Systemleistung beträgt 165 kW/224 PS, das maximale Drehmoment gibt der Hersteller mit 360 Newtonmetern an. Zum Allradler wird der Grandland nur als Hybrid4, bei dem ein zusätzlicher Elektromotor mit 83 kW/113 PS an der Hinterachse ins Spiel kommt. Insgesamt bringt es der stärkere PHEV auf 221 kW/300 PS und höchstens 520 Newtonmeter. Von Null auf Hundert beschleunigt er in 6,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 235 km/h. Die rein elektrische Reichweite laut WLTP beziffert Opel auf 55 bis 65 Kilometer.

Am billigsten als "Business Edition"

Die Preise starten bei 27.250 Euro für den handgeschalteten Benziner, wenn er als Sondermodell "Business Edition" vorfährt. In diesem Gewand kommt auch der günstigste Diesel (32.810 Euro) daher. Regulär kostet der neue Opel Grandland mindestens 28.440 Euro (Benziner) oder 34.220 Euro (Diesel). Für die Hybride verlangt Opel – ebenfalls in der Business Edition – 44.290 beziehungsweise 50.440 Euro. In der Standard-Basisausstattung Grandland sind die beiden Teilzeit-Elektriker, die dank der staatlichen Förderung noch einmal deutlich günstiger werden, jeweils 750 Euro teurer.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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