Techart-Porsche Panamera Turbo S im Test

Techart-Porsche Panamera Turbo S, Exterieur
Bild 1 von 13

Techart-Porsche Panamera Turbo S, Exterieur

© Achim Hartmann

Jetzt kommen die Plug-in-Hybride dran: Veredler Techart startet mit dem nun 770 PS starken Sport Turismo.

Ökologie? Höchstens ein Randaspekt. Entweder drängen finanzielle Förderungen zum Kauf eines Elektromodells oder Plug-in-Hybriden oder schlicht der Spaß an der Beschleunigung. So denkst du vor dich hin und stampfst beiläufig das Gaspedal des bis eben noch extrem leise dahinstromernden Techart-Porsche in die Fußmatte.

Flugs vereint sich der unverändert 100 kW starke, im Getriebegehäuse eingemietete Elektromotor mit dem V8-Biturbo-Benziner. Das Vierliter-Aggregat lässt typischen wüst-wuchtigen Achtzylinder-Klang aus den Titan-Endrohren mit Carbon-Mantel purzeln, im selben Moment hechtet der 5,05 Meter lange Panamera in Richtung Horizont.

Kleider machen Beute

Und da hechtet dann nicht nur viel Länge und noch mehr Breite, sondern auch immens viel Masse: mit 2.463 Kilogramm mal eben 119 kg mehr als die eh schon moppelige Basis. Was da so reinhaut? Die Breitbauoptik, na klar, in etwa zu gleichen Teilen gewichtig, auffällig und teuer. Umso bemerkenswerter: wie der Techart-Panamera abliefert. Mag der Vorsprung im Standardsprint von null auf 100 km/h mit zwei Zehntelsekunden (3,0 s) überschaubar ausfallen, beträgt die Differenz auf 200 km/h schon eine Sekunde. Dass der aufgemotzte Plug-in-Hybrid nun 316 statt 310 km/h (beides Herstellerangabe) rennt? Höchstens stammtischrelevant. Der Schub dabei fällt jedenfalls immens aus, lässt dich beinahe jede Ziernaht der penibel verarbeiteten Sitzbezüge in den Flanken spüren.

Umgekehrt jedoch, also beim Tempovernichten, fällt einmal mehr das leicht matschige Gefühl des Bremspedals auf, was an der Überblendung von Rekuperations- auf Hydraulikbremse liegt. Die Verzögerung dagegen: top. Und das Handling? Abgesehen von der breiteren Spur und den 22-Zoll-Rädern (285/30-22 vorne, 335/25-22 hinten) ändert Techart nichts am Fahrwerk. Klar, irgendwie fühlt sich der 2,5-Tonnen-Apparat schon agil an; in letzter Konsequenz fehlt aber eine unmittelbare, fein dosierbare Kraftverteilung wie bei einem Elektrofahrzeug, um die hohe Masse noch besser zu kaschieren – so wie beim Taycan. Mal sehen, was sich Techart für den einfallen lässt.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
Top-Themen
Wollen Sie wissen, mit welchen Autos die Formel-1-Piloten und Teamchefs abseits der Rennstrecke unterwegs sind? Wir ...mehr
Sie wollen wirklich mit ihrem Reisemobil unabhängig sein, so richtig die Freiheit genießen, fernab von 3.mehr
Mit der Forderung nach einer spezifischen SUV-Strafsteuer sorgte das Umweltbundesamt kurzfristig für Aufsehen. Doch ...mehr
Anzeige