So konfigurieren Sie Ihr WLAN in sechs Schritten

So konfigurieren Sie Ihr WLAN in sechs Schritten
Ein WLAN bietet viele Einstellungs-Möglichkeiten: Wir zeigen Ihnen die sechs wichtigsten Schritte, um Ihr WLAN optimal zu nutzen.
Bild 1 von 53

So konfigurieren Sie Ihr WLAN in sechs Schritten

Ein WLAN bietet viele Einstellungs-Möglichkeiten: Wir zeigen Ihnen die sechs wichtigsten Schritte, um Ihr WLAN optimal zu nutzen.

© AVM
13.01.2017 - 12:00 Uhr

Ein WLAN bietet viele Möglichkeiten zur Konfiguration. Wir präsentieren Ihnen die sechs wichtigsten Schritte, damit Sie Ihr WLAN optimal nutzen können.

Smartphones, Tablets und PCs bieten zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten, die Ihre Geräte sicherer machen und Ihnen mehr Nutzen sowie Komfort bieten. Da die Auswahl an Optionen allerdings sehr hoch ist, haben wir für Sie im Folgenden die wichtigsten sechs Bereiche abgedeckt:

  1. Schritt: WLAN einschalten und einrichten

    Zahlreiche unterschiedliche Geräte wie Desktop-PCs, Notebooks, Tablets, Smartphones, Fernseher und Musiksysteme sind heutzutage mit WLAN ausgestattet, worüber die Nutzer Zugriff auf interne Netzwerk-Ressourcen und das Internet erhalten. Um auf solche Funktionen zurückgreifen zu können, muss das WLAN in den Einstellungen der Fritzbox aktiviert und pro Gerät einmal eine Funkverbindung eingerichtet werden. Dies können Sie beispielsweise bei der Fritzbox 7490 auf zwei Arten erledigen. Um zur Oberfläche der Fritzbox zu gelangen, geben Sie im Browser entweder "fritz.box" oder die IP-Adresse "192.168.178.1" ein. Danach erfolgt die Abfrage des Passworts. In der Oberfläche gelangen Sie über den Punkt "Ansicht", welcher sich links unten befindet, zu den erweiterten Einstellungen. Dort wählen Sie in der linken Navigationsleiste "WLAN" aus. Bei den Modellen 7580, 7490 und 6490 können Sie unter "Funknetz" getrennt festlegen, ob das WLAN als 2,4- oder 5-GHz-Frequenzband operieren soll. Nun können Sie noch das WLAN mit einem Namen versehen, welcher Ihnen unter den Funknetzen des Tablets angezeigt wird. Sollten Sie dies nicht wünschen, dann müssen Sie das Häkchen vor der Option "Name des WLAN-Funknetzes sichtbar" entfernen, um nicht mehr sichtbar zu sein. Zur Einstellung weiterer Sicherheitsmaßnahmen gelangen Sie auf der linken Seite über "Sicherheit". Von Werk aus ist die WPA-Verschlüsselung aktiviert und das dazugehörige Passwort befindet sich auf der Gehäuseunterseite der Fritzbox. Wenn Sie das Passwort ändern wollen, geben Sie das neue ein und bestätigen es über die die Schaltfläche "Übernehmen". Es empfiehlt sich, im Anschluss ein Dokument mit den entsprechenden Einstellungen zu erstellen oder auszudrucken.
  2. Schritt: Unterschiedliche WLAN-Geräte verbinden

    Die Anmeldung zur Fritzbox via Smartphone und Tablet ist schnell erledigt und unkompliziert. Sie benötigen nur die FRITZ!App WLAN oder einen QR-Code-Reader aus dem App-Store, um den QR-Code auf dem ausgedruckten Infoblatt auszulesen. Auf diese Weise werden die Einstellungen für das Funknetz übernommen. Bei WLAN-Geräten mit Unterstützung für das WPS-Verfahren (Wi-Fi Protected Setup) verhält es sich mit der Verbindung ähnlich unkompliziert. Betätigen Sie den entsprechenden Knopf, um sich mit dem WLAN der Fritzbox zu verbinden. Im Zuge dessen werden die Verschlüsselungseinstellungen auf das jeweilige WLAN-Gerät übertragen und gespeichert. Grundsätzlich ist zu Beginn WPS aktiviert. Um dies zu kontrollieren, wählen Sie in der Benutzeroberfläche der Fritzbox unter "WLAN" zunächst den Punkt "Sicherheit" und im Anschluss "WPS-Schnellverbindung" aus. Hier haben Sie nun die Möglichkeit, per Klick das WPS zu aktivieren. Drücken Sie auf "WPS starten" oder die Taste "WLAN/WPS" an der Fritzbox. Nutzer von Windows 10 wählen im Startmenü die "Einstellungen" aus. Danach geht es via "Netzwerk und Internet" zu der Option "WLAN". Sie bekommen nun eine Liste mit vorhandenen Verbindungen angezeigt. Klicken Sie auf den Namen des Funknetzes (SSID) Ihrer Fritzbox und danach auf "Verbinden". Im Falle, dass WPS nicht unterstützt wird, erscheint das Eingabefeld "Netzwerksicherheitsschlüssel eingeben". Nach erfolgter Übermittlung des Sicherheitsschlüssels baut sich die WLAN-Verbindung auf. Nutzer von Geräten, die nicht auf Windows 10 zurückgreifen, geben Ihren Netzwerkschlüssel über den WPA-Modus "WPA2 (CCMP)" ein. Im Anschluss wird die Verbindung hergestellt.
  3. Schritt: Den schnellsten WLAN-Kanal wählen und aktualisieren

    Vor allem in Metropolen und Großstädten kann es zu limitierten Datenübertragungsraten kommen, da zahlreiche Funknetze eine begrenzte Zahl an Kanälen teilen müssen. Zwar wählt die Fritzbox automatisch den am geringsten genutzten Kanal in der Voreinstellung aus, dies ist aber eine einmalige Angelegenheit. Denn im Anschluss an die Aktivierung wird der Kanal beibehalten und nicht automatisch gewechselt, sobald ein Kanal mit mehr Leistung verfügbar ist. Selbst in dem Fall, dass weitere Funknetze hinzukommen, die auf denselben Kanal zurückgreifen, wird die getroffene Wahl des Kanals beibehalten. Dennoch haben Sie die Möglichkeit, den Kanal zu wechseln. Mit Einführung der Firmware-Version 6.20 wurde die automatische Kanalwahl benutzerfreundlicher. Diese Funktion befindet sich in den Funkkanal-Einstellungen im unteren Bereich. Wählen Sie nun "Autokanal aktualisieren" aus. Ihre Fritzbox prüft daraufhi die aktuelle Konfiguration, um ggf. auf einen anderen Kanal zu wechseln. Trotz dieser Option gibt es doch einen Wermutstropfen. Die kontinuierliche Kanalwahl ist technisch bisher noch nicht umsetzbar, da es ansonsten zu Verbindungsabbrüchen käme.
  4. Schritt: Den MAC-Filter nutzen oder besser nicht?

    Alle Netzwerkgeräte wie Switch, Router oder WLAN-Adapter verfügen über eine MAC-Adresse, sodass Sie den Zugang ausgewählter Geräte über die Fritzbox beschränken können, um auf diese Weise für mehr Sicherheit zu sorgen. Allerdings kann mit spezieller Software beispielsweise der WLAN-Router mittels einer gefälschten Adresse getäuscht werden: Dies ist das sog. "MAC-Spoofing". Folglich erscheinen MAC-Filter nur bedingt als Schutzmechanismus geeignet. Nichtsdestotrotz kann solch ein Filter eine Option sein, da Spoofing oder das Abhören des WLAN-Verkehrs nach Expertenwissen in der Netzwerktechnik verlangt. Dementsprechend sorgt ein MAC-Filter immerhin für einen gewissen Grad an Schutz vor Nutzern, die ein offenes WLAN suchen. Den MAC-Filter aktivieren Sie über den Punkt "WLAN". Danach wählen Sie zunächst "Sicherheit", im Anschluss "WLAN-Zugang auf die bekannten WLAN-Geräte beschränken" und schließlich "WLAN-Gerät hinzufügen" aus. Jetzt können Sie die MAC-Adresse des entsprechenden Geräts eingeben.
  5. Schritt: Die Signalstärke des WLANs messen

    Es kann bei WLAN-Geräten immer wieder vorkommen, dass diese entweder keine Verbindung zum WLAN aufnehmen oder das Signal nicht genügend Leistung besitzt. Der Internet- oder NAS-Nutzung im stillen Kämmerlein oder der Terrasse wird damit ein Riegel vorgeschoben. Hier empfiehlt es sich, die wichtigsten Parameter Ihres Netzwerks zu überprüfen. Nutzer von Android-Smartphones können in diesem Zusammenhang auf die FRITZ!App WLAN zurückgreifen, die über drei Analysefunktionen verfügt: "Mein WLAN", "Verbinden" und "Umgebung". Über die Punkte "Menü" und danach "Netzwerkanalyse" gelangen Sie zu der Funktion "WLAN messen". Hiermit können Sie die Stärke des empfangenen Signals an verschiedenen Standorten messen. Die entsprechende Leistung wird Ihnen in den Farben Grün (gute Leistung), Gelb (schwache Leistung) und Grau (kaum messbare bis keine Leistung) angezeigt. Entsprechend dieser Ergebnisse können Sie Ihren Router neu positionieren, um in der ganzen Wohnung eine optimale Signalstärke zu erhalten.
  6. Schritt: So optimieren Sie die Fritzbox für IP-TV

    Zwar werden Anbieter von IP-TV - wie die Telekom mit dem Produkt Entertain - oder Vodafone nicht müde zu betonen, dass Sie den besten Empfang über den hauseigenen Router bekämen. Dies entspricht aber nicht ganz den Tatsachen. Denn auch mit der AVM Fritzbox ist es möglich, Internetfernsehen via DSL-Anschluss zu beziehen. Schließen Sie dafür die Set-Top-Box des jeweiligen Anbieters wie den Telekom Media Receiver oder das Vodafone TV Center an den Router an. Es ist empfehlenswert, den Fernseher per Netzwerkkabel mit dem Router zu verbinden, da es sich hierbei einerseits um die Netzwerktechnik mit dem höchsten Tempo handelt und ein LAN-Kabel andererseits weniger störanfällig ist. Wenn Sie die Daten dennoch weiterhin per WLAN empfangen wollen, können Sie dies im Routermenü der Fritzbox optimieren. Dazu wählen Sie unter "WLAN" den Punkt "Funkkanal" und danach "Weitere Einstellungen" aus. Nun aktivieren Sie die Funktion "WLAN-Übertragung für Live-TV optimieren". Die Bestätigung der Einstellung erfolgt durch "Übernehmen".
Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
Kommentare
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Auch interessant
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige