Vergleich von Fritzbox-Routern – welcher ist der Beste?

Vergleich von Fritzbox-Routern – welcher ist der Beste?
Bild 1 von 7

Vergleich von Fritzbox-Routern – welcher ist der Beste?

© AVM

AVM bietet mit seiner Fritzbox-Modellreihe Router für DSL, Glasfaser und Kabel mit unterschiedlichen Funktionen zu verschiedenen Preisen. Wir helfen Ihnen, das beste Modell zu finden.

Bildershow: Diese Fritzbox-Typen gibt es >>

Im Heimnetz hat sich die Fritzbox als ein echter Allrounder bewährt. Als Modem-Router für Glasfaser, DSL/VDSL, LTE oder Kabel kann die Box alle Geräte ins Internet bringen. Für Notebooks, Smartphones und Tablets dient sie als WLAN-Router. Zudem können im Desktop-Rechner und Netzwerkspeicher (NAS) über ein Ethernet-Kabel mit dem Netzwerk-Switch der Fritzbox an das lokale Netzwerk angeschlossen werden.

Manche Fritzboxen sind sogar mit einer Telefonanlage mit eingebautem Anrufbeantworter ausgestattet. Diese lassen sich am Ausstattungsmerkmal DECT erkennen. Sie können somit bis zu sechs Schnurlostelefone an solchen Fritzboxen verwenden. Es bestehen zudem Anschlussmöglichkeiten für analoge Telefon- und Faxgeräte. Außerdem können Sie mit der Fritzbox Heizungsthermostate, Schaltsteckdosen, Lampen und weitere Smart-Home-Geräte zentral steuern.

Die beste Fritzbox für jeden Bedarf:

  1. Fritzbox-Modelle in allen Preisklassen und für jeden Anschluss

    Fritzbox-Modelle gibt es in unterschiedlichen Preisklassen für jede Anschlussart. Ob Glasfaser, LTE, Kabel oder DSL - stets bieten die Top-Geräte die schnellsten USB-Anschlüsse, das höchste WLAN-Tempo und die umfangreichsten Funktionen für die Telefonie. Kabel-Internet mit DOCSIS 3.1 oder VDSL-Supervectoring als die derzeit schnellsten Internetanschlüsse werden dabei selbstverständlich unterstützt. Eine zukunftssichere Technik für große Heimnetze, in denen viele Geräte betrieben werden.

    Bei den aktuellen Modellen gibt es hinsichtlich des WLANs allerdings eine Ausnahme, denn der neue WLAN-Standard Wi-Fi 6 (802.11ax) ist nur in Mittelklasse-Modellen anzutreffen. So zum Beispiel bei der Fritzbox 6660 Cable und der Fritzbox 7530 AX. Diese günstigeren Fritzboxen eignen sich in erster Linie für kleinere Netzwerke, weil ihnen einige Anschlüsse für Telefonie- und Netzwerkgeräte fehlen.

    Modelle ohne Modem gibt es ebenfalls. Diese arbeiten nur als WLAN-Router. Sie können diese Modelle über ein LAN-Kabel an ein Glasfaser-, Kabel- oder DSL-Modem anschließen und so das Heimnetz mit dem Internet verbinden.

  2. Fritzboxen für DSL

    Die Fritzbox 7530 ist derzeit die Einzige mit Wi-Fi 6 ausgestattete VDSL-Fritzbox. Mit ihr können Sie zwei MIMO-Streams über 2,4 GHz und drei über 5 GHz im Funknetz übertragen. Das mögliche Maximaltempo beträgt hier 2,4 GBit/s. Die Fritzbox kann allerdings nur Funkkanäle nutzen, die bis zu 80 MHz breit sind. Die Anzahl der Anschlüsse ist begrenzt. Sie können lediglich ein Analogtelefon verbinden, denn ein ISDN-Anschluss ist nicht verfügbar. Die 7530 AX ist daher ein denkbar schlechter NAS-Ersatz. Bei kleineren Heimnetzen kann diese Ausstattung dennoch ausreichend sein. Die Supervectoring-Anschlüsse unterstützen zum einen bis zu 300 Mbit/s und zum anderen ist eine Anbindung von bis zu 6 kabellosen DECT-Telefonen möglich.

    Bei den VDSL-Modellen von AVM belegt die Fritzbox 7590 unangefochten den Spitzenplatz. Ihr VDSL-Modem unterstützt Supervectoring, bietet also Unterstützung für Downloadraten von bis zu 300 Mbit/s. Acht interne Antennen für WLAN stehen bereit und ermöglichen 4x4-Datenraten bis 800 Mbit/s über 2,4 GHz und 1733 Mbit/s über 5 GHz. Ebenfalls wird Multi-User-MIMO (MU-MIMO) unterstützt. So können passende WLAN-Clients schneller bedient werden. Telefonen stehen nicht nur eine DECT-Basisstation, sondern auch 2 a/b-Ports sowie ein ISDN-Anschluss zur Verfügung. Peripherie- und Speichergeräte können über zwei USB-3.0-Buchsen angeschlossen werden. Mit dem WLAN-Repeater 2400 kombiniert gibt es die Buchsen auch als Mesh-Set.

    Die Fritzbox 7580 ist ähnlich ausgestattet, besitzt aber ein anderes Design. Ihr VDSL-Modem unterstützt allerdings nur Vectoring mit einer Downloadrate von bis zu 100 Mbit/s. Der Router mit MU-MIMO steht aufrecht und überträgt ebenfalls 800 Mbit/s über 2,4 GHz und 1733 Mbit/s über 5 GHz per 11ac-WLAN und 4x4 Datenübertragung. Auch die Fritzbox 7580 dient wie die 7590 als DECT-Basisstation. Außerdem lässt sich der Router mit einem ISDN-Gerät und zwei analogen Geräten verbinden und dient als Telefonanlage. Zwei USB-3.0-Anschlüsse sind ebenfalls an Bord.

    Die Fritzbox 7490 verfügt über ein Modem für das bis zu 100 Mbit/s schnelle DSL-Vectoring. Das 11ac-WLAN ist etwas langsamer mit seiner 3x3-Datenrate. Über 2,4 GHz bringt es maximal 450 Mbit/s und über 5 GHz nicht mehr als maximal 1300 Mbit/s. Ein MU-Mimo ist nicht vorhanden. Von diesen Performanceunterschieden abgesehen ist sie anschlusstechnisch mit der Fritzbox 7580 und der Fritzbox 7590 nahezu identisch. Die beiden Router besitzen einen extra Gigabit-WAN-Port, an den sich Glasfaser- und Kabelmodems anschließen lassen. Bei der Fritzbox 7490 hingegen steht hierfür - ebenso wie bei der Fritzbox 7530 AX - nur einer von vier LAN-Ports zur Verfügung.

    Sowohl die Fritzbox 7530 als auch die Fritzbox 7560 sind Allrounder für kleinere Heimnetze. Während die 7530 über ein DSL-Modem Supervectoring unterstützt, hat die 7560 nur einen DSL-Anschluss für Vectoring. Beide Router schaffen beim WLAN maximal 450 Mbit/s bei 2,4 GHz und 866 Mbit/s bei 5 GHz. Ebenfalls haben beide eine DECT-Basisstation, einen Anschluss für Analogtelefone sowie eine Buchse mit USB 2.0 an Bord.

    Wer bis auf eingebaute Telefonfunktionen eine umfassende Ausstattung benötigt, sollte sich die Fritzbox 3490 ansehen. Die übrige Ausstattung hinsichtlich LAN, USB und WLAN ist dieselbe wie bei der Fritzbox 7490.

    Die Fritzbox 7430 wird mit einem Vectoring-DSL-Modem geliefert. Für aktuelle DSL-Anschlüsse ist das völlig ausreichend. Aufgrund aller anderen Ausstattungen wie dem Fast-Ethernet-LAN-Switch, dem USB-2.0-Anschluss und 11n-WLAN über 2,4 GHz ist die Fritzbox nur für sehr kleine Netzwerke eine Empfehlung. Dennoch: Eine DECT-Basisstation und eine Telefonanlage ist immerhin an Bord.

  3. Fritzboxen für Kabelanschluss

    Auch bei den Fritzboxen für Kabelanschluss liegt ein Mittelklasse-Modell bei schnellem WLAN vorn und zwar die Fritzbox 6660 Cable. Per Wi-Fi 6 überträgt sie über 2,4 und 5 GHz. Für 5 GHz steht ihr ein 160-MHz-Funkkanal zur Nutzung bereit. Damit kommt sie auf eine maximale Geschwindigkeit von 3 GBit/s. (600 Mbit/s über 2,4 GHz plus 2400 Mbit/s über 5 GHz).

    Die Fritzbox 6660 Cable hat zusätzlich einen Anschluss für 2,5 GBit/s. Schnelle Wi-Fi-6-Geräte lassen sich damit im Heimnetz ohne Geschwindigkeitseinbußen mit einem NAS oder anderen Multi-Gigabit-LAN-Geräten verbinden. Künftige Online-Anschlüsse mit mehr als 1 GBit/s lassen sich damit ins Heimnetz weiterreichen. Mit DOCSIS 3.1 (max. 6 GBit/s im Downstream) ist das Kabelmodem ebenfalls darauf vorbereitet. Genauso wie bei der Fritzbox 7530 AX sucht man hier einen ISDN-Anschluss vergeblich. USB der Mittelklasse-Fritzbox für Kabel läuft ebenfalls nur mit 2.0-Tempo.

    Die Fritzbox 6591 Cable ist das aktuelle AVM-Top-Modell in der Kategorie Kabelanschluss. Dank DOCSIS 3.1 kann sie an Gigabit-Tempo fähigen Kabelanschlüssen eingesetzt werden. Für Kabeltarife mit niedrigerer Datenrate reicht auch die Fritzbox 6590 Cable. Sie nutzt DOCSIS 3.0, ist aber ansonsten weitgehend baugleich mit der 6591. Beide Topmodelle für Kabelanschluss sind genauso ausgestattet wie die Fritzbox 7590 für DSL. Neben einer DECT-Basisstation bieten sie Anschlüsse für ein ISDN-Telefon und zwei analoge Telefone. Außerdem MU-MIMO, WLAN-N (450 Mbit/s) und schnelles WLAN-AC (1750 Mbit/s). Während die Fritzbox 6591 zwei USB-3.0-Ports besitzt, arbeiten die USB-Ports bei der Fritzbox 6590 nur mit 2.0-Geschwindigkeit.

    Die Fritzbox 6490 Cable ist die Kabel-Variante der Fritzbox 7490. Ihr WLAN-N arbeitet auf 2,4 GHz mit bis zu 450 Mbit/s und ihr WLAN-AC auf 5 GHz mit bis zu 1300 Mbit/s. Ferner sind ein ISDN-Anschluss, eine DECT-Basis und 2 a/b-Ports vorhanden. Zudem verfügt die Fritzbox 6490 Cable über zwei USB-2.0-Ports und ein Kabelmodem mit DOCSIS 3.0. Damit schafft sie bis zu 1320 Mbit/s im Downstream.

    Günstiger ist die Fritzbox 6430 Cable. Ihr WLAN ist auf 11n über 2,4 GHz beschränkt, schafft also nur maximal 450 Mbit/s. Zwar fehlt ein ISDN-Anschluss, dafür sind aber zwei Anschlüsse für Analogtelefone, eine DECT-Basis sowie 2 USB-2.0-Ports an Bord. Das Kabelmodem mit DOCSIS 3.0 schafft 880 Mbit/s im Download.

  4. Fritzboxen für LTE

    Um mit hohen Datenraten aus dem Heimnetz ins Internet zu kommen, benötigen Notebooks, Desktop-PCs, Smartphones und Tablets nicht zwingend DSL-/VDSL oder einen Kabelanschluss. Mit einer Fritzbox für LTE und einem passenden Tarif für mobiles Internet ist das genauso gut möglich. Hierfür eignet sich etwa der O2-My-Home-Tarif.

    Die Fritzbox 6890 LTE ist für diese Anschlussart das Topmodell. In ihr vereinen sich ein LTE-Modem und ein Modem für Supervectoring. Beide schaffen jeweils eine maximale Downloadrate von 300 Mbit/s. Sollte DSL ausfallen, springt LTE als alternative Internetverbindung ein. Eine parallele Nutzung beider Zugänge ist jedoch nicht möglich. Der Router nutzt standardmäßig 11ac mit 4x4-Datenübertragung und MU-MIMO. Neben DECT-Telefonen werden ein ISDN-Telefon und bis zu zwei Analoggeräte unterstützt. Ein USB-3.0-Anschluss ist ebenfalls an Bord.

    Die Fritzbox 6820 LTE überträgt mit einer Downloadrate von bis zu 150 Mbit/s. Im WLAN wird nur bis zu 450 Mbit/s über die 2,4-GHZ-Frequenz gefunkt. Als weiterer Anschluss steht nur ein Gigabit-LAN-Port zur Verfügung.

  5. Fritzbox-Modelle für Glasfaser

    Fritzbox-Router gibt es auch für Glasfaser-Internetanschlüsse. Im Onlinehandel sind diese jedoch kaum zu finden. Meistens werden sie vom Online-Provider vermietet, wenn ein entsprechender Tarif gebucht wird.

    Bei dem Modell Fritzbox 5530 Fiber ist das anders. Dem für alle gängigen Glasfaser-Anschlüsse (AON, GPON) geeigneten Router liegen passende Ansteckmodule bei. Ansonsten ist sie ausgestattet wie die Fritzbox 6660 Cable. Von der Glasfaser-Fritzbox wird Wi-Fi 6 mit 600 Mbit/s über 2,4 GHz und 2400 Mbit/s über 5 GHz unterstützt. Ein 2,5-GBit-LAN-Port ist ebenfalls an Bord.

    Wenn Sie sich für eine andere Fritzbox für Glasfaser entscheiden, müssen Sie auf die Art des Anschlusses achten. Während die Fritzbox 5490 für AON-Anschlüsse passt, ist die baugleiche 5491 für GPON-Anschlüsse gedacht. Jedes der beiden Modelle besitzt 11ac-WLAN mit 450 Mbit/s (2,4 GHz) und 1300 Mbit/s (5 GHz). Alle Telefonieoptionen sind jeweils verfügbar: ein ISDN-Anschluss, zwei Analoganschlüsse und eine DECT-Basisstation. Zudem existieren zwei USB-3.0-Buchsen und ein 4-Port-Switch, der Gigabit-LAN unterstützt.

  6. Fritzbox-WLAN-Router pur (ohne Modem)

    Auch wenn ein passendes Gerät für den Onlinezugang bereits vorhanden ist, kann eine Fritzbox als Heimnetz-Router eingesetzt werden. Für die Verbindung des lokalen Netzwerks per LAN-Switch und WLAN stehen die Modelle Fritzbox 4020 und Fritzbox 4040 zur Auswahl. Die beiden Fritzboxen bringen die Heimnetzgeräte durch Anschluss eines vorhandenen Kabel-, DSL- oder Glasfasermodems am WAN-Port ins Internet.

    Bei dem Modell Fritzbox 4040 wird WLAN-N mit maximal 400 Mbit/s sowie das aktuelle WLAN-AC mit bis zu 866 Mbit/s genutzt. Auch der USB-Anschluss und das LAN sind mit USB-3.0- beziehungsweise Gigabit-Tempo auf dem neuesten Stand. Der weitere USB-Anschluss unterstützt USB 2.0.

    Bei dem Modell Fritzbox 4020 kommen USB 2.0 und Fast-Ethernet zum Einsatz. Beim WLAN ist der 11n-Standard anzutreffen. Er ist bis zu 450 Mbit/s schnell und nutzt die 2,4-GHz-Frequenz. Beide Modelle besitzen keine Telefonanlage. Normalerweise ist diese im Modem-Router vom Provider oder im vorhandenen Modem integriert.

Fritz-OS: Regelmäßige Updates mit neuen Funktionen

AVMs Update-Politik ist ein weiterer Pluspunkt, der neben den zahlreichen Funktionen für eine Fritzbox spricht. Das Routerbetriebssystem Fritz-OS wird regelmäßig kostenlos aktualisiert. So wie jüngst auf die neue Version 7.25. Davon profitieren sogar ältere Geräte: Selbst auf dem Modell 7490, das vor rund acht Jahren erschien, kann die aktuelle Fritz-OS-Version ohne Probleme installiert werden.

Wichtige Info: Nicht immer ist die neueste Fritz-OS-Version sofort für alle Geräte verfügbar. Zuerst werden üblicherweise die Top-Modelle mit einer neuen Firmware versehen. Beispielsweise die Fritzbox 7590. Wenn Sie ein älteres Modell nutzen, dauert es etwas länger.

Die wichtigsten Fritzbox-Funktionen:

  1. Wie funktioniert meine FRITZ!Box?

    Sobald Sie sich auf der Benutzeroberfläche der FRITZ!Box anmelden, gelangen Sie in die Übersicht. Dort erkennen Sie auf einen Blick, wie es um den Router gerade bestellt ist - etwa in Bezug auf Internetverbindungen, das Netzwerk oder auch aktuell verbundene Geräte. Falls etwas nicht so arbeitet, wie eigentlich geplant, erkennen Sie das sofort an gut sichtbaren, roten Punkten. Von dieser Statusinformation führt dann meistens auch gleich ein Link zu einer Einstellung im Menü, wo Sie das Problem beheben können.

    Was genau die Einstellungen im aktuell geöffneten Menü bedeuten, erfahren Sie in der Onlinehilfe. Klicken Sie dazu oben rechts auf das Fragezeichen. Die Hilfe öffnet sich dann in einem separaten Menü. Unten links finden Sie dort das "Handbuch", wo Sie ein (ausführliches) Handbuch über Ihre FRITZ!Box in PDF-Form finden. Praktisch daran ist, dass Sie sofort in der Sektion landen, die das aktuelle Problem bespricht.

    Weiterhin finden Sie dort einen Link namens "Tipps & Tricks": Dahinter verbirgt sich der Servicebereich des jeweiligen Routers auf der Webseite von AVM. Sie erhalten dort Zugriff auf eine gut gefüllte Wissensdatenbank sowie eine FAQ-Sektion. Handbuch und Tipps-Link sind in jedem halbwegs aktuellen Modell aus der FRITZ!Box-Serie verfügbar.

  2. Steuerung der FRITZ!Box mit Alexa

    Der Google Assistant sowie Amazons Alexa sind die weltweit verbreitetsten Sprachassistenten. Viele moderne Router lassen sich damit steuern - aber die FRITZ!Box bleibt (scheinbar) außen vor. Dies geschieht aus nachvollziehbaren Gründen: AVM sagt zu dem Thema, dass die Sprachbefehle immer über die Server von Google oder Amazon laufen, was auch der Wahrheit entspricht. Aus Sicherheitsgründen wird es daher keinen offiziellen Support geben.

    Ein Schlupfloch macht die Sprachsteuerung aber trotzdem möglich: Diverse Smart-Home-Funktionen stehen nämlich auch für AVM-Router zur Verfügung. Über diese Schnittstelle können Entwickler dann Skills für die beiden Sprachassistenten bereitstellen, mit denen selbst die FRITZ!Box auf Alexa oder Google hört. Wie das genau funktioniert, erfahren Sie unter anderem auf www.fbsmarthome.site. Damit es auch bei Ihnen klappt, gehen Sie wie folgt vor:

    - Zuerst stellen Sie sicher, dass die FRITZ!Box vom Internet aus erreichbar ist. Das setzt die Existenz eines MyFRITZ-Kontos voraus. Im FRITZ!Box-Menü gehen Sie dazu auf "Internet" und dann "MyFRITZ!-Konto anlegen". Über eine E-Mail-Adresse registrieren Sie das Konto (ein Bestätigungslink sollte Sie wenige Augenblicke später erreichen). Klicken Sie dann auf "Weiter" und "Übernehmen". Danach erhalten Sie noch eine E-Mail, in der Sie einen weiteren Bestätigungslink finden. Auf der folgenden Webseite richten Sie dann das MyFRITZ!-Konto ein. Vergeben Sie ein möglichst sicheres Konto für den Fernzugriff.

    - Nun gehen Sie im Menü der FRITZ!Box auf "Internet" und anschließend "MyFRITZ!-Konto", um dort "MyFRITZ!-Internetzugriff einrichten" anzuklicken. Achten Sie darauf, die Option "Internetzugriff auf die FRITZ!Box über HTTPS aktiviert" einzuschalten. Danach klicken Sie auf "FRITZ!Box-Benutzer einrichten". Wählen Sie einen beliebigen Benutzernamen und legen Sie ein sicheres Kennwort für den Fernzugriff fest. Nun geht es in der Oberfläche auf "System" und auf "FRITZ!Box-Benutzer": Legen Sie dort fest, dass der "Zugang auch aus dem Internet erlaubt" ist, aber achten Sie darauf, die Berechtigung auf "Smart Home" zu stellen.

    - Jetzt geschieht die eigentliche Verknüpfung mit Alexa: Gehen Sie auf die bereits genannte Webseite www.fbsmarthome.site und loggen Sie sich dort in Ihrem Amazon-Konto ein. Eine Eingabemaske fordert Sie dann auf, einige Informationen einzugeben - darunter die MyFRITZ!-Adresse sowie Benutzername und Passwort der Smart-Home-Anwender in der FRITZ!Box aus dem vorherigen Absatz. Wer es vergessen hat: Die MyFRITZ!-Adresse finden Sie im Menü der FRITZ!Box unter "Internet", "MyFRITZ!-Konto" und "MyFRITZ!-Internetzugang". Klicken Sie dann auf "Verbindung testen", um zu prüfen, ob die von Ihnen getätigten Eingaben stimmen. Falls alles klappt, werden Ihnen sofort einige Smart-Home-Geräte angezeigt, die die FRITZ!Box durch Alexa steuern kann. Der letzte Klick erfolgt auf "Daten speichern".

    Aktivieren Sie zu guter Letzt noch den passenden Alexa-Skill: Sie finden ihn auf der Amazon-Webseite unter www.amazon.de/gp/product/
    B078KLZL1R. Sprachbefehle senden Sie über die App von Alexa oder ein anderes Gerät mit Alexa-Support an die FRITZ!Box. Alle erkannten Geräte reagieren dann entsprechend Ihrer Anweisungen. Welche Befehle in Frage kommen, erfahren Sie ebenfalls auf www.fbsmarthome.site.

    Mehr müssen Sie nicht tun, um der FRITZ!Box eine leistungsfähige Sprachsteuerung anzutrainieren.

  3. Die Alternative über Google

    Den vierten Schritt der Anleitung in der vorherigen Überschrift können Sie auch mit Google anstelle von Alexa vornehmen. Das heißt, dass Sie auch ein Android-Smartphone nutzen könnten, um Smart-Home-Geräte zu steuern. Gehen Sie dazu erneut auf www.fbsmarthome.site und loggen Sie sich mit den Amazon-Daten ein. Google benutzt für die Actions - was nichts anderes als Skills sind - nicht den eigenen Dienst für Authentifizierungen, sondern den von Amazon.

    Starten Sie danach den Google Assistant auf Ihrem Smartphone und tippen Sie auf das Kompasssymbol unten rechts. Danach geht der Weg über die drei Punkte oben rechts (oder das Foto, das Sie für das Google-Konto ausgewählt haben) und dann in die Einstellungen, wo Sie "Assistant", "Smart Home Steuerung" und "Hinzufügen" wählen. Halten Sie Ausschau nach dem Dienst "FB Smart Home" und geben Sie auch dort die Zugangsdaten für Amazon ein. Jetzt sollten Sie alle steuerbaren Geräte zu Hause sehen können und auch deren Bezeichnungen, sofern Sie eigene vergeben haben. Diese Namen und die passenden Sprachbefehle sorgen dafür, dass Sie die Geräte über die FRITZ!Box und den Google Assistant in Zukunft im Griff haben.

  4. Messung der WLAN-Geschwindigkeit

    Mobile Geräte wie Smartphones und Tablets eignen sich, um die WLAN-Geschwindigkeit einer FRITZ!Box zu messen. Nutzen Sie dafür die App "FRITZ!App WLAN", die Sie im Google Play Store finden. Öffnen Sie die App und wählen Sie oben links die Einstellungen aus, wo Sie dann auf "WLAN messen" gehen.

    Auf einem PC oder einem Notebook ist es ein wenig komplizierter. Verbinden Sie zunächst den Computer mit einem Kabel und LAN-Verbindung mit dem Router. Dieser dient dazu, eine Gegenstelle für den WLAN-Test zu sein. Jener Test selbst benötigt dann ein Tool eines Drittanbieters - wie etwa iPerf. Das können Sie sich allerdings auch sparen, wenn Sie iPerf sofort in der FRITZ!Box einschalten, womit dann der Router selbst als Gegenstelle fungieren würde. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

    - Zuerst melden Sie sich an der FRITZ!Box an und gehen dann links unten auf "Inhalt". Im neuen Fenster führt der Weg dann wieder nach links unten auf "FRITZ!Box-Support". Dort finden Sie dann den Abschnitt "Durchsatzmessungen" und anschließend eine Option namens "Messpunkt für einen iPerf-Client im Heimnetz aktivieren". Schalten Sie sie ein und gehen Sie dann auf "Einstellungen übernehmen".

    - Auf dem Computer, dessen WLAN-Performance Sie prüfen möchten, installieren Sie nun das Programm iPerf2. Sie finden es auf der offiziellen Seite unter https://iperf.fr/iperf-download.php. Achten Sie darauf, iPerf2 herunterzuladen und nicht iPerf3 - denn damit funktioniert die Messung nicht mehr.

    - Starten Sie nun die Eingabeaufforderung in Windows und rufen Sie iPerf2 mit der Kommandozeile auf. Dazu geben Sie "iperf -c (IP-Adresse der FRITZ!Box) -p 4711" ein (ohne die Klammern). Die IP-Adresse der FRITZ!Box ist die Adresse des Routers im Heimnetz. Meistens sollte das die 192.168.178.1 sein. Sie finden Sie Adresse unter anderem im FRITZ!Box-Menü in "Heimnetz" und "Mesh". Der korrekte Befehl würde also "iperf -c 192.168.178.1 -p 4711" lauten.

    - Starten Sie jetzt den Test, indem Sie die Enter-Taste betätigen. Es wird etwa zehn Sekunden dauern, bis Sie einen Wert in Mbit/s erhalten. Dieser Wert gibt an, wie schnell Daten zwischen Router und Computer hin und her fließen.

    Tipp: Wer es etwas praxisnäher haben möchte, definiert den Test etwas feiner. Eine Eingabe wie "iperf -c 192.168.178.1 -p 4711 -t 30 -w 256k" beispielsweise weitet den Test auf 30 Sekunden aus und vergrößert die Pakete auf 256 Kilobyte.

  5. Wann wurde meine FRITZ!Box hergestellt?

    Auch das lässt sich herausfinden - und ist mitunter sogar interessant. Finden Sie nämlich heraus, dass es sich um ein solch altes Modell handelt, dass keine neuen Updates für FRITZ!OS mehr erscheinen, wird es Zeit für ein Update. Ein Hinweis darauf findet - sehr analog - über die Seriennummer statt. An der Unterseite der FRITZ!Box finden Sie einen Aufkleber, auf dem auch genau diese Nummer vermerkt ist. Die ersten vier Zeichen sind dabei wichtig: Sie setzen sich aus einem Buchstaben und drei Ziffern zusammen und geben - sofern entschlüsselt - Auskunft über das Herstellungsdatum. Gehen dazu auf www.router-faq.de und geben Sie diese vier Zeichen dort ein. Anschließend erfahren Sie sofort das Herstellungsdatum.

  6. Anrufername während des Fernsehens erkennen

    Stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Sie schauen gerade einen Film oder eine Serie über Amazons Fire TV. Dann klingelt das Telefon, aber Sie - vertieft in den Film und so schön bequem auf dem Sofa liegend - wissen nicht, wer es ist. Lohnt sich das Aufstehen? Sie müssten pausieren, aufstehen, nachschauen und am Ende vielleicht feststellen, dass Sie mit dieser Person gerade nicht sprechen möchten. 

    Mit einer FRITZ!Box mit Telefonfunktion können Sie sich das Leben erleichtern. Richtig eingestellt, sehen Sie die Nummer des Anrufers dann einfach auf dem Fernseher. Dazu benötigen Sie nur eine spezielle Android-App, die Sie auf Ihrem Fire TV installieren müssen.

    In der Praxis geht das so:

    - Zuerst müssen Sie die App installieren, was aber nicht einfach ist, da Fire TV keine Amazon-zertifizierten Apps zulässt. Also muss die App via Sideload über einen PC, der im selben Netzwerk arbeitet, installiert werden. Dazu brauchen Sie eine Software namens adb Fire.

    - Die FRITZ!App Fon von AVM selbst ist nicht mit Fire TV kompatibel. Sie brauchen also eine alternative App, in diesem Fall empfiehlt sich "Anrufmonitor". Notwendig ist dafür nicht die App aus dem Google Play Store, sondern die APK-Datei der Anwendung, die Sie dann mit dem Programm Raccoon extrahieren: Nachdem Sie sich im Google-Konto angemeldet haben, geben Sie "Anrufmonitor" ein und gehen dann beim ersten Treffer links auf "Download". Danach landet die APK-Datei auf dem Computer.

    - Starten Sie nun adb Fire und nutzen Sie die Schaltfläche "Install APK", um "Anrufmonitor" auf Fire TV zu installieren. Kleiner Tipp: Standardmäßig ist "Anrufmonitor" werbefinanziert. Wenn Sie einmalige 99 Cent bezahlen, bekommen Sie keine Werbung mehr zu sehen - ein Preis, der wohl zu verschmerzen sein sollte.

    - Begeben Sie sich jetzt zurück in die Oberfläche von Fire TV. Dort starten Sie den Anrufmonitor, indem Sie auf "Einstellungen", "Anwendungen", "Installierte Apps verwalten", "Anrufmonitor" und "App starten" gehen. Hier kann es sein - dies hängt von den Einstellungen der FRITZ!Box ab -, dass Sie den Callmonitor-Support aktivieren müssen. Das geschieht mit der Tastenfolge "#96*5*" (ohne Anführungszeichen).

    Wenn Sie fertig sind, sehen Sie bei jedem eingehenden Anruf, wer sich dort gerade bei Ihnen melden möchte. Ansonsten wird die App zu keinem Zeitpunkt in Erscheinung treten.

  7. Wählscheibentelefon am Router

    Auch in Zeiten der Smartphones haben Telefon mit Wählscheibe noch immer ihre Liebhaber. Diese Geräte, die mit Impulswahlverfahren arbeiten, sind manchmal auch mit Routern kompatibel. So können Sie das gute, alte Telefon weiter benutzen, wenn Sie das möchten.

    Schwierig wird es, wenn Sie eine vorkonfigurierte FRITZ!Box verwenden. Die kommt beispielsweise immer dann zum Einsatz, wenn Ihnen der Router von Ihrem DSL- oder Kabelnetz-Provider zugestellt wird. In dem Fall können Sie nicht viel machen: Schließen Sie einfach das Telefon an und schauen Sie, ob es funktioniert.

    Sollte die FRITZ!Box von Ihnen selbst im Handel erworben worden sein, stehen die Chancen besser: Eventuelle Inkompatibilitäten entstehen nämlich immer aufgrund der Firmware. Bei einer FRITZ!Box im Eigenbesitz können Sie also frei experimentieren, bis Sie eine Firmware gefunden haben, die Ihr Telefon akzeptiert. Eine letzte Alternative besteht darin, hinter Ihren eigentlichen Router eine sehr alte FRITZ!Box zu hängen. Das sieht zwar nicht so elegant aus - aber die Chancen auf ein Wählscheibentelefon steigen damit deutlich.

    Wer Geld ausgeben möchte, kauft hingegen einen IWV-MFV-Konverter: Diese zwischen Router und Telefon angebrachten Geräte wandeln Wählimpulse in heute übliche Tonfrequenzen um. Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie einen Konverter mit eigener Stromversorgung organisieren. Zu guter Letzt existiert noch die Möglichkeit, moderne Telefone zu kaufen, die aber in Retro-Optik daherkommen - alter Wein in neuen Schläuchen sozusagen.

  8. Freischaltung von maximaler Leistung

    Die meisten modernen FRITZ!Box-Router verfügen über zahlreiche LAN-Verbindungen, von denen mindestens einer auch für eine Geschwindigkeit von bis zu 1.000 Mbit/s spezifiziert ist. Darüber wäre dann der Datenaustausch mit einer sehr hohen Geschwindigkeit möglich, was etwa beim Umgang mit eigenen NAS-Servern praktisch ist.

    Das Problem ist allerdings: Vor allem bei vom Provider vorkonfigurierten Geräten kann es passieren, dass nicht jeder LAN-Anschluss für diese Geschwindigkeit freigeschaltet ist. Theoretisch schnell, praktisch langsam - aber das muss nicht sein, wenn Sie selbst Hand anlegen - und zwar so:

    - Melden Sie sich zuerst im Browser bei der FRITZ!Box an. Gehen Sie dann im Menü über "Heimnetz" nach "Netzwerk" und zuletzt "Netzwerkeinstellungen".

    - Dort finden Sie eine Übersicht, wo Sie jeweils zwischen einem "Green Mode" und einem "Power Mode" für jeden LAN-Anschluss einzeln entscheiden können. Der erste Modus stellt 100 Mbit/s zur Verfügung, Letzterer bringt es auf die erwähnten 1.000 Mbit/s.

    - Aktivieren Sie den "Power Mode" für alle Anschlüsse, hinter denen sich datenhungrige Geräte befinden: NAS-Server, Workstations, PCs, Switches. Übernehmen Sie dann Ihre Auswahl, um im besten Fall eine um das Zehnfache gesteigerte Datenrate zu genießen.

    Ähnlich können Sie auch für die USB-Anschlüsse vorgehen: Gehen Sie dazu ebenfalls nach "Heimnetz", aber danach zu "USB-Geräte" und "USB-Einstellungen". Ändern Sie dort die Voreinstellung auf "Power Mode USB 3.0", um die höchstmögliche Geschwindigkeit zu bekommen. Dies funktioniert allerdings nur bei FRITZ!Box-Routern, die auch USB 3.0 unterstützen - was seltener ist als vielleicht gedacht.

  9. Radio über das Fernsehkabel mit iOS

    Die FRITZ!App TV bietet Android-Anwendern schon seit geraumer Zeit die Möglichkeit, in Verbindung mit dem FRITZ!WLAN Repeater DVB-C Radioprogramme zu hören, die auch über das Kabelnetz laufen. Nach einiger Wartezeit ist dies nun auch mit iOS möglich.

    Dazu brauchen Sie zuerst die aktuelle Variante der App, die die Versionsnummer 1.3.0 trägt. Außerdem muss Ihr Apple-Gerät mindestens iOS 7 unterstützen - was allerdings bei fast allen im Umlauf befindlichen Geräten der Fall ist. Erst das iPhone 3GS fällt hier aus dem Rahmen. Welche Radioprogramme Sie über die App dann genau hören können, entscheidet leider der Provider.

    Kabel Deutschland etwa stellt eine Übersicht über alle empfangbaren Kanäle bereit, eine Übersicht finden Sie unter 
    http://www.kabeldeutschland
    .de/digital-fernsehen/radio-
    sender.html
    . Die Radiofunktion können Sie dann auch über Bluetooth weiterleiten - etwa an kompatible Lautsprecher oder Stereoanlagen. Ebenfalls integriert in die neue Version ist ein elektronischer Programmführer, der hin und wieder hilfreich sein kann.

    Der eingangs erwähnte DVB-C-Repeater hat durch ein Update auf FRITZ!OS 6.30 außerdem eine neue Firmware erhalten. Damit ist es möglich, WLAN-Einstellungen vom Router automatisch an andere WLAN-Repeater oder auch Powerline-Adapter weiterzuleiten, ohne dass Sie alles umständlich neu konfigurieren müssen. Auch IPTV bzw. dessen Übertragungsqualität soll profitiert haben, was Verbesserungen für Vodafone TV und Telekom Entertain bringen soll.

  10. Telefonieren ohne Telefonfunktion mit der FRITZ!Box

    FRITZ!Box-Router mit einer integrierten Telefonanlage sind praktisch und sparen Platz, aber sie kosten auch wesentlich mehr Geld. Eine kleine Faustregel bei AVM lautet dabei: Beginnt ein Modellname mit der Ziffer 7, handelt es sich um einen Router mit Telefonfunktion. Geräte mit einer 3 am Anfang bieten keine Telefonie.

    Das bedeutet aber nicht, dass Sie mit den 3er-Modellen nicht ebenfalls telefonieren können - wenn Sie bereit sind, ein wenig Aufwand zu betreiben. DECT ist nicht integriert und ein Telefonanschluss ist nicht vorhanden, weshalb Sie ein wenig tricksen müssen. Notwendig ist dafür zunächst ein Smartphone mit Android oder iOS sowie die FRITZ!App Fon. Außerdem muss WLAN aktiviert sein und einen VoIP-Telefonanschluss brauchen Sie im Vertrag ebenso. Danach gehen Sie wie folgt vor:

    - Das Setup ist nicht unbedingt kompliziert und wird auch von AVM selbst sehr ausführlich dokumentiert. Schritt für Schritt sehen Sie am Beispiel einer FRITZ!Box 3390, wie es funktioniert: http://avm.de/service/
    fritzbox/fritzbox
    3390/wissensdatenbank/
    publication/show/
    32_Internetrufnummern
    -in-FRITZ-Box-einrichten. Abhängig von Ihrem VoIP-Anbieter suchen Sie sich in der dortigen Onlineübersicht den passenden Namen heraus - vielleicht "Sipgate". Konfigurieren Sie danach die FRITZ!Box nach den Vorgaben mit Ihren eigenen Daten.

    - Danach geht es an die Installation der AVM Fon-App. Melden Sie sich dann vom Smartphone einmal bei der FRITZ!Box an - um auf diese Weise alle Möglichkeiten zu erhalten, die Ihnen auch die App zur Verfügung stellt.

    Wenn Sie nun ein Gespräch planen, entscheiden Sie vor jedem Telefonat, ob Sie VoIP oder den Mobilfunk nutzen möchten. Vor allem in bestimmten Szenarien - vielleicht Auslandstelefonate - ist VoIP wohl in allen Fällen günstiger.

  11. Eine FRITZ!Box als zweiten Router benutzen

    Eventuell ist die FRITZ!Box nicht der einzige Router im Haushalt. Womöglich stellt Ihnen der Internetprovider einen Router bereit - aber Sie möchten auf den Komfort einer eigenen FRITZ!Box nicht verzichten und diese als zweiten Router verwenden. Das geht, erfordert aber ein wenig Feintuning - und das geht so:

    - Gehen Sie zuerst im FRITZ!Box-Menü auf "Internet" und anschließend auf "Zugangsdaten" und "Internetzugang". Wählen Sie dann im folgenden Menü "Weiterer Internetanbieter" und schließlich "Anderer Internetanbieter".

    - In der Sektion "Anschluss" finden Sie eine Option namens "Anschluss an externes Modem oder Router". Markieren Sie sie und entscheiden Sie sich unter "Betriebsart" für "Internetverbindung selbst aufbauen". Dies sollten Sie beachten, da nur auf diese Weise die FRITZ!Box im Routermodus arbeitet und diverse Komfortfunktionen erhalten bleiben.

    - Diese Funktionen - sollten Sie sie benötigen - umfassen etwa die Kindersicherung (zu finden unter "Internet", "Filter" und "Kindersicherung") sowie den Gastzugang unter "Internet", "WLAN" und "Gastzugang"). Auch eigene Zugangsprofile können Sie auf diese Weise umsetzen.

    Eventuell kann es sinnvoll sein, IP-Adressen für die FRITZ!Box manuell zu vergeben und diese nicht via DHCP über vom eigentlichen Router zu beziehen. Das erreichen Sie, indem Sie im FRITZ!Box-Menü auf "Verbindungseinstellungen" und danach auf "Verbindungseinstellungen ändern" gehen.

    Der Hintergrund dieser IP-Änderung ist, dass einige vom Internetprovider bereitgestellte Router recht unzuverlässig darin sind, IP-Adressen zu reservieren. Das kann ein Problem werden, wenn Sie zum Beispiel über das Internet auf das Menü der FRITZ!Box zugreifen oder VPN-Dienste nutzen möchten. Indem Sie manuell eine IP-Adresse vergeben, sind Sie immer auf der sicheren Seite. Achtung: Die neu vergebene IP-Adresse muss zwingend aus dem Adressbereich des Hauptrouters stammen!

    Versuchen Sie außerdem, eine IP-Adresse zu verwenden, die nicht innerhalb des DHCP-Adresspools des Hauptrouters liegt. Ebenfalls notwendig ist die Definition von Portweiterleitungen im Hauptrouter für die FRITZ!Box und ihre Dienste - denn sonst wird der Netzwerktraffic blockiert.

  12. Problembehebung am Telefon

    Nutzen Sie die FRITZ!Box wie beschrieben als Zweitrouter, kann es zu Problemen mit der SIP-Telefonie kommen. Das Problem ist recht verbreitet und hat etwas mit einem DNS-Fehler zu tun: Die in der FRITZ!Box hinterlegte Telefonnummer kann sich nicht am SIP-Server registrieren - und das Telefon bleibt stumm. Ob Sie auch davon betroffen sind, verrät ein Blick auf die "Übersicht", von wo aus Sie nach "System", "Ereignisse" und "Telefonie" gehen.

    Um das Problem schließlich zu lösen, navigieren Sie nach "Internet", "Zugangsdaten" und "Internetzugang". In den Verbindungseinstellungen der IP-Adresse der FRITZ!Box wählen Sie nun als primären DNS-Server nicht die standardmäßig eingetragene LAN-Adresse des Hauptrouters, sondern die DNS-Serveradresse des Internetproviders. Diese kennen Sie nicht? In den WAN-Einstellungen des Hauptrouters oder wahrscheinlich auf der Webseite des Providers finden Sie die Adresse garantiert.

  13. Defekte SMB-Verbindungen und die Problemlösung

    Verwenden Sie die FRITZ!Box als Zweitrouter, offenbart dies einige interessante Funktionen. Beispielsweise können Sie das gesamte Netzwerk in ein internetgebundenes Hauptnetzwerk und ein Subnetzwerk unterteilen, das vom Internet abgeschottet ist. Das führt zu mehr Sicherheit - etwa bei der Nutzung von diversen Smart-Home-Geräten, die Sie nicht unbedingt offen zugänglich im Internet wissen möchten. Die Firewall des Hauptrouters würde jegliche Zugriffsversuche unterbinden.

    Andersrum besteht dieses Problem nicht: Vom Subnetzwerk können Sie auf Geräte im Hauptnetzwerk zugreifen. Haben Sie die IP-Adresse zur Hand, können Sie beispielsweise aus dem Subnetzwerk auf das Menü von Geräten im Hauptnetzwerk zugreifen oder durch die gute, alte SMB-Verbindung Daten mit einem NAS-Server im Hauptnetzwerk tauschen. Damit das alles funktioniert mit einer FRITZ!Box im Auslieferungszustand zunächst noch nicht, da der SMB-Zugriff blockiert wird.

    Schuldig daran ist der (eigentlich sehr sinnvolle) NetBIOS-Filter in der FRITZ!Box, der die gleichnamigen Datenpakete zwischen Internet und FRITZ!Box blockt. Um das Problem zu lösen, gehen Sie im Menü der FRITZ!Box auf "Internet", "Filter" und "Listen". Dort sehen Sie die Option "NetBIOS-Filter aktiv". Deaktivieren Sie sie und bestätigen Sie die Auswahl, damit der SMB-Zugriff problemlos funktioniert.

  14. Internet über Mobilfunk

    Eine sehr versteckte Funktion der FRITZ!Box taucht nicht auf, bevor Sie nicht einen LTE-Stick in den USB-Anschluss des Routers setzen. Dann finden Sie im Menü unter "Internet" den Eintrag "Mobilfunk", den Sie auf keine andere Weise aktivieren können. Sinn und Zweck dieser ganzen Sache ist die Fähigkeit, mit dem Router auch dann ins Internet zu können, wenn der Festnetzanschluss aus irgendeinem Grund gerade nicht verfügbar ist - etwa bei einem Netzausfall. Sobald Sie den LTE-Stick einmal mit der FRITZ!Box verbunden haben, bleibt der Eintrag übrigens bestehen. Das gilt auch dann, wenn Sie den Stick wieder abziehen.

  15. Spezielle IP-Settings für bestimmte Provider

    Gehen Sie zuerst auf "Internet" und anschließend über "Zugangsdaten" nach "LISP". Damit können Sie die FRITZ!Box mit Zugangsdaten für einen LISP-Provider füttern. Vorstellen können Sie sich dieses Protokoll wie einen Tunnel, der normale IP-Frames nimmt und diese in einer weiteren Übertragungsschicht vergräbt. In einigen Fällen kann das sinnvoll sein: So können Sie etwa Daten, die aus einem IPv6-Netzwerk stammen, über eine IPv4-Verbindung senden und wieder in ein IPv6-Netzwerk schicken. Auch andere Kombinationen sind denkbar und in speziellen Anwendungsfällen Gold wert.

  16. Schutz vor gefährlichen Portscans

    Botnetze und andere Arten von Schadsoftware suchen permanent nach offenen Ports am Router, über die die Software in das Netzwerk eindringen kann. Dagegen können Sie sich wehren, indem Sie über "Internet" nach "Freigaben" und "FRITZ!Box-Dienste" navigieren. Dort sehen Sie alle SSL-Ports des aktuell verwendeten HTTPS-Protokolls. Normalerweise ist hier die Nummer 443 voreingestellt - ändern Sie sie auf eine Zahl zwischen 1.024 und 65.535.

    Um in Zukunft trotzdem über das Internet auf das Menü der FRITZ!Box zuzugreifen, müssen Sie die neue Portnummer hinter die IP-Adresse Ihrer FRITZ!Box oder der MyFRITZ-Domain schreiben, getrennt - wie immer - durch einen Doppelpunkt. Ein Beispiel wäre 192.168.178.92:1024. Im Menü der FRITZ!Box sehen Sie danach auch die neue Adresse.

  17. Geräteidentifikation im eigenen Netzwerk

    Nicht immer ist es einfach, die vielen eigenen Geräte im Netzwerk zu überschauen - schlimmer wird es noch in Familien. Eine gute Übersicht finden Sie in "Heimnetz", "Netzwerk" und anschließend "Netzwerkverbindungen". Dort sind alle bekannten MAC-Adressen aufgeführt, sodass Sie schnell erkennen, welche Adresse zu welchem Gerät gehört. Standardmäßig ist die Anzeige von MAC-Adressen übrigens ausgeblendet. Ändern können Sie das, indem Sie auf das "+/-"-Symbol rechts oben klicken.

  18. Verbesserte WLAN-Sicherheit

    Haben Sie eine FRITZ!Box, die mit WLAN 802.11ac kompatibel ist (neuerdings wird dieser Standard auch "Wi-fi 5" genannt), können Sie Seit FRITZ!OS 7.0 die Sicherheit der WLAN-Verbindung verbessern. Gehen Sie dazu zuerst in "WLAN" und danach auf "Sicherheit" und "Verschlüsselung". Dort finden Sie PMF: Protected Management Frames. Damit wird verhindert, dass das WPA2-gesicherte Passwort des Funknetzwerks geknackt werden kann.

    Zu Beginn ist die PMF-Funktion allerdings deaktiviert, da alte Geräte damit normalerweise nicht kompatibel sind. Schalten Sie PMF also ein, indem Sie die Option "Unterstützung für geschützte Anmeldung von WLAN-Geräten (PMF) aktivieren" einschalten. Danach sollten Sie testen, ob alle WLAN-Geräte im Haushalt weiterhin eine Verbindung zum Router aufbauen können. Falls nicht, sollten Sie PMF wieder ausschalten.

  19. Regulierung der DECT-Reichweite

    Normalerweise arbeiten DECT-Telefone durch den Modus "DECT Eco" strahlungsarm. Permanent funkende DECT-Basisstationen reduzieren damit ihre Strahlung, sobald Geräte wie ein FRITZ!Fon in den Standby-Modus schalten. Das allerdings kann zu Problemen bei der Verwendung von Smart-Home-Geräten führen: Heizungsregler, Steckdosen & Co. funktionieren dann nicht mehr über ihre volle Reichweite, was in einem etwas größeren Haus ein Problem werden kann. Nun existiert zwar die Option "DECT-Funkleistung verringern", allerdings können Sie dann kaum noch telefonieren und auch Smart-Home-Geräte verlieren noch mehr Reichweite. Ergo gilt: Bei Probleme mit Telefonen und Smart-Home-Geräten müssen Sie zwangsläufig die volle Leistung aktivieren.

  20. FRITZ!Box-Informationen per E-Mail

    AVM gibt jeder FRITZ!Box einen interessanten Dienst für Nachrichten mit auf den Weg. Aktivieren können Sie ihn über "System" und "Push Service". Dort geben Sie in der Sektion "Absender" die SMTP-Dateien von Ihrem E-Mail-Konto ein. Danach gehen Sie wieder auf "Push Services" und wählen dort aus, in welchen Situationen Sie eine Benachrichtigung bekommen möchten - etwa immer dann, wenn ein Anruf eingeht oder wenn der Anrufbeantworter besprochen wird. Dann würden Sie eine MP3 im E-Mail-Anhang bekommen.

    Außerdem gibt es die "Änderungsnotiz", die Sie informieren kann, wenn sich beispielsweise ein neues Gerät im Netzwerk anmeldet oder wenn sich eine IP-Adresse ändert, weil Sie Ihr Provider zwangstrennt. Allzu umfangreich sollten Sie die Funktion aber vielleicht nicht nutzen - denn sonst ertrinkt Ihr E-Mail-Konto im (selbstgemachten) Spam.

Umstieg auf die Fritzbox: So übertragen Sie Einstellungen

Nach dem Kauf einer neuen Fritzbox muss diese nicht unbedingt neu konfiguriert werden. Einstellungen und Daten lassen sich auf die neue Fritzbox von der alten Fritzbox übertragen. Wenn es sich um ein Modell-Update einer Fritzbox handelt, ist die Übernahme aller gespeicherten Einstellungen vom älteren Modell problemlos möglich. Hierzu zählen Einstellungen für DHCP, Internet-Zugangsdaten, Nutzer, Portfreigaben und WLAN sowie Telefoniedaten, Ruflisten und Telefonbücher. Beim Austausch können Sie nur grundlegende Einstellungen wie die von beiden Geräten unterstützten Funktionen übertragen.

Anlegen der Sicherung: Unter dem Punkt "System -> Sicherung" in der Oberfläche aktueller Fritzboxen können Sie die Konfiguration speichern.

So optimieren Sie Ihre Fritzbox:

  1. Anderen Personen Zugriff auf das WLAN erlauben

    Immer wieder kommt es vor, dass man anderen Personen erlauben möchte, das eigene WLAN mitzunutzen. Das funktioniert jedoch nur, wenn man ihnen das vergebene Passwort nennt. Bei einer Verbindung über ein Kabel an einen Ethernet-Anschluss ist es den Nutzern möglich, sowohl das interne NAS der Fritzbox zu verwenden als auch Zugriff auf eventuell vorhandene USB-Speicher zu erlangen. Wer das nicht möchte, kann die von AVM bereitgestellten Sicherheitsfunktionen nutzen. Diese machen es möglich, eine Trennung verschiedener Clients durchzuführen oder sogar ein unabhängiges Netzwerk einzurichten.

    Zunächst soll jedoch besprochen werden, wie vorzugehen ist, wenn Personen Zugriff auf das WLAN bekommen sollen, ohne eine Freigabe des Rechners zu erhalten. Hierfür ist es nötig, das Menü der Fritzbox aufzurufen und "WLAN -> Sicherheit" auszuwählen. Hier muss dann der Menüpunkt "Die unten angezeigten Geräte dürfen untereinander kommunizieren." ausgeschalten werden. Nachdem auf "Übernehmen" geklickt wurde, sind die neuen Einstellungen aktiv.

  2. Das Ethernet für einen Gastzugang nutzen

    Nachdem ein Zugriff auf die im Netzwerk vorhandenen Rechner verhindert wurde, muss das Zugriffsproblem mit den Speichern gelöst werden. Das gelingt am schnellsten und effizientesten, wenn ein eigener Gastzugang erstellt wird. Diese Option ist bei einer Fritzbox sowohl bei kabelgebundenem LAN als auch bei der Nutzung von WLAN möglich. Bei der Nutzung eines Ethernet-Kabels kommt der Anschluss LAN 4 zum Einsatz. Dieser befindet sich auf der Rückseite der Fritzbox. Die gewünschte Funktion wird über "Heimnetz -> Heimnetzübersicht -> Netzwerkeinstellungen" aktiviert. Anschließend muss die Option "Gastzugang für LAN 4 aktiv" ausgewählt werden.

    Eine weitere Möglichkeit besteht darin, den Punkt "Anmeldung am Gastzugang nur nach Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen gestatten" auszuwählen. Dann wird Gästen, die sich in das Netzwerk einwählen wollen, eine Vorschaltseite angezeigt. In der Fachsprache wird diese Seite als "Captive Portal" bezeichnet. Ihre Aufgabe besteht darin, von den Gästen eine Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen einzuholen. Nur wenn sie diese erteilen, bekommen sie Zugriff auf das Netzwerk.

    In einem ersten Schritt wird die Aufforderung "Klicken Sie auf OK um auf das Internet zugreifen zu können" angezeigt. Wenn die Gäste dies tun, wird der Zugang zum Netzwerk freigeschaltet. Dieser Dialog kann hier noch nicht individuell abgewandelt werden. Das ist erst über den Gastzugang für das WLAN möglich (siehe nächster Punkt). Nun muss nur noch das jeweilige Kabel für die Verbindung zwischen der gewünschten Hardware und Lan 4 eingestöpselt werden. Alle weiteren notwendigen Schritte übernimmt die Fritzbox.

  3. Einen Gastzugang über WLAN einrichten

    Die Einrichtung eines Gastzugangs über WLAN unterscheidet sich nur minimal von der Einrichtung mittels LAN. Die hierfür notwendigen Features sind unter "WLAN-Gastzugang" zu finden. Der Punkt "Gastzugang aktiv" muss mit einem Häkchen versehen werden. Anschließend muss das Netzwerk benannt und eine Verschlüsselungsmethode ausgewählt werden. Die Hersteller empfehlen hierfür "WPA2 (CCMP)". Außerdem ist es notwendig, einen WLAN-Netzwerkschlüssel zu definieren. Es ist dringend angeraten, einen anderen Schlüssel als für das private Netzwerk zu verwenden.

    Wie beim vorherigen Schritt ist es auch hier kein Problem, ein "Captive Portal" zu nutzen. Hierfür ist es nötig, den Punkt "Vorschaltseite anzeigen mit Informationen zu dem Anbieter des Gastzugangs" zu aktivieren. Wenn diese Option ausgewählt wird, müssen die Besucher eine Zustimmung zu den Nutzungsbedingungen abgeben, bevor sie das Netzwerk nutzen können. Die Nutzungsbedingungen selbst werden hier allerdings nicht angezeigt. Ebenso wird von den Gästen verlangt, dass sie versichern, das Netzwerk nicht zu nutzen, um geltendes Recht zu verletzen. Nicht zuletzt taucht hier eine Information auf, dass sowohl die genutzte MAC-Adresse als auch die Dauer der Nutzung festgehalten werden können.

    Falls dies gewünscht ist, können an dieser Stelle ein Bild und ein Text eingefügt werden. Das ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn Gäste beim Zugang zum Netzwerk das eigene Firmenlogo angezeigt bekommen sollen. Bei der Erstellung von Text besteht jedoch das Problem, dass dieser nicht formatiert werden kann. Allerdings ist es möglich, eine Webseite zu gestalten, auf die die Gäste gelangen, nachdem sie den Nutzungsbedingungen zugestimmt haben. Es gibt noch zwei weitere Optionen, mit denen einerseits verhindert werden kann, dass ein Gastrechner auf einen anderen Rechner zugreifen kann. Gleichzeitig kann dafür gesorgt werden, dass der Gastzugang nach einer vorher fest definierten Zeit deaktiviert wird.

    Es gibt den Punkt "Internetanwendungen beschränken: Nur Surfen und Mailen erlauben". Dieser ist in den Voreinstellungen aktiv und sorgt dafür, dass der jeweilige Gastzugang stark eingeschränkt ist. Das hat beispielsweise zur Folge, dass keine FTP-Downloads genutzt werden können. Wenn diese strengen Einstellungen nicht nötig sind, können die Schritte "Internet -> Filter -> Zugangsprofile" gegangen werden. Hier gibt es den Menüpunkt "Gesperrte Netzwerkanwendungen", über den die stark eingeschränkten Voreinstellungen gelockert werden können.

  4. Daten über die Fritzbox austauschen

    Immer wieder ist es nötig, Daten von einem Rechner auf den anderen zu bringen. Die Netzwerkfreigaben von Windows sind hierbei jedoch nur bedingt eine Hilfe, da sie ausgesprochen kompliziert sind. Deswegen entscheiden sich viele Nutzer, den Datenaustausch über die Fritzbox durchzuführen. Diese besitzt einen internen Speicher, der als NAS verwendet werden kann. Hierbei handelt es sich um ein "Network Attached Storage", was nichts anderes als eine Netzwerkfestplatte ist. Alle Geräte, die sich im Netzwerk befinden, können auf diese Netzwerkfestplatte zugreifen. Das Schöne hierbei ist: Es werden kaum Konfigurationen nötig. Die Festplatte stellt bei der Fritzbox 7390 und 7490 512 MB Speicherplatz zur Verfügung. Das ist zwar nicht viel, in den meisten Fällen genügt der Platz jedoch für den benötigten Datenaustausch. Neuere Varianten der Fritzbox besitzen drei USB-Anschlüsse, mit denen eine Verbindung zu Sticks oder externen Festplatten hergestellt werden kann. Auf diese können dann ebenfalls alle Geräte zugreifen, die im Netzwerk angemeldet sind.

    Es bietet sich an, aus dem NAS-Speicher der Fritzbox ein eigenes Windows-Laufwerk zu machen. Die Fritzbox ist in der Regel dauerhaft eingeschaltet, sodass die Netzwerkfestplatte uneingeschränkt zur Verfügung steht. Das funktioniert allerdings nur, wenn sowohl auf dem Router als auch auf dem Computer derselbe Nutzer mit demselben Passwort angemeldet ist. Deswegen ist es nötig, das Menü der Fritzbox aufzurufen und "System -> FRITZ!Box -> Benutzer" auszuwählen. Unter "Benutzer" müssen dann der Nutzername und das Kennwort eingegeben werden, die auch bei der Nutzung von Windows zum Einsatz kommen. Der Punkt "Berechtigungen" enthält "Zugang zu NAS-Inhalten". Dieser muss mit einem Haken versehen sein. Per Klick ist es nun möglich, "Verzeichnis hinzufügen" aufzurufen und "Alle an der FRITZ!Box verfügbaren Speicher" zu bestätigen. Es empfiehlt sich, den Nutzern sowohl Lese- als auch Schreibrechte für den internen Speicher zuzugestehen. Sobald auf "OK" geklickt wird, ist die Einrichtung abgeschlossen.

    In einem weiteren Schritt wird nun der Windows-Explorer aufgerufen. Hier gibt es in der linken Leiste den Punkt "Netzwerk", in dem der Eintrag "FRITZ-NAS" zu finden ist. Wenn dieser doppelt angeklickt wird, besteht Zugriff auf den Ordner "\fritz.nas". Mittels Rechtsklick auf die Maustaste kann der Punkt "Netzlaufwerk verbinden" ausgewählt werden. Nun taucht ein Fenster auf, in dem ein Laufwerksbuchstabe ausgewählt werden muss. Alle weiteren Einstellungen können so übernommen werden, wie sie vorgeschlagen werden. Wenn auf "Fertigstellen" geklickt wurde, ist der NAS-Speicher der Fritzbox als neues Laufwerk eingerichtet. Er trägt den Buchstaben, der bei der Einrichtung als Name ausgewählt wurde.

  5. Für mehr NAS-Speicher sorgen

    Für manche Aufgaben ist der standardmäßig zur Verfügung stehende Speicher zu gering. In diesem Fall bietet es sich an, ihn mit einem USB-Gerät zu erweitern. Um dies zu erreichen, muss zunächst Zugriff auf FRITZ-NAS hergestellt werden. Sobald dies erledigt ist, kann das USB-Gerät angeschlossen werden. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um einen Stick oder eine Festplatte handelt. Üblicherweise wird das angeschlossene Gerät von der Fritzbox erkannt und als "\fritz.nas" dargestellt. Bei einigen USB-Sticks passiert es jedoch, dass sie nicht sofort erkannt werden. Einigen Nutzern ist es zudem lieber, wenn kein Standardname für das Laufwerk vergeben wird, sondern sie den Laufwerksbuchstaben selbst wählen können. In all diesen Fällen ist ein USB-Fernanschluss eine gute Idee.

    Zunächst muss das Fritzbox-Menü aufgerufen werden, um die Schritte "Heimnetz -> USB-Geräte" gehen zu können. Hier kann dann der Punkt "USB-Fernanschluss" ausgewählt werden. Bei der Option "USB-Fernanschluss aktiv" muss ein Haken gesetzt, der Punkt "USB Speicher" markiert und auf "Übernehmen" geklickt werden. Die Fritzbox führt im Anschluss eine Analyse des jeweiligen Geräts durch. Dies kann einige Sekunden in Anspruch nehmen. Wenn die Analyse abgeschlossen wurde, muss auf "OK" geklickt werden.

    Nun erscheint ein Fenster mit einem Link zu "Das Programm für den USB-Fernanschluss". Wenn hierauf geklickt wird, öffnet sich ein neues Fenster mit einem "Download-Button". Nun kann das von AVM bereitgestellte kostenlose Tool heruntergeladen und installiert werden. Das Systray der Taskleiste verfügt im Anschluss über das Icon des neuen Tools. Dieses muss doppelt angeklickt werden, damit sich das Programm öffnet. Hier sollte der USB-Speicher bereits zu finden sein. In einem weiteren Schritt werden der Benutzername und das Passwort eines Benutzers angegeben, der bereits bei der Fritzbox registriert ist. Der Vorgang wird mit "Klicken um zu verbinden" abgeschlossen und das Laufwerk ist im Explorer zu sehen. Bei Fritzboxen mit mehreren USB-Anschlüssen ist es möglich, mehrere Geräte gleichzeitig zu verbinden.

    Die Fritzbox 7490 und alle nachfolgenden Modelle können mit dem schnellen USB 3.0 arbeiten. In einigen Fällen ist es jedoch nötig, dieses Feature zunächst zu aktivieren. Das ist über "Heim-Netz -> USB-Geräte" möglich. Hier findet sich der Punkt "USB-Einstellungen". Hier haben Nutzer die freie Wahl, welche Anschlüsse mit USB 3.0 und welche mit USB 2.0 arbeiten sollen. Der ältere Standard ist immer dann angeraten, wenn stromsparend gearbeitet werden soll. Der Wechsel zu USB 3.0 ist zudem nur dann sinnvoll, wenn die angeschlossenen Geräte mit dieser Technologie arbeiten können.

  6. Die Vorteile der Fritz-App nutzen

    Es gibt eine beachtliche Zahl von kostenlosen AVM-Apps, die mit Android und iOS genutzt werden können. Über diese ist es möglich, das Leistungsspektrum der Fritzbox auf Mobilgeräte auszuweiten. Manche Apps bieten vor allem für das Heimnetzwerk viele Vorteile. Hierzu gehört beispielsweise " Myfritzapp", die als Fernsteuerung genutzt werden kann. " Fritzapp WLAN" ist ein Analysetool und " Fritzapp Fon" Kann zum Telefonieren genutzt werden. Um verschiedene Medien steuern und effizient nutzen zu können, bietet sich " Fritzapp Media" an. Hierüber ist es beispielsweise möglich, bestimmte Inhalte auf Smart TVs und ähnliche Geräte zu schicken.

    Wer genau wissen möchte, wie es um den Status eines Funknetzwerks bestellt ist, wird für "Fritzapp WLAN" dankbar sein. Über "Mein WLAN" können vielen nützliche Informationen zur Fritzbox, zum Client und zur WLAN-Verbindung angesehen werden. Über "Verbinden" werden Netzwerke in der Nähe angezeigt und das Einloggen erleichtert. Der Punkt "Umgebung" sortiert die vorhandenen WLANs nach einzelnen Kanälen und zeigt an, wo besonders starke Empfangssignale zu finden sind.

    Im Systemmenü kann über "Netzwerkanalyse" der Punkt "WLAN messen" erreicht werden. Mittels Ping-Befehlen und HTTP-Anforderungen kann ein Netzwerktest durchgeführt werden, bei dem festgestellt wird, wie lange die Antwortzeiten der Fritzbox sind. Somit wird schnell klar, ob eine Netzwerkverbindung einwandfrei funktioniert. Der Punkt "Heimnetzgeräte" zeigt genau die Clients an, die die Fritzbox in der Vergangenheit für Verbindungen genutzt hat. Das Feature "WLAN teilen" macht es möglich, Gastzugänge zu aktivieren. Zudem helfen "WPS", "QR-Scan" und "NFC" dabei, das Funknetzwerk für Tablets und Smartphones bereitzustellen.

  7. Router und WLAN zum Telefonieren nutzen

    Viele Nutzer empfinden es als störend, zwischen Festnetztelefon und Smartphone wechseln zu müssen. Mit der App " Fritzapp Fon" lässt sich das vermeiden. Hierdurch können Nutzer mit dem Smartphone über das Festnetz telefonieren, solange sie sich innerhalb des WLANs bewegen. Das Mobilgerät kann hierbei mit einem DECT-Telefon verglichen werden. Die Anwender müssen sich jedoch nicht entscheiden, da das Mobilfunkgerät auch gleichzeitig mobil erreichbar bleibt. Grundsätzlich ist es so möglich, auf einen Festnetzanschluss komplett zu verzichten.

    Es ist ganz einfach, dieses Feature zu aktivieren. Zunächst ist sicherzustellen, dass das WLAN der Fritzbox funktioniert und das Smartphone eine Verbindung damit hergestellt hat. Nun muss die App installiert werden. Nach dem Start muss dann das Fritzbox-Passwort angegeben werden. Sobald dies geschehen ist, wird das Smartphone erkannt und als neues Telefon registriert. Im Fritzbox-Menü ist es dann über "Telefonie -> Telefoniegeräte" zu finden. Unter dem Menüpunkt "Bearbeiten" ist "Ausgehende Anrufe" zu finden. Hier lässt sich klar definieren welche Telefonnummer beim Gesprächspartner zu sehen sein soll. Außerdem können die Nutzer festlegen, ob das Smartphone bei allen Anrufen oder nur bei bestimmten Nummern klingen soll.

    Um telefonieren zu können, muss die gewünschte Telefonnummer in der App angegeben werden. zudem bietet die App eine Rufnummernwiederholung und eine Anrufliste, über die die letzten Telefonate nachverfolgt werden können. Über den Punkt "Telefonbuch" kann zudem ein Namensverzeichnis in der App hinterlegt werden. Unter "Mehr -> Einstellungen" ist der Punkt "App-Auswahl beim Rufaufbau" zu finden. Mit diesem lassen sich einzelne Telefonieprogramme aktivieren und deaktivieren. Über "Wahlregeln" kann der Punkt "Mobilrufnummern" erreicht werden. Hier können die Anwender entscheiden, ob Handynummern über das Festnetz angerufen werden können oder nicht. Da dies häufig mit recht hohen Kosten verbunden ist, beschränken sich die meisten Anwender auf das Mobilfunknetz.

    Ebenfalls lohnenswert ist es über den Menüpunkt "Mehr -> Einstellung" im Systemmenü den Punkt "Erweitert" auszuwählen. Unter "Alternative Mikrofonnutzung" sowie "Sprachqualität verbessern" kann dafür gesorgt werden, das Echo-Effekte und störendes Rauschen nicht mehr so stark auftreten.

  8. Den NAS-Speicher online nutzen

    Wenn man unterwegs auf Dateien zugreifen will, ist es praktisch, einen Online-Zugriff auf den NAS-Speicher der Fritzbox zur Verfügung zu haben. So können beispielsweise Sitzungsprotokolle eingesehen und Freunden Fotos gezeigt werden. Dieses Vorgehen ist praktisch, da der NAS-Speicher gut erreichbar ist, aber dennoch ein Höchstmaß an Sicherheit bietet.

    Um unterwegs Zugriff auf den NAS-Speicher zu haben, muss der Fritzbox eine feste Adresse zugeteilt werden. Nur über diese ist sie dann im Internet erreichbar. Verschiedene Dienste wie DynDNS erleichtern diese Aufgabe. Wer nicht diese kostenpflichtige Lösung nutzen möchte, kann auf ein kostenloses Alternativ-Tool von AVM zurückgreifen. Über "Myfritz" ist es möglich, Kontakt zum AVM-Server und zum Netzwerkspeicher herzustellen.

    Hierfür muss im Fritzbox Menü "Internet -> MyFRITZ!-Konto" aufgerufen und mit Hilfe der E-Mail-Adresse und des Kennworts ein neuer Account erstellt werden. Über "Weiter" werden die vorgenommenen Schritte bestätigt und eine Verbindung zu Myfritz hergestellt. Die erfolgreiche Anmeldung wird über eine E-Mail bestätigt. Wenn diese angeklickt wird, kann ein Haken bei "Ich stimme den Nutzungsbedingungen zu" gesetzt und der Punkt "Konto aktivieren" ausgewählt werden.

    Unterwegs muss dann der Browser geöffnet und die Adresse "myfritz.net" angegeben werden. Nun wird die E-Mail-Adresse eingetippt, die für die Registrierung des Accounts genutzt wurde. Jetzt erfolgt eine Capture-Abfrage, um sicherzustellen, dass die Nutzer keine Bots sind. Anschließend muss nur noch das Passwort eingegeben und "Zu meiner Fritz!Box klicken" angeklickt werden. Schon steht eine Verbindung zum NAS-Speicher zur Verfügung.

Merken Sie sich das Kennwort, das Sie hier vergeben. Sie benötigen es später, um die Sicherungsdatei zu verwenden. Mithilfe des gleichnamigen Push-Services können Sie eine Sicherung auch komplett automatisch erstellen lassen. Die Einstellungen werden bei einem Firmware-Update oder beim Laden der Werkseinstellungen automatisch an die E-Mail Adresse gesendet, die Sie zuvor hinterlegt haben.

Einspielen der Sicherung: Wenn Sie die Einstellungen auf Ihre Fritzbox laden möchten, müssen Sie an die gleiche Stelle in der Benutzeroberfläche klicken. Anstatt auf Sicherung klicken Sie jetzt auf den Reiter "Wiederherstellen". Jetzt wählen Sie die Datei im entsprechenden Feld aus, die Sie zuvor erstellt und gespeichert haben. Danach müssen Sie Ihr Kennwort eingeben. Zwei Möglichkeiten stehen Ihnen für die Wiederherstellung zur Auswahl: vollständig oder teilweise. Im zweiten Fall wird Ihnen eine zusätzliche Auswahl angezeigt. Nach dem Laden der Datei und der Wiederherstellung der Einstellungen startet die Fritzbox neu.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
Top-Themen
Bestimmte Nachrichten, die Sie über WhatsApp versendet haben, würden Sie am liebsten wieder rückgängig machen? Mit ...mehr
Am heutigen 21. Juni und dem morgigen 22. Juni findet wieder der alljährliche Amazon Prime Day statt. Auf diesem Weg ...mehr
Fitness-Tracker unterstützen Sie bei der Überwachung Ihrer sportlichen Aktivitäten. Wegen des großen Angebots fällt ...mehr
Anzeige
gekennzeichnet mit
JUSPROG e.V. - Jugendschutz
freenet ist Mitglied im JUSPROG e.V.