Kauftipps 2021: Oldtimer und Youngtimer mit Wertsteigerung

BMW Z3 M Roadster (1997-2000), R6-Zylinder, 3.201 ccm, 321 PS,
Marktwert (gepflegt): 49.500 Euro.
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BMW Z3 M Roadster (1997-2000), R6-Zylinder, 3.201 ccm, 321 PS, Marktwert (gepflegt): 49.500 Euro.

© Arturo Rivas

Fiat Panda, BMW Z3 und Saab 900 Turbo werden in den nächsten Jahren eher teurer. Der Wert für diese Klassiker steigt laut Classic Analytics schon jetzt. Unsere 15 Tipps von 5.000 bis 50.000 Euro.

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Eins vorweg: Wer ein altes Auto kauft, weil es Freude macht, an früher erinnert und den Alltag verschönert, hat schon die wichtigsten Gründe auf seiner Seite. Einen Klassiker zum Beispiel als Wertanlage kaufen, muss nicht unbedingt funktionieren. Zu hoch sind die Kosten für Unterhalt, Werkstatt und Pflege, zu ungewiss das Verhältnis aus Reparaturkosten und Wertsteigerung.

15 Klassiker-Kauftipps von 5.000 bis 50.000 Euro

Doch wenn sich nach ein paar Jahren der Wert so entwickelt hat, dass die Investitionen abgedeckt sind, ist das ja auch nicht schlecht. Wir stellen ihnen 15 Kandidaten von 5.000 bis 50.000 Euro vor, die sehr wahrscheinlich nicht mehr billiger werden und vielleicht sogar deutlich im Preis steigen könnten. Unser Bewertungspartner Classic Analytics hat dafür die Preiskurven von Old- und Youngtimern analysiert. Aus 30.000 Modellen in ihrer Datenbank haben die Preisexperten 15 Modelle herausgesucht, deren Wert zuletzt nicht mehr gefallen, sondern gestiegen ist. Ein klares Indiz für eine positive Preisentwicklung und ein Signal für Käufer, jetzt nach einem gepflegten Exemplar zu suchen.

Bis 5.000 Euro: Kadett, AX, Panda

Fahrspaß muss nicht viel kosten: Der Citroën AX macht auch mit vergleichsweise schmalen 84 PS viel Spaß, denn er ist klein und leicht. Der kantige Saxo-Vorgänger ist außerdem ein unterschätztes Auto und belegt, dass Citroën clevere und praxisnahe Automobile bauen kann.

Der Fiat Panda ist aus einem anderen Grund interessant: Giugiaro schuf mit dem Kleinwagen eine Designikone und ein sehr praktisches, reduziertes Auto. Die Freude daran entsteht auch beim Fahren, vor allem aber beim Benutzen.

Ein Opel Kadett Cabrio wirkt im Vergleich zu AX und Panda richtig erwachsen: Es hat Platz für Vier, einen richtigen Kofferraum und ein Dach zum Wegklappen. Einen GSi gibt es zu diesem Tarif vermutlich eher nicht in einem guten Zustand. Doch der brave 1,6-Liter mit 75 PS genügt völlig.

Bis 10.000 Euro: Clio 16V, BMW Z3, Golf GTI

Wenn Sie beim Stichwort Goldeneye sofort Tina Turners Titelsong im Kopf mitsummen, wissen Sie vermutlich auch, dass Pierce Brosnan 1995 als erster James Bond BMW fuhr und der Z3 sogar auf dem Filmplakat war. Der Roadster, den BMW in einem neuen Werk in Spartanburg aus Technik der 3er-Generationen E30 und E36 baute, verdrehte der Autowelt den Kopf. Er war ein kommerzieller Erfolg und ist heute teurer als sein direkter Konkurrent Mercedes SLK. Reizvoll am sonst wenig zugkräftigen Basismodell mit 115 PS sind das direkte Handling und die roadstermäßige Sitzposition an der frischen Luft kurz vor der Hinterachse. Wenn Ihnen das wichtig ist, werden die beiden Kompakten Renault Clio 16V und Golf II GTI für Sie vermutlich keine Alternative sein. Beide sind schon jetzt erstaunlich teuer.

Bis 20.000 Euro: Saab, Jaguar, Ford

Saab? Turbo! Der 900 16S kombiniert unter seiner langen, schmalen Haube Hightech der 80er-Jahre: Ein Ladeluftkühler senkt die Temperatur der verdichteten Luft, vier Ventile je Zylinder verbessern die Füllung der Brennräume und eine elektronische Steuerung regelt Ladedruck sowie Zündzeitpunkt. Die Leistung – 175 PS aus zwei Litern Hubraum – war 1985 eine Ansage.

Stärker ist auch der doppelt so große Sechszylinder des Jaguar XJ6 nicht. Klar, der Serie 2 ist deutlich älter, er stammt noch aus den 70er-Jahren. Formal gilt die Limousine als eine der schönsten der Welt. Eine der kultiviertesten ist sie sowieso – auch mit Sechs- statt Zwölfzylinder. Sechs Zylinder hat auch der dritte Kauftipp: Ford kombinierte beim Capri die Proportionen eines Muscelcars mit europäischer Technik und landete einen Erfolg: Das Coupé mit vier Sitzen wurde zum Wunschobjekt. Vom V6 träumten Familienväter der Siebziger.

Bis 50.000 Euro: BMW M, Porsche 911, Lancia Delta

Wer 50.000 Euro in einen Klassiker investieren kann, hat die Wahl zwischen großen Namen Der Porsche 911 ist den Kollegen von Classic Analytics als SC Targa einen Tipp wert. Eine Kombination, die es nur drei Jahre gab und die nicht nur deswegen reizvoll ist: Der Targa mit Glaskuppel hat eine Charakterlinie und der Boxer viel Drehmoment. Die Preise haben Luft nach oben.

Eine interessante Alternative aus den 90er-Jahren wäre ein BMW Z3 M Roadster. Der Hochdrehzahl-Reihensechszylinder aus Garching verschiebt das Wesen des Zweisitzers vom MX-5-Konkurrenten in Richtung moderne Cobra.

Lancia brachte mit dem Delta HF Integrale den Held der Rallye-Weltmeisterschaft auf die Straße. Im Wettbewerb gewann der Allrad-Kompakte in Serie. Im Serienmodell sorgen Turbomotor und Allradantrieb serienmäßig für Hochgefühle.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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