Lamborghini Huracan Super Trofeo Omologata: Der Markenpokal-Rennwagen darf auf die Straße

Lamborghini Huracan Super Trofeo Omologata: Der
Markenpokal-Rennwagen darf auf die Straße
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Lamborghini Huracan Super Trofeo Omologata: Der Markenpokal-Rennwagen darf auf die Straße

© Lamborghini

Der italienische Sportwagenbauer Lamborghini bringt seinen Markenpokal-Rennwagen Super Trofeo auch in einer straßenzulassungsfähigen Version. Der Huracan STO kommt auf 640 PS.

Schon seit über einem Jahrzehnt lässt Lamborghini Gentleman-Rennfahrer mit speziell präparierten Huracan-Modellen weltweit Markenpokal-Schlachten austragen. 2021 dürfen sich auch Straßenfahrer hinters Volant einer Fast-Rennversion klemmen, denn Lamborghini baut die Huracan-Modellfamilie um eine weitere Variante aus. Das neue V10-Modell hört auf den Namen Huracan Super Trofeo Omologata – oder kurz STO – und ist eine zulassungsfähige Version des Markenpokal-Rennwagens Huracan Super Trofeo sowie Elemente der GT3-Version.

Aeropaket mit Renn-Know-How

Der jetzt vorgestellte Lamborghini Huracan STO will möglichst viel Rennfeeling auf die Straße bringen und wurde dazu nur soweit angepasst, wie es unbedingt für die Straßenhomologation notwendig war. Mit seinem umfangreichen Aeropaket bleibt der STO so auch ganz nah am Rennwagen dran. Die vordere Haube, die Kotflügel und der vordere Stoßfänger bestehen aus einem einzigen Bauteil. Neue Luftkanäle auf der vorderen Haube verbessern den Luftstrom durch den zentralen Kühler, für eine bessere Motorkühlung und tragen gleichzeitig zu mehr Abtrieb bei. Ein neuer Frontsplitter leitet den Luftstrom zum neu gestalteten Fahrzeugunterboden und dem neuen Heckdiffusor.

Die neuen hinteren Kotflügel reduzieren den Luftwiderstand im Frontbereich des Fahrzeugs und erhöht gleichzeitig den Abtrieb am Heck. Ein in den hinteren Kotflügel integrierter NACA-Lufteinlass dient als Motoransaugung. Mehr Kühlluft für den Motor bringt eine Lufthutze in der Motorabdeckung. Die Finne auf dem Heck stabilisiert den STO bei Kurvenfahrten, der mächtige, einstellbare Heckspoiler liefert Anpressdruck.

Gemessen am erzielbaren Abtrieb sortiert er sich zwischen EVO ST und der GT3-Version ein. Kunden können das Flügelwerk je nach Fahrbedingungen zudem noch anpassen. Gefertigt werden alle Aeroanbauteile natürlich gewichtsoptimiert aus Kohlefaserlaminat.

Massen-Verzicht im Cockpit

Gewicht sparen auch die neuen Magnesium-Zentralverschlussfelgen mit speziellen Bridgestone-Reifen, die leichtere Frontscheibe sowie das komplett ausgeräumte Interieur. Belassene Verkleidungselemente wurden aus Karbon nachgeformt und teilweise mit Alcantara bezogen. Als Zugeständnis an die Straßenversion ist sogar noch ein zweiter Schalensitz an Bord. Ein Titan-Käfig sorgt für Sicherheit, das Borddisplay um weitere relevante Anzeigen erweitert. In Summe drücken alle Maßnahmen das Trockengewicht des Huracan STO auf 1.339 Kilogramm.

640 PS nur auf die Hinterräder

An Antrieb im Huracan STO übernimmt der bewährte 5,2-Liter-V10-Saugmotor. Während die Rennversion nur 620 PS und 570 Nm an den Start bringt, darf der STO-Pilot über 640 PS und 565 Nm Drehmoment herrschen. Der STO kommt damit auf ein Leistungsgewicht von 2,09 kg/PS. Mit reinem Hinterradantrieb spurtet der STO in 3,0 Sekunden von Null auf 100 km/h. 200 km/h werden nach 9,0 Sekunden erreicht, maximal sind 310 km/h drin.

Für ein rennstreckenähnliches Fahrgefühl sorgen eine breitere Spur, steifere Aufhängungsbuchsen, spezielle Stabilisatoren und eine neue Abstimmung des elektronisch gesteuerten Fahrwerks. Hinzu kommen sehr direkt abgestimmte Kennlinien für Lenkung, Getriebe und Gasannahme sowie eine Hinterachslenkung. Das Fahrprogrammangebot erweitern die Modi STO, Trofeo und Pioggia. Mehr Bremspower liefern die verbesserten Karbon-Keramik-Stopper von Brembo.

Gentleman-Rennfahrer, die auch auf der Straße einen Huracan bewegen wollen, werden ab dem Frühjahr 2021 mit dem Huracan STO bedient. Als Grundpreis ohne Steuern werden allerdings 249.412 Euro aufgerufen.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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