Luxus-SUV der neusten Generation

Cadillac Escalade 2021
Bild 1 von 19

Cadillac Escalade 2021

© Cadillac

Von OLED bis Augmented Reality – der neue Cadillac Escalade steckt voll moderner Technologie. Hier erfahren Sie, was der Luxus-SUV aus den USA alles kann.

Blickt man nach Hollywood, ist der Escalade ein Auto, das bei Rappern, Millionären, Geheimagenten und Filmbösewichten gleichermaßen beliebt ist. Wem es am besten zu Gesicht steht maßen wir uns an dieser Stelle nicht an zu beurteilen. Ab dem Sommer 2020 steht der neue Cadillac Escalade bei den Händlern in Nordamerika. Ein SUV, das durch seine wuchtige Erscheinung die Tatsache, standardmäßig mit einem 6,2-Liter-V8 ausgerüstet zu sein, als selbstverständlich erscheinen lässt. Trotz der auf 5,38 Meter Länge gewachsenen Ausmaße, verliert der Escalade der fünften Generation dank T1-Plattform 130 Kilo an Gewicht und müsste damit bei rund 2,5 Tonnen landen.

Fahrwerk und Motoren

Gerade die Fond-Passagiere dürften es zu schätzen wissen, dass erstmals eine Multilink-Hinterachse mit Einzelradaufhängung zum Einsatz kommt, die den poltrigen Starrachsen-Vorgänger in den Ruhestand schickt. Dazu gibt es optional eine neue adaptive Luftfederung mit Höhenverstellung und eine Magnetic Ride Control. Das Fahrwerk kann sich so automatisch auf die vorhandene Zuladung einstellen. Durch eine elektronische Differenzialsperre soll bei allem Komfort auch knackig präzises Handling ermöglicht werden. Serienmäßig gehen die 420 PS an die Hinterachse, alternativ bietet Cadillac den Full-Size-SUV auch mit Allradantrieb an.

Die 623 Newtonmeter maximales Drehmoment (bei 4.100 U/min) erreicht nicht nur der große V8, sondern auch der erstmals angebotene Dreiliter-Diesel-Sechszylinder mit etwas schmaleren 277 PS. Beide Aggregate sind aus Aluminium gefertigt, eine V-Sport-Version mit bis zu 550 PS aus einem 4,2-Liter-Twinturbo soll später ebenso folgen wie eine rein elektrische Variante. Bei den Verbrennern portioniert eine automatische Zehn-Gang-Box den Vortrieb.

Umfangreiche Serienausstattung

Das Angebot umfasst fünf Ausstattungslevel von Luxury bis Platinum Sport. Die Preise sind noch nicht bekannt, dürften aber zum Einstieg etwas oberhalb des bisherigen Basispreises von knapp über 100.000 Euro liegen. Dafür gibt es Extras wie Sitzheizung, Lenkradheizung, elektrische Sitze mit Memoryfunktion, Dreizonen-Klimaautomatik, Regensensor, induktive Smartphone-Ladeschale und 22-Zoll-Räder bereits ab der kleinsten Ausstattung serienmäßig.

Auch das OLED-Infotainment ist in jeder Ausführung mit an Bord. Zwei übereinanderliegende Bildschirme bedecken insgesamt eine Spanne von 38 Zoll. Das größere (hintere) Display ist in gebogener Form, also curved, verbaut und soll so optimale Ablesbarkeit garantieren. Beide Screens sind in 4K aufgelöst und stellen laut Cadillac so viele Farben dar wie kein anderes Display in der Automobilbranche.

Navigation mit neuen Gimmicks

Wo wir gerade von Darstellung sprechen: Das Navigationssystem arbeitet mit Augmented Reality-Elementen. Das bedeutet, Richtungsanweisungen werden zum entsprechenden Zeitpunkt als virtuelle Symbole schwebend auf einem realen Bild der Straße dargestellt, das die Frontkameras ins Cockpit spielen. Um die Navigation noch eingängiger zu machen, gibt das System akustische Richtungsanweisungen entsprechend aus. Der Befehl „Jetzt links abbiegen“ kommt beispielsweise nur aus den linken Boxen. Gleiches gilt übrigens auch für das Blinker-Geräusch, das nur von der Seite ertönt, in die der Fahrer abzubiegen gedenkt.

Lautsprecher gibt es im Escalade ohnehin in ausreichender Zahl. 19 Stück sind es auf jeden Fall, wer mehr investieren möchte, kriegt auch 36 Stück, die an drei Verstärker gekoppelt sind. AKG Audio Reference System lautet der klangvolle Name dieser Sonderausstattung. Damit soll ein 3D-Studio-Surround-Sound abgebildet werden können und jeder einzelne der sieben Insassen kann die Lautstärke für seinen Sitzplatz individuell regulieren.

Der SUV übernimmt aber nicht nur die Aufgabe eines DJs, sondern bei Bedarf auch die des Fahrers – zumindest ein Stück weit. Dank des Assistenzsystems „Super Cruise“ ist autonomes Fahren nach Level 2 möglich. Zur Orientierung auf der Straße nutzt das Auto ein Sensorik-Konglomerat aus Lidar-Kartenmaterial, GPS-Daten, Radar und diversen Kameras.

Bis zu 3.585 Liter Ladevolumen

Alternativ zu den bis zu sechs Passagieren lässt sich der Raum im Escalade auch mit sonstiger Ladung befüllen. Das zur Verfügung stehende Laderaumvolumen variiert je nach Anzahl der verwendeten Sitzreihen. Hinter der dritten sind es 722 Liter, bis an die zweite 1.784 und bis an die vorderste Reihe satte 3.089 Liter. Wer dem ganzen die Krone aufsetzen will, wählt die Langversion mit einem Maximalwert von 3.585 Litern.

Im Vergleich zum Vorgängermodell soll der Escalade bis zu 40 Prozent mehr Beinfreiheit in der dritten Sitzreihe bieten. Dafür ist das bereits erwähnte Längenwachstum aber auch eine Vergrößerung des Radstands auf 3.071 Millimeter (vorher 2.946 Millimeter) verantwortlich. In der Breite gibt es mit 2,06 Metern ebenfalls keinen Grund zur Klaustrophobie. Die Gesamthöhe des neuen Escalade liegt bei knapp 1,95 Meter. Und wenn das für einen Anblick im Rückspiegel noch nicht genug Überhol-Prestige sein sollte, helfen an der neu gestalteten Front der opulente Kühlergrill und die deutlich schärfer gezeichneten Lichter.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
Top-Themen
Rolls-Royce, Lotus und Jaguar: So manches britische Modell steht in den deutschen Neuzulassungs-Charts kurz vorm Brexit.mehr
MAN bringt die komplette TG-Baureihe in neuer Generation. TGL, TGM, TGS und TGX decken alle Aufgaben von 7,5 bis 41 ...mehr
Ex-Formel-1-Fahrer und TV-Experte Nico Rosberg analysiert die Lage bei Ferrari - Sebastian Vettel kann er sich in ...mehr
Anzeige