Subaru Solterra (2022) Elektro-Crossover: Dieser Subaru kommt auch als Fronttriebler

Subaru Solterra (2022) Elektro-Crossover: Dieser Subaru kommt
auch als Fronttriebler
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Subaru Solterra (2022) Elektro-Crossover: Dieser Subaru kommt auch als Fronttriebler

© Subaru of America, Inc.

Das erste Elektroauto von Subaru ist der Solterra. Bei dessen Entwicklung haben die Japaner ganz eng mit Toyota zusammengearbeitet. Dort heißt das Modell BZ4X. Premiere feierte der Solterra nun auf der L.A. Auto Show.

Im Sommer 2019 haben Subaru und der Anteilseigner Toyota die gemeinsame Entwicklung von Elektroautos für beide Marken angekündigt. Toyota ist im Rahmen der Zusammenarbeit für das Antriebsmodul verantwortlich, Subaru bringt seine Kompetenz in Sachen Allradantrieb in das Projekt ein. Das erste Modell, das Subaru auf der E-Plattform "E-TNGA" (Electric Toyota New Global Architecture) realisiert, ist der Solterra. Der kompakte Crossover feiert derzeit auf der L.A. Auto Show seine Publikums-Premiere.

Das Wort Solterra setzt sich aus den lateinischen Begriffen "Sol" (Sonne) und "Terra" (Erde) zusammen. Damit will Subaru seinen Respekt vor der Natur ausdrücken und auf die bessere Umweltbilanz eines Elektroantriebs hinweisen.

Solterra nicht ausschließlich mit Allradantrieb

Subaru nennt die Plattform übrigens E-Subaru Global Plattform. Sie wurde von Toyota flexibel ausgelegt und erlaubt Front- sowie Heck- und Allradantrieb. Ungewöhnlich für Subaru: Wie der Toyota BZ4X wird der Solterra alternativ mit Frontantrieb erhältlich sein. In diesem Layout kommt ein 150 kW / 204 PS starker Elektromotor an der Vorderachse zum Einsatz. Besser zur Marke passt jene Antriebs-Konfiguration, die in Los Angeles debütiert. In Kombination liefern die beiden 80 kW starken E-Maschinen, die jeweils eine Achse antreiben und so für einen Allradantrieb sorgen, eine Leistung von 160 kW / 218 PS und ein maximales Drehmoment von 336 Newtonmetern. Vielleicht wird für eine spätere STI-Version mehr Leistung freigegeben.

Um die Entwicklung des Allradantriebs hat sich Subaru selbst gekümmert. Assistenzsysteme namens "Star-Drive" und "X-Mode" verteilen die Antriebskraft je nach Fahrsituation, Wetter und Bodenbeschaffenheit traktionsoptimiert zwischen den Rädern. Abseits befestigter Straßen sichert die "Grip-Control"-Technik, die unter anderem einen Bergan- und -abfahrassistenten umfasst, souveränes Vorankommen.

WLTP-Reichweite von bis zu 500 Kilometern

Die im Unterboden platzierte Lithium-Ionen-Batterie bietet eine Kapazität von 71,4 Kilowattstunden. Der gut 1,9 Tonnen schwere Fronttriebler soll damit nach WLTP-Norm bis zu 500 Kilometer weit kommen; für den mehr als zwei Tonnen wiegenden Allradler gibt Subaru eine WLTP-Reichweite von 460 Kilometern an. In den USA kommunizieren die Japaner einen deutlich konservativeren Wert von "über 354 Kilometern". Nachladen lässt sich der Solterra mit Ladeleistungen zwischen 6,6 kW (AC) und 150 kW (DC). Mit Letzterer lässt sich eine leere Batterie in weniger als einer Stunde auf 80 Prozent ihrer Kapazität füllen. Die Intensität der Rekuperation lässt sich zudem vom Fahrersitz aus beeinflussen.

Ansonsten orientiert sich das E-Modell bei den Abmessungen am Toyota-Zwilling. Er ist 4,69 Meter lang, 1,86 Meter breit und kommt auf eine Höhe von 1,65 Meter. Den Radstand des Fünfsitzers gibt Subaru mit 2,85 Meter an. Dass der Solterra auch ein wenig Gelände kann, unterstreicht die Bodenfreiheit von 21 Zentimetern. Der Fronttriebler rollt auf 18 Zoll großen Rädern mit 235/60er Reifen, die Allradversion kann optional auch mit 20-Zoll-Felgen und 235/50er Pneus bestückt werden.

Subaru-Grill zeigt sich geschlossen

Optisch lehnt sich der Solterra ebenfalls an den Toyota BZ4X an. Der Kühlergrill zeigt sich weitgehend geschlossen, die Radläufe und Karosseriekanten sind stark mit Kunststoff beplankt. Mit seinem coupéhaften Dachverlauf folgt der Solterra dem aktuellen Trend zu Crossover-Modellen. Der Unterbau entspricht dann wieder ganz konventionellen SUV-Linien.

Für den Innenraum sieht Subaru die neueste Version von Infotainment und Konnektivität vor. Mitten auf dem Armaturenträger installieren die Japaner einen 12,3 Zoll großen Touchscreen. Vor der Fahrerin und dem Fahrer sitzt ein zusätzliches Digital-Cockpit. Android Auto und Apple Carplay sind ebenso an Bord wie die Möglichkeit, Smartphones kabellos zu laden und einige Autofunktionen per App fernzusteuern. Das Gepäckabteil fasst bei aufgestellter Rücksitzlehne zwischen 453 und 497 Liter – je nachdem, ob sich der Kofferraumboden in der oberen oder unteren Position befindet.

Markteinführung Mitte 2022

Das bei Subaru traditionell "Eye-Sight" genannte Assistenzpaket umfasst Technologien wie einen Totwinkelwarner mit Spurwechselassistenten und ein System, das beim Rangieren rückwärtig kreuzenden Verkehr erkennt und an das eine Automatikbremse integriert ist, falls beim Einparken ein Hindernis erkannt wird. Der Solterra verfügt als erster Subaru überhaupt zudem über eine optionale 360-Grad-Rundumsicht-Kamera und einen Warner, der beim Aussteigen sich von hinten nähernden Verkehr erkennt. Die LED-Scheinwerfer arbeiten serienmäßig mit einem Fernlicht-Assistenten zusammen.

Auf den Markt kommt der neue Subaru Solterra ab Mitte 2022 als Vertreter des Modelljahres 2023 zunächst in Japan, USA, Kanada, China und auch Europa. Preise wurden noch nicht genannt.

Quelle: 2021 Motor-Presse Stuttgart
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