370Z-Nachfolger Nissan Proto Z aka 400Z: Sie müssen jetzt sehr stark sein

370Z-Nachfolger Nissan Proto Z aka 400Z: Sie müssen jetzt sehr
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370Z-Nachfolger Nissan Proto Z aka 400Z: Sie müssen jetzt sehr stark sein

© Nissan

Nissan bringt 2021 die neue Generation seines Z-Sportwagens an den Start, die den 370Z beerbt. Der Nachfolger dürfte 400 PS stark sein und entsprechend die Modellbezeichnung 400Z tragen. Mit der Studie "Proto Z" gibt Nissan einen seriennahen Ausblick auf den neuen Sportwagen.

Und mit diesem neuen Sportwagen schauen die Japaner weit zurück in ihrer Markengeschichte. Das Design-Team feiert 50 Jahre "Z" und entwickelte mit dem Proto Z einen Sportwagen, der die DNA legendärer Modelle trägt. Sie orientieren sich am Nissan Fairlady Z (S30; besser bekannt als Datsun 240Z) und am 300ZX. Entsprechend zollt das japanische Design-Team auch mit der gelben Lackierung Respekt.

Nissan Proto Z blickt auf die Z-Vergangenheit

Wie bei jedem Design, dass sich auf klassische Modelle bezieht, möchten die Stylisten auch hier moderne Einflüsse mit dem traditionellen Design gepaart wissen. "Wir haben die Designer zwischen den Jahrzehnten reisen lassen", so Designchef Alfonso Albaisa.

Entsprechend zitieren die lang gezogene Motorhaube und die abgeschrägten tropfenförmigen LED-Scheinwerfer die ersten "Z"-Vertreter. Der rechteckige Kühlergrill weist auf das aktuelle 370Z-Modell hin, beherbergt aber auch ovale Grill-Lamellen. "Die LED-Scheinwerfer haben zwei Halbkreise, die auf die japanischen 240ZG der 70er Jahre zurückgehen", erklärt Albaisa. "Der ZG hat klare Abdeckungen über den Scheinwerfereinheiten, die unter Licht zwei kreisförmige Reflexionen über jedem Scheinwerfer abgeben. Wir mochten dieses einzigartige Merkmal und stellten fest, dass es natürlich zur Identität des Z passt."

Die Dachlinie offenbart zusätzlich die Verwandtschaft. Sanft fällt sie gen Heck ab, Dach und Heckscheibe vereinen sich zu einer Fläche und münden in einem ausladenden Heck. Das zeigt sich modern mit schmalen LED-Heckleuchten in einem schwarzen Band. In der Heckschürze mit "Z"-Logo machen sich ein Diffusor und kreisrunde Auspuffendrohre breit. Zusammen mit den wuchtigen hinteren Kotflügeln und den starken Sicken an den Seiten kommt der Proto Z aggressiv und stämmig daher. Die Seitenlinie und die Front wirken hingegen filigraner. Den Kontakt zur Straße halten 19 Zoll große Leichtmetallfelgen im Mehrspeichen-Design, die den Blick auf die gelben Bremssättel zulassen.

Nissan 400Z innen voll digital

Das Interieur haben die Designer im Hier und Jetzt gelassen. Konturierte Sportsitze mit gelben Applikationen empfangen Fahrer und Beifahrer. Eine breite Mittelkonsole trennt beide. Der Fahrer greift in ein Dreispeichen-Lenkrad mit zahlreichen Bedienknöpfen und schaut auf ein volldigitales Cockpit. Der Drehzahlmesser dominiert die Anzeigen. Der Armaturenträger ragt weit hinauf und scheint fast senkrecht zu stehen. Leicht sind die drei oberen runden Anzeigeuhren nach links geneigt. Unter den schmalen Luftschlitzen gibt es auch im Nissan 400Z aka Proto Z einen Touchscreen zur Steuerung von Infotainment- und Navigations-System. Per Stummel-Schaltknauf leitet der Fahrer die Motorkraft über sechs Gänge an die Hinterachse weiter.

"400Z"? Diese Bezeichnung wabert schon länger durch die Gerüchteküche, ist aber noch nicht als Modellname offiziell bestätigt. Basierte der Name bei den vorherigen Sportwagen auf dem Hubraum (350Z mit 3,5 und 370Z mit 3,7 Litern), so lehnt sich der Nissan 400Z möglicherweise an der Leistung an. Eine Hubraum-Vergrößerung des Turbo-V6 ist eher unwahrscheinlich.

Kein Hybrid, kein E-Modell – nicht für Europa

Nissan setzt auf einen Dreiliter-Twin-Turbo-V6 (VR30DDTT), der bereits aus dem Infiniti Q50 oder dem Q60 Red Sport bekannt ist. Dieser leistet in dem Highend-Sportcoupé 400 PS, ist jedoch mit einer Siebengang-Automatik gekoppelt, die beim Nissan 400Z durch das erwähnte Schaltgetriebe ersetzt wird. Den Spurt von Null auf 100 km/h soll der Sportwagen dann in unter fünf Sekunden absolvieren. Übrigens: Eine Hybrid- oder oder Plugin-Hybrid-Version gibt es in dieser Modellgeneration nicht – auch ein rein elektrisch betriebener 400Z ist nicht in Sicht. Nichtsdestotrotz kommt auch in eine Nismo-Version auf den Markt und kratzt hier an der 500-PS-Marke. Eine Roadster-Ausgabe dürfte in limitierten Stückzahlen wieder möglich sein.

Nicht möglich ist es in Zukunft, den neuen Nissan 400Z in Europa zu kaufen. Die Gründe sind mannigfaltig. Da sind zum einen der schrumpfende Sportwagenmarkt, zum anderen die Emissionsvorschriften, die es dem wirtschaftlich angeschlagenen Autobauer unmöglich machen, den kleinen Sportwagen in Europa anzubieten. Stattdessen will man sich bei Nissan auf die lukrativen Crossover-Modelle und auf die Elektrifizierung seiner bestehenden Modelle konzentrieren. Wer noch einen 370Z ergattern möchte, muss beim Nissan-Händler nach Bestands-Fahrzeugen schauen. Unverkaufte Restbestände sich aktuell auf dem Weg nach Europa. Aber gibt es irgendwann nicht doch noch Hoffnung auf einen europäischen Nissan 400Z? Auf absehbare Zeit, "nein", heißt es aus Unternehmenskreisen. Aber, "man sollte niemals nie sagen!"

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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