Panamera-Turbo-S-Rekordfahrt Nordschleife: Arbeitet Porsche an einer Nürburgring-Bestzeit?

Panamera-Turbo-S-Rekordfahrt Nordschleife: Arbeitet Porsche an
einer Nürburgring-Bestzeit?
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Panamera-Turbo-S-Rekordfahrt Nordschleife: Arbeitet Porsche an einer Nürburgring-Bestzeit?

© Tim Upietz

Nach Informationen von auto motor und sport arbeitet Porsche an einem Nordschleifen-Rekord mit dem neuen Panamera Turbo. Ein offizielle Bestätigung steht allerdings noch aus.

Radikal abgespeckt und über 750 PS stark: Im Oktober 2019 sorgte der Panamera “Lion” auf der Nordschleife für Aufsehen, fuhr aber keine offizielle Rekordzeit. Auch, weil der Super-Panamera praktisch nichts mehr mit seinen Serien-Brüdern gemeinsam hatte. Und die entsprechenden Regularien am Nürburgring inzwischen relativ aufwändig und teuer sind. Allerdings haben sie bei Porsche mittlerweile das Facelift der aktuellen Panamera-Baureihe fertig. Und der dazu passende Serien-Turbo S soll nach Informationen der Erlkönig-Fotografen von auto motor und sport in dieser Woche einen offiziellen Rekordversuch auf der Nürburgring-Nordschleife unternommen haben.

Offiziell heißt: 20,832 Kilometer Nürburgring

Heißt: Anders als bei diversen handgestoppten und nur inoffiziell verbreiteten Rundenzeiten fährt das Rekordfahrzeug dabei eine komplette Nordschleifen-Runde (20,832 Kilometer) mit fliegendem Start. Start- und Ziel befinden sich im Streckenabschnitt T13. Die Zeitnahme erfolgt mit geeichter Messtechnik und wird notariell begleitet. So einen Aufwand treiben (und bezahlen) sie bei Porsche nicht für eine Fingerübung von Ingenieuren und Entwicklern. Wohl aber für ein Fahrzeug, das kurz vor der Markteinführung steht. So wie die Modellpflege (kurz: Mopf) des Porsche Panamera.

Im Fokus: der neue Panamera Turbo S

Der Start in den zweiten Modellfrühling gelingt medial deutlich leichter, mit einem "echten” Nordschleifen-Rekord im Rücken. Und den, so berichten unsere Quellen von der Strecke, hat Porsche offensichtlich mit dem neuen Panamera Turbo S in Angriff genommen. Dessen Vierliter-V8 kommt nach dem Facelift auf elektrofreie 630 PS und distanziert den klassischen Turbo damit um 80 PS. Ob das reicht, um Rekorde purzel zu lassen, will man bei Porsche selbst nicht kommentieren. Ein Firmensprecher lässt lediglich ausrichten, dass das "Lion”-Projekt inzwischen abgeschlossen ist und entsprechend auch keine Rekorde dieses Fahrzeugs mehr zu erwarten seien.

Gefahren und nicht hochgerechnet

Also: Kein neuer "Lion”-Rekord. Und zu den Anstrengungen mit dem Serien-Auto gibt’s noch keinen Kommentar. Aber man kann ja mal spekulieren. Und sich dazu den aktuellen Rekordhalter ansehen. Offiziell wird der Porsche Panamera in die automobile Oberklasse einsortiert und muss sich damit auf der Nordschleife mit Mercedes S-Klasse, BMW 7er oder Audi A8/S8 messen. Und natürlich auch mit einem Mercedes-AMG GT 63 S 4-Matic+, der seit Oktober 2018 die Bestzeit hält. Wichtig: Der frühere Rennfahrer und AMG-Entwicklungsingenieur Demian Schaffert feuerte den Viertürer seinerzeit in 7:25:41 über die damals gültigen 20,6 Kilometer. Inzwischen wurde der Wert offiziell auf die momentan gültigen 7:30.11 Minuten hochgerechnet. Sollte es die Porsche-Truppe tatsächlich hinbekommen haben, einen neuen Rekord zu fahren, läuft das zwangsläufig auf eine 7:29er-Zeit (über 20,832 Kilometer), beziehungsweise ein niedrige 7:25 auf den 20,6 Kilometern hinaus. Auch dazu: kein Kommentar von Porsche. Das kann sich aber relativ schnell ändern. Spätestens zur offiziellen Markteinführung werden wir Klarheit haben.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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