Was Sie beim Kauf einer Dashcam wissen müssen

Was Sie beim Kauf einer Dashcam wissen müssen
Die Dashcam kann bei Unfällen ein Beweismittel sein. Was ist erlaubt und was muss die Kamera können?
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Was Sie beim Kauf einer Dashcam wissen müssen

Die Dashcam kann bei Unfällen ein Beweismittel sein. Was ist erlaubt und was muss die Kamera können?

 © Getty Images

Eine Dashcam an der Windschutzscheibe kann bei Rechtsstreitigkeiten wie Unfällen eine Hilfe sein. Woran erkennen Sie eine gute Kamera?

Die Kamera als Zeuge

Wenn es im Straßenverkehr kracht, sind Zeugen oft Mangelware. Davon abgesehen ist in strittigen Situationen ein objektiver Beweis, dass das andere Fahrzeug Ihnen die Vorfahrt genommen hat, ziemlich hilfreich. Deshalb kann eine Dashcam auch für die in die kostenlose Software des Fuhrparks eingebuchten Fahrzeuge durchaus ein Gewinn sein. 

Was ist erlaubt?

Anbringen lassen sich Dashcams an der Frontscheibe oder am Armaturenbrett. Sie zeichnen während der Fahrt ein Video auf. Haben Sie dann einen Unfall, können Sie sich die letzten Minuten erneut ansehen und so wertvolle Hinweise finden. Rechtlich sollte man dazu wissen, dass es in Deutschland nicht verboten ist, eine Dashcam zu kaufen und einzubauen.

Aufgrund des Datenschutzes ist es allerdings wichtig, dass die Kamera nur kurz und anlassbezogen filmt und speichert. Heißt: Nur bei einem Anlass, wie z.B. einem Unfall, werden die Daten auch gespeichert. Ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 15. Mai 2018 (Az.VI ZR 233/17) hat inzwischen dazu geführt, dass bei Gerichtsverfahren nach Unfällen die Aufnahmen von Dashcams immer wieder zugelassen werden. 

Was muss die Kamera können? 

Wenn Sie sich selbst eine Dashcam zulegen, sollten Sie zuvor entscheiden, ob Ihnen der reine Blick nach vorne reicht oder Sie auch den Innenraum  und den Verkehr hinter sich sehen möchten. Einfache Modelle filmen nur nach vorne, es gibt aber auch welche, die allerlei Zusatzfunktionen wie eine Fahrtenbuch-Möglichkeit bieten. 100 bis 300 Euro sind für eine gute Dashcam in etwa zu investieren. Sehr einfache Modelle gibt es auch schon für um die 30 Euro.

Sie sollten unbedingt ein Modell mit Full-HD-Auflösung wählen, sonst erkennen Sie auf dem Video schwer Details. Die Bildrate sollte bei mindestens 30 Bildern pro Sekunde liegen. Checken Sie sicherheitshalber, ob die Dashcam wirklich eine Notfallaufnahme erstellen kann, die dann beim Unfall schreibgeschützt gespeichert wird. Ebenfalls sinnvoll: wenn der Aufnahme-Stempel neben Zeit und Tempo zudem die GPS-Daten erfasst. Wichtig ist außerdem, dass das Display Sie während der Fahrt so wenig wie möglich stört. Dazu gehört nicht nur, dass es am besten abschaltbar sein sollte, sondern die Kamera zudem besser klein und flach ist und Ihnen kaum auffällt. 

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