3 Gebläsegrills im Vergleichstest

Gebläsegrills im Vergleich
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Gebläsegrills im Vergleich

© Silke Schwell
22.10.2018 - 16:26 Uhr von Christian Becker

Grillen macht Spaß. Aber was, wenn der Rauch den Nachbarn die Sicht vernebelt? Mit den drei Gebläsegrills Feuerdesign, Florabest und Medion soll das nicht passieren. Wir machen den Vergleichstest.

  • Vergleich Feuerdesign, Florabest, Medion
  • Das können Gebläsegrills
  • So wird gegrillt
  • Bewerung und Bestellung
  • Fazit

Feuerdesign: Der im Vergleich teuerste Tischgrill ist flacher, hat dafür aber den größten Grillrostdurchmesser (fast 34 Zentimeter). Seine Besonderheit: Das Gebläse ist ein festplattengroßer Kasten, der herausnehmbar ist. Geladen wird per USB, der Akku hält bei Volllast knapp drei Stunden. Ist das Gebläse mal kaputt, gibt es Ersatz für 24,90 Euro. Außerdem hält Feuerdesign ein umfangreiches Zubehörsortiment und viele weitere Ersatzteile vor – das macht den Vesuvio nachhaltig. Der Temperaturverlauf von der heißen Mitte zum etwas kühleren Rand ist sehr gleichmäßig. Die Temperatur lässt sich mittels dreier Gebläsestufen einstellen. Manko: Fett und Marinade können vom Rost auf den Tisch tropfen.

Florabest: Der Florabest heißt einfach nur „Holzkohlegrill mit Aktivbelüftung“. Von den Dimensionen ist er fast ein Zwilling des Medion, dafür mit 39,99 Euro unschlagbar günstig. Die Grillfläche hat knapp 32 Zentimeter Durchmesser. Im Gegensatz zum Medion schützt aber ein zweireihiges Geländer vor dem ungewollten Grillgut-Absturz. So können auch kleine Nürnberger Bratwürste sicher am Rand drapiert werden. Bei allen Testkandidaten gilt: Den Grill nicht zu voll machen. Denn die Hitzeentwicklung ist in kürzester Zeit enorm, und wenn kein Platz in den kühleren Außenregionen des Grills frei ist, gibt es schnell Kohle zum Essen. Die Temperatur lässt sich aber gut mit dem Gebläse steuern.

Medion: Den Tischgrill gibt es in Blau oder Rot. Mit seinem Grilldurchmesser von knapp 32 Zentimetern kann für zwei bis drei Personen gegrillt werden. Die Hitzeverteilung ist ungleichmäßig, sodass immer Platz frei sein sollte, um Grillgut auf kältere Stellen zu retten. Die Temperaturregelung mit dem Gebläseregler klappt allerdings auch recht schnell. Man muss sich aber schon umstellen, wenn man vom klassischen Kugelgrill auf den Gebläsegrill umsteigt. Vor allem weil die Hitze so schnell so groß werden kann. Nach gut 45 Minuten Vollgasgebläse war die Kohle verbraucht. Der Einsatz auf dem Tisch ist problemlos möglich, das Gehäuse hatte allerdings außen eine sehr warme Stelle.

Was können Gebläsegrills?

Teuer gegen günstig. Der Premiumgrill von Feuerdesign gegen die Discounterprodukte von Florabest (Lidl) und Medion (Aldi). Können die Geräte das Versprechen vom rauchfreien Grillen halten? Gebläsegrills funktionieren nach einem einfachen Prinzip: In einer Metall-Außenhülle liegt ein Reflektor, in dessen Mitte ein Brennteller steht. Darauf wird ein Behälter mit der Grillkohle platziert, der mit einem Deckel verschlossen wird. Den Abschluss bildet ein Rost, den Klammern am Grill fixieren. Zum Grillen bläst ein, in der Stärke einstellbarer, Ventilator Luft in den Brennkorb, bringt so die Kohle schnell zum Glühen und dient zum Einstellen der Grilltemperatur. Durch diesen Aufbau kommt das Grillgut nicht mit offener Glut in Kontakt – weshalb man nahezu rauchfrei grillen kann. Zwischen Reflektor und Außenhaut bleibt eine isolierende Luftschicht. Somit können zwei der drei Grills sogar während des Betriebes problemlos weggetragen oder, zum Beispiel wetterbedingt, umgesetzt werden. Nur beim Medion gibt es eine einzelne Stelle am Gehäuse, die grenzwertig heiß wird. Der Standsockel aller drei Geräte ist ebenfalls isoliert, was die Benutzung der Gebläsegrills auf dem Tisch erlaubt.

Unterschiede gibt es beim Gebläse: Im Medion und Florabest ist eine feste Einheit im Gehäuse verbaut, die durch vier AA-Batterien mit Energie versorgt wird. Beim Feuerdesign sorgt ein herausnehmbarer Lüfter mit integriertem und via USB aufladbarem Akku für den frischen Wind.

Feuerdesign und Florabest formen den Reflektor so, dass Wasser eingefüllt werden kann. Dieses Wasser fängt das tropfende Fett auf und vermeidet damit das Einbrennen von Fett und Marinade. Das hilft bei der Reinigung und reduziert die Rauchbildung weiter. Beim Medion indes ist kein Wasser vorgesehen: Wer es trotzdem einfüllt, erreicht zwar oben genannte Vorteile, riskiert aber, dass der Lüfter geflutet wird. Die Brennpaste trägt man kreisrund auf den Brennteller auf. Zum Anzünden empfiehlt sich ein Stabfeuerzeug, da die Paste fast unsichtbar brennt. Wichtig ist, das Gebläse jetzt auf Volllast zu stellen. Auf den Brennteller kommt jetzt der mit rund 250 Gramm gefüllte Kohlekorb. Der Feuerdesign ist bei einer Außentemperatur von 25 Grad bereits nach vier Minuten einsatzbereit, die Konkurrenten nur 30 Sekunden später.

Die Grillflächen sind beim Medion und Florabest gleich groß, der Feuerdesign bietet zwei Zentimeter mehr Durchmesser. Er hat auch keinen Metallteller in der Mitte des Rosts. Vorteil: Es bleiben weniger Rückstände darauf haften. Nachteil: Fett kann auf den Deckel des Feuerbehälters tropfen und ihn verschmutzen. Da dieser Deckel im Gegensatz zu jenen von Medion und Florabest spülmaschinenfest ist, wird er schnell wieder sauber. Eine praktische Transporttasche liegt allen Testgeräten bei. Wenn man einige Grundregeln beachtet, sind diese Grills allesamt gut für den Campingeinsatz geeignet.

Wie grille ich mit Gebläsegrills?

Wer gewohnt ist, auf Holzkohle zu grillen, muss sich bei den Gebläsegrills mit ihrer speziellen Hitzeverteilung umstellen: In der Mitte über dem Feuerkorb ist es sehr heiß, an den Rändern kühler. Deshalb sollte ein Gebläsegrill nicht zu voll beladen werden, sonst kann es passieren, dass in der Mitte alles verkohlt und es am Rand noch lange nicht fertig ist. Man braucht Platz, um das Grillgut auf der jeweils passenden Temperaturzone zu platzieren. Die Grillgröße ist perfekt für zwei bis drei Personen. Die Temperaturregelung mittels Gebläse funktioniert gut und schnell. Der größte Vorteil dieser Grills ist die kurze Aufheizzeit von 4–5 Minuten und dass wenig Kohle und Anzünder verbraucht werden. So kann man mit einem 2,5-Kilo-Kohlesack rund zehn Mal grillen. Auch die Ein-Liter-Flasche Anzünder, die es ab 3,99 Euro gibt, hält ewig. Wichtig ist die Benutzung von Bruchkohle, die Hersteller empfehlen Buchenholz, da Briketts nicht gut in die Feuerkörbe passen. Die Glut hält zwischen 40 Minuten und einer Stunde, nach weiteren 30 Minuten ist der Grill wieder kühl genug zum Transportieren. Fans des Holzkohlearomas kommen allerdings nicht auf ihre Kosten, da das Grillgut nur wenig dieses typischen Geschmacks annimmt. Die Grills arbeiten nahezu rauchfrei, nur stark mariniertes oder fettiges Grillgut sorgt für etwas Qualm.

Bewertungen und Bestellmöglichkeit im Überblick

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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