Kia Soul 1.6 GDI Spirit im Test

18-Zoll-Räder und SUV-Urban-Styling-Kit (unter anderem schwarze
Radläufe) sind Teil der Spirit-Ausstattung.
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18-Zoll-Räder und SUV-Urban-Styling-Kit (unter anderem schwarze Radläufe) sind Teil der Spirit-Ausstattung.

© Dino Eisele
12.06.2014 - 12:00 Uhr von Peter Wolkenstein

Bei der zweiten Auflage des trendigen Soul ist Kia sehr behutsam vorgegangen. Wir haben den Benziner mit 132 PS getestet.

„Ich dachte, das wäre ein großer Mini.“ So oder ähnlich äußern sich viele beim Anblick des Soul. Damit hat der kastige Kia Soul sein wichtigstes Ziel erreicht: Sein markantes Design fällt auf. Der Soul will Begehren wecken – sonst bietet sich bei Kia der ähnlich große, aber günstigere und variablere Venga an.

Die stämmig auf breiten 18-Zöllern stehende eigenständige Mischung aus SUV und Van bietet einen großzügig geschnittenen Innenraum mit ansprechend eingerichtetem Cockpit. Steile Scheiben und eine erhöhte Sitzposition ermöglichen – außer nach schräg hinten – eine gute Rundumsicht. Groß gewachsene Insassen müssen auch im Fond des Kia Souls keine Angst haben, sich Kopf oder Knie zu stoßen. Eng geht es nur im Gepäckraum zu: Es passen nur kümmerliche 238 Liter rein, wobei unter dem Ladeboden eine riesige Styroporwanne mit abgeteilten Ablagen steckt. Ohne sie steigt das Volumen mit immerhin 354 Litern fast auf Golf-Niveau, allerdings muss man das Gepäck über eine hohe Ladekante hieven.

Kia Soul mit wenig Temperament

Zurück ins Cockpit und den Startknopf gedrückt. Als einzigen Benziner gibt es den 1,6-Liter-Direkteinspritzer nun mit 132 PS. Davon ist in dem 1,3-Tonner nicht viel zu spüren. Solange der Sauger nicht gefordert wird, gefällt er mit guter Laufkultur und sauberer Gasannahme ab Leerlauf. Für etwas mehr Nachdruck sind hohe Drehzahlen nötig. Zu denen schwingt er sich nur mit Mühe auf, was nicht ohne Auswirkungen auf den Testverbrauch (8,6 l/100 km) bleibt. Auch das Fahrwerk des Kia Souls wirkt wenig engagiert und agil, zudem rollt der Kia mit den flachen 235/45er-Reifen steifbeinig ab. Trotz dreier verschiedener Modi liefert die Lenkung wenig Rückmeldung, wobei der Soul ohnehin nicht zum Kurvenkratzen animiert.

In dieser Hinsicht macht der Kia Soul dem Mini Countryman keine Konkurrenz. Doch eine Alternative ist er allemal – und günstiger obendrein: Der Einstieg beginnt bei 16.990 Euro, für das getestete Top-Modell Spirit ruft Kia 22.790 Euro auf – inklusive vieler Extras wie Spurhalte- und Fernlichtassistent.

Technische Daten:

Soul 1.6 GDI

Leistung: 97 KW (132 PS)
Drehmoment (bei U/min): 161
Höchstgeschwindigkeit:185 km/h
Grundpreis:22.790 €

Quelle: 2014 Motor-Presse Stuttgart
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