DFB-Vize Koch über Fischer-Auftritt: "Vielleicht etwas blauäugig"

DFB-Vize Koch über Fischer-Auftritt: "Vielleicht etwas
blauäugig"
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DFB-Vize Koch über Fischer-Auftritt: "Vielleicht etwas blauäugig"

 © SID
31.05.2017 - 15:56 Uhr

Rainer Koch hat eingestanden, dass der Halbzeitauftritt von Helene Fischer beim DFB-Pokal-Finale nicht die optimale Entscheidung gewesen sei.

München (SID) - DFB-Vizepräsident Rainer Koch hat eingestanden, dass der Halbzeitauftritt von Schlagerstar Helene Fischer beim DFB-Pokal-Finale zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt (2:1) am vergangenen Samstag nicht die optimale Entscheidung gewesen sei. "Wir waren letzte Woche der Meinung, dass die Fans das toll finden, das war vielleicht etwas blauäugig", sagte der Präsident des bayerischen Fußballverbandes (BFV) im Studio-Interview bei Sky Sport News HD.

Der DFB-Funktionär äußerte, dass der Verband seine Lehren daraus ziehen werde: "Jetzt haben wir mitbekommen, dass es an diesem Samstag wohl nicht das Richtige war und daraus werden wir lernen und das auch gegebenenfalls nicht wiederholen." Koch warnte davon, den Bogen zu überspannen: "Es bleibt der Umstand, dass die Gesellschaft eventisiert ist. Aber das Warnsignal ist auch ernst zu nehmen, wir dürfen es nicht überdrehen."

Gegen Helene Fischer hatte es ein gellendes Pfeifkonzert im Berliner Olympiastadion gegeben. Außerdem gab es Schmähgesänge aus den Fankurven gegen den Deutschen Fußball-Bund (DFB). Für Koch geht die wachsende Kritik am DFB und an der Kommerzialisierung des Fußballs nicht von der Mehrheit der Fans aus.

"Wir haben eine überragende Mehrzahl an Fans, die sich für friedlichen Fußball einsetzen. Diejenigen, die dem DFB den Krieg erklären, sind diejenigen, die am Dienstag in München die Sitze herausgerissen haben, auf den Platz geworfen haben, zehn Polizisten verletzt und sich am Tag zuvor in Braunschweig den Polizisten entgegengestellt haben", betonte der Jurist.

Beim Zweitliga-Relegationsspiel zwischen 1860 München und Jahn Regensburg (0:2) hatten am Dienstag Chaoten der Sechziger Sitzschalen, Stangen und andere Gegenstände in den Strafraum des SSV Jahn geworfen. Die Partie, die für 14 Minuten unterbrochen werden musste, stand vor dem Abbruch. Zuvor war es am Montag in der Erstliga-Relegation zwischen Eintracht Braunschweig und dem VfL Wolfsburg zu einem Platzsturm durch Anhänger der Gastgeber gekommen.

Quelle: 2017 SID (Sport Informationsdienst Neuss)
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