Mehrheit der deutschen Schwimmer fordert Olympia-Verschiebung

Mehrheit der deutschen Schwimmer fordert
Olympia-Verschiebung
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Mehrheit der deutschen Schwimmer fordert Olympia-Verschiebung

 © SID

Die Athleten des DSV haben sich angesichts der Coronakrise mit großer Mehrheit für eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio ausgesprochen.

Köln (SID) - Die Athleten des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) haben sich angesichts der Coronakrise mit großer Mehrheit für eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio ausgesprochen. Das teilte der DSV nach einer internen Umfrage unter den Olympia- und Perspektivkaderathleten mit. Mehr als 80 Prozent der Sportlerinnen und Sportler sprachen sich demnach für eine Verlegung aus, fast 90 Prozent empfinden die derzeitigen Wettbewerbsbedingungen als unfair.

Der DSV halte "die Verschiebung der Olympischen Spiele um mindestens ein Jahr für eine realistische Option", sagte DSV-Leistungssportdirektor Thomas Kurschilgen. In der aktuellen Situation laste "ein großer psychischer Druck auf nahezu jedem einzelnen Aktiven, hervorgerufen durch die aktuellen schwierigen Trainingssituationen, die fehlende Zielorientierung und die gesamte Planungsunsicherheit."

Der DSV schafft zudem insofern Fakten, dass ab sofort die noch bestehenden Möglichkeiten eines übergeordneten Bundesstützpunkttrainings und damit sämtliche Reisetätigkeiten unterbunden werden. Der Verband könne von seinen Athleten nicht verlangen, "sich selbst und ihre Mitmenschen einem Risiko auszusetzen, um am Traum von Olympia im Sommer festzuhalten."

Noch halten das Internationale Olympische Komitee (IOC) und auch die Organisatoren in Tokio am ursprünglichen Termin (24. Juli bis 9. August) fest. Allerdings räumen die Japaner mittlerweile die Möglichkeit einer Verschiebung ein, das IOC will innerhalb der nächsten vier Wochen entscheiden.

Eine Verschiebung sei "aus Gründen der Gesundheitsvorsorge, der Solidarität gegenüber der Gesellschaft und auch der sportlichen Fairness geboten", sagte Kurschilgen. Das IOC müsse nun Führungsstärke beweisen, die Vier-Wochen-Frist sei "viel zu spät. Diese Krise fordert vom gesamten Sport schnellere Handlungsoptionen."

Quelle: 2020 Sport-Informations-Dienst, Köln
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