Ferdinand Piech will bei VW aussteigen

GTI-Treffen Wörthersee, Piech & Piech
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GTI-Treffen Wörthersee, Piech & Piech

 © Markus Stier
Fri Mar 17 15:08:10 CET 2017 - Fri Mar 17 15:08:10 CET 2017 Uhr von Uli Baumann

Großaktionär und Familien-Patriarch Ferdiand Piëch plant wohl den Verkauf seiner Anteile am VW-Konzern.

Piech verhandelt mit den Eingentümerfamilien aktuell über den Aktienverkauf. Die Anteile des 79-Jährigen haben einen Wert von rund 1 Milliarde Euro und stellen 14,7 Prozent der Stammaktien an der Porsche SE dar, die wiederum über 52 Prozent der Stimmrechte am Volkswagen-Konzern verfügt.

Die Porsche SE hat dazu die folgende Stellungnahme zu dem geplanten Aktienverkauf abgegeben:

"Die Porsche Automobil Holding SE wurde davon unterrichtet, dass die Familien Porsche und Piëch Verhandlungen führen, ob die im Einfluss von Prof. Dr. Ferdinand K. Piëch stehenden Stiftungen den wesentlichen Anteil ihrer mittelbar gehaltenen Stammaktien der Porsche Automobil Holding SE an weitere Mitglieder der Familien Porsche und Piëch übertragen. Ob es zu den vorgenannten Veränderungen der Aktionärsstruktur der Porsche Automobil Holding SE kommt, ist aktuell nicht abzusehen."

Bereits vor wenigen Tage hieß es, dass Piëch seinen Aufsichtsratsposten bei Porsche verlieren könne. Laut der „Bild am Sonntag“ haben die Familien Porsche und Piëch sich geeinigt, Piëch sein Aufsichtsratsmandat bei der Porsche SE zu entziehen.

Ein Sprecher der Porsche SE sagte am Sonntag (12.3.2017), der Aufsichtsrat müsse bis Mitte April entscheiden, wer künftig dem Gremium angehören solle. Chefkontrolleur Wolfgang Porsche hatte am Rande des Autosalons in Genf am vergangenen Montag gesagt, es sei noch keine Entscheidung über die Besetzung gefallen.

Ferdinand Piëch, der am 17. April 80 Jahre alt wird, ist Miteigentümer von Porsche und damit auch Großaktionär von VW. Er war bis April 2015 langjähriger VW-Aufsichtsratschef und galt als mächtigster Mann bei Volkswagen. Er trat nach einem internen Machtkampf mit dem damaligen VW-Vorstandschef Martin Winterkorn von fast allen Ämtern zurück, er blieb lediglich Aufsichtsrat bei der Porsche SE.

Die Porsche SE gilt als eigentliches Machtzentrum, weil dort die milliardenschwere VW-Beteiligung liegt. Im zwölfköpfigen Aufsichtsrat sitzen alle wichtigen Familienvertreter, an der Spitze Wolfgang Porsche, Ferdinands Cousin. Die sechs Arbeitnehmervertreter haben allerdings kürzlich angekündigt, sich aus dem Gremium zurückzuziehen. Deshalb steht bei der Hauptversammlung am 30. Mai in Stuttgart die komplette Neuwahl des Aufsichtsrats an.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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