Supercar Drako GTE mit 1.200 PS

Drako GTE
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Drako GTE

© Drakomotors

Mit dem Drako GTE drängt ein weiterer Elektrosportwagen auf den Markt. Der über 330 km/h schnelle Elektrowagen wurde jetzt in Pebble Beach präsentiert.

Drako Motors ist ein neuer Player auf dem Markt der Elektrosportwagen. Das US-Unternehmen residiert im Silicon Valley und wurde vor gut zehn Jahren von Dean Drako und Shiv Sikand mit dem Ziel gegründet, potente, fahrspaßorientierte Elektroautos zu entwickeln. In Pebble Beach hat Drako Motors jetzt mit dem Drako GTE sein Erstlingswerk vorgestellt.

Der Drako GTE, den es auch in einer Track-Variante geben wird, erinnert optisch stark an den Fisker Karma, der später in den Karma Revero überging. Kein Wunder, stammt doch auch das Chassis von diesem. Gezeichnet wurde der Drako GTE von Lowie Vermeersch, der auch schon für Maserati, Ferrari und Pininfarina zum Zeichenstift gegriffen hat.

Vier E-Motoren mit zusammen 900 kW

Beim Antrieb setzt der GTE auf vier Elektromotoren, die jeweils 225 kW leisten. In Summe kommen so 900 kW oder umgerechnet 1.224 PS zusammen. Direkt an den Rädern gemessen soll das maximale Drehmoment insgesamt bei 8.800 Nm liegen. Die Momentenverteilung erfolgt per Torque Vectoring. Energie liefert den E-Maschinen eine flüssigkeitsgekühlte 450 Volt-Batterie mit einer Kapazität von 90 kWh, die zentral im Fahrzeugboden sitzt. Strom getankt werden kann per 15-kW-Onboardlader oder einem 150-kW-Schnelllader. Vorbereitet seien die Ladesysteme CCS und Chademo. Ladezeiten oder gar Angaben zur Reichweite nennt Drako Motors nicht. Dafür wird mit einer Höchstgeschwindigkeit von 331 km/h geworben.

Hinter den 21 Zoll großen Schmiedefelgen, die mit Reifen der Dimension 295/30 vorn und 315/30 hinten bezogen sind, ringt eine Karbon-Keramik-Bremsanlage um Negativverzögerung. Dazu beißen vorne Sechskolbenzangen und hinten Vierkolbenzangen in 395er Scheiben. Die Federelemente liefert der schwedische Spezialist Öhlins. In der Track Edition sind diese voll einstellbar, zudem können dann auch dreiteilige 20-Zoll-Felgen mit Sportpneus montiert werden.

Die Front des Drako GTE setzt sich mit schlanken Scheinwerfern über drei großen Kühlluftschlünden in Szene. Das Heck läuft unter weit ausgestellten Schulterpartien in einem Bürzel mit Heckdeckel und integriertem Spoiler aus. Auch hier fallen die Leuchten schlitzförmig aus. Das Untergeschoss gehört voll und ganz einem mächtigen Diffusor. Türgriffe sind nicht auszumachen. Die Seitenscheiben kommen rahmenlos daher.

Dass es sich bei allen Daten und Fakten zum Drako nicht um Informationen aus dem Reich der Fantasie handelt, wollte der Hersteller nun mit einem neuen Video auf Youtube beweisen. Darin ist zu sehen, wie ein Drako GTE ein Tesla Model S P100D im Sprint ausbeschleunigt. Ob in dem Clip alles mit rechten Dingen zugeht, können wir am Bildschirm freilich nicht abschließend beurteilen, doch wir wollen Ihnen das Video nicht vorenthalten.

Kleine Auflage, großer Preis

Im Innenraum setzt der Viertürer auf Einzelsitzschalen vorne und hinten – natürlich mit einem Mix aus Leder und Alcantara bezogen. Die Mittelkonsole bietet einen großen Touchscreen, der die wichtigsten Bedienelemente umfasst. Darunter gibt es auf einem Karbontableau vier klassische Drehschalter. Hier lassen sich die Fahrdynamiksysteme, die Verteilung des Antriebsmoments sowie die Rekuperation einstellen.

Gebaut werden sollen vom Drako GTE nur 25 Exemplare. Als Grundpreis wurden 1,25 Millionen Dollar genannt. Die ersten Autos sollen ab 2020 ausgeliefert werden.

Quelle: 2020 Motor-Presse Stuttgart
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