Golfsrudel: Die kurioseste VW Golf-Sammlung der Welt

VW Golf Sammlung Wien
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VW Golf Sammlung Wien

© Volkswagen AG
31.07.2018 - 12:06 Uhr von Patrick Lang

Ein Leben unter Gölfen – so könnte die Biographie von Josef Juza heißen. Das „Golfsrudel“ des Schornsteinfegers aus Wien umfasst 114 Exemplare des VW Golf. Natürlich keine Modelle von der Stange, sondern zahlreiche Kuriositäten.

So ein VW Golf ist ja ein Massenphänomen und man könnte meinen, mit diesem Umstand geht ihm so ein bisschen die Faszination flöten. Nun, wenn es jemanden gibt, der die kritischen Stimmen zum Schweigen bringen kann, dann ist es Josef Juza aus Wien. Denn eigentlich kommt seine Obsession für den Klassiker aus Wolfsburg aus einer ähnlichen Ecke. Die ersten Golf-Modelle, die sich der Österreicher zugelegt hatte, waren reine Vernunftsentscheidungen. Doch auf einer Oldtimer-Ausstellung passierte es schließlich: er verliebte sich in ein Erstserienmodell mit Trommelbremsen und Schwalbenschwanz-Heckschürze – der erste „unnötige Golf“ und damit Startschuss für eine Sammlung, die Ihresgleichen sucht.

114 Exemplare hat Juza mittlerweile zusammengetragen. Eine Anzahl, die er lediglich als Zwischenstand verstanden haben möchte. „Ich brauche nur kurz ins Internet zu sehen, und schon habe ich wieder ein tolles Exemplar gefunden, das praktisch nichts kostet“, erzählt der Sammler. Häufig sei der Transport teurer als der Kauf. Wenn man die Josef Juzas überdimensionale Garage unter ein Motto stellen möchte, dann könnte man sagen „Ein Golf für jeden Anlass“. Ob für die Rennstrecke, um darin zu wohnen, als Müllauto oder für den ultimativen Luxusanspruch – ein Auto wie ein schwarzes T-Shirt. Geht eigentlich immer.

G60, GTI und Öko-Golf

Hauptsächlich stehen in der Halle Exemplare der ersten drei Generationen. Mit von der Partie sind natürlich Klassiker wie der G60, aber auch ein Vorserien-Modell mit Schiebetür, ein e-Golf von 1981, ein Öko-Golf II mit Motorabschaltung im Freilauf, diverse GTI-Modelle, Wohnmobil-Aufbauten und der „Millionen-Golf“ mit namensgebender Laufleistung. Anders als in einem offiziellen Museum sind die Exponate hier nicht auf Hochglanz poliert, sondern in ihrer jeweils ganz eigenen Patina verblieben. Bei 114 Ausstellungsstücken ist das ohne Mechanikertruppe aber auch schwerlich anders zu gestalten. Doch es macht die Sammlung ehrlich und zu einem echten Stück automobiler Zeitgeschichte.

Momentan ist die Sammlung noch nicht frei zugänglich, doch das Ziel ist klar: Josef Juza möchte Direktor im eigenen Golf-Museum werden. Im Frühjahr 2019 soll es so weit sein, und die Pforten zum „ Golfsrudel“ werden geöffnet. Bis dahin können Sie in unserer Bildergalerie schonmal einen Blick auf die teilweise kuriosen Golf-Modelle aus dieser beeindruckenden Ansammlung werfen.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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