Tesla-Unfälle: Zwei Feuer und drei Tote in nur zwei Tagen

Ausbrennender Tesla Model S nach einem Unfall in der Schweiz.
Allerdings sind Unfälle nur sehr selten die Ursache für
Fahrzeugbrände, sagen Experten.
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Ausbrennender Tesla Model S nach einem Unfall in der Schweiz. Allerdings sind Unfälle nur sehr selten die Ursache für Fahrzeugbrände, sagen Experten.

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16.05.2018 - 14:44 Uhr von Marcel Sommer

Während Tesla-Chef und Visionär Elon Musk von einem Mikrophon zum anderen huscht, um sich schützend vor sein Unternehmen zu stellen, reißen die schlechten Nachrichten nicht ab. Innerhalb von rund 48 Stunden gab es 2 Feuer-Unfälle mit den E-Autos. Die Batterie soll schuld sein. 3 Menschen starben.

Am 10. Mai 2018 gegen 15:30 Uhr kam es nahe des Lago Maggiore auf der schweizerischen A2, kurz nach dem Ceneri-Tunnel, zu einem folgenschweren Unfall. Am Ausgang des Tunnels berührte ein Elektroauto (Tesla Model S) die Leitplanke und brannte völlig aus. Zeugenaussagen zufolge überholte der 48 Jahre alte deutsche Fahrer aus Baden-Württemberg kurz zuvor einige Verkehrsteilnehmer mit signifikant überhöhter Geschwindigkeit. Auf dieser Strecke herrscht seit einiger Zeit eine Tempobegrenzung auf 80 Kilometer pro Stunde. Als Grund für die schnelle und tödliche Feuersbrunst wird von der örtlichen Feuerwehr von Bellinzona die Lithium-Ionen-Batterie aufgeführt – auch, wenn Tesla bis dato erklärt, dass zum aktuellen Stand der Untersuchung die Feuer-Ursache noch nicht zu 100 Prozent bestimmt ist.

Zwei Tage zuvor starben zwei junge Männer

Zwei Tage zuvor verloren in Fort Lauderdale im US-Bundesstaat Florida zwei 18-jährige junge Männer auf der State Route A1A in einem brennenden Tesla ihr Leben. Einer der insgesamt drei Insassen überlebte den Unfall leicht verletzt. Nach Angaben der US-Behörde für Transportsicherheit NTSB hatte die Batterie Feuer gefangen, nachdem der Wagen mit hohem Tempo gegen eine Wand gefahren sei. Die Tatsache, dass der Streckenabschnitt unter Einheimischen als „Dead Man’s Curve“ bekannt sei, da viele Autofahrer dort zu schnell fahren, schließt auch eine falsche Programmierung des Autopiloten nicht vollständig aus. Denn der sowohl die Fahrspur als auch das maximal zulässige Tempo haltende Helfer schaltet sich, wie übrigens auch bei deutschen Herstellern, ab einer gewissen Fliehkraftüberschreitung einfach ab. Soll heißen: Wer unaufmerksam zu schnell in eine Kurve hineinpilotiert wird, die von einem menschlichen Fahrer mit reduziertem Tempo angefahren worden wäre, hat kaum eine Chance so schnell auf die Deaktivierung des Autopiloten zu reagieren und fährt geradeaus. Laut des NTSB-Chefs Robert Sumwalt gehe es bei dieser Untersuchung jedoch ausdrücklich nicht um den Autopiloten.

Auf diesem Video eines italiensichen Nachrichtensenders ist das brennende Auto und der Löschvorgang zu sehen sowie die Aussagen eines Feuerwehrmannes der Einsatzkräfte von Belinzona.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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