Mitsubishi L200 Facelift 2019 Weltpremiere

Mitsubishi Pickup L200 / Triton Weltpremiere 2018
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Mitsubishi Pickup L200 / Triton Weltpremiere 2018

© Mitsubishi
09.11.2018 - 11:38 Uhr von Torsten Seibt

Mitsubishi überarbeitet den Pickup L200. Jetzt feierte das neue Modell Weltpremiere in Thailand. Neben einer komplett neuen Außenoptik gibt es auch neue Assistenzsysteme, ein verbessertes Fahrwerk und stärkere Bremsen.

Der Mitsubishi L200 zählt weltweit zu den erfolgreichsten Midsize-Pickups und ist inzwischen ein echter Klassiker im Programm der Japaner. 1973 erschien die erste Version. Mit dem Wechsel zur L200-Generation 2 (1991) startete im Jahr 1993 auch der Verkauf in Deutschland. Stets bemühte sich der L200, etwas komfortabler und eleganter aufzutreten als die rauhbeinige Konkurrenz. Und mit dem Super Select-Allradantrieb, ein Permanent-4x4 mit abschaltbarem Vorderradantrieb und Geländeuntersetzung, hat der Mitsubishi L200 bis heute eine technische Alleinstellung auf dem Markt.

Neuer Mitsubishi L200 2019

Die fünfte Generation des Mitsubishi L200 wurde 2014 enthüllt und 2015 in Europa auf den Markt gebracht. Das gibt auch die Marschrichtung für das neue Modell vor, welches am 9. November 2018 Weltpremiere feierte. Mitsubishi spricht zwar von einer „neuen Generation“, doch es handelt sich eher um ein sehr umfangreiches Facelift, was auch dem üblichen Vierjahres-Zyklus im Pickup-Segment entspricht.

Designtechnisch hat vor allem der Mitsubishi Pajero Sport die Linie vorgegeben. Das ist ohnehin naheliegend, denn das große SUV Pajero Sport basiert im wesentlichen auf der Technik des L200 und wird wie dieser in Thailand gebaut. Der Pajero Sport wird in erster Linie in Asien und Australien angeboten. Mit der wuchtigen Schürze und den zusammengekniffen wirkenden Scheinwerfern hat der neue L200 nun endgültig die zuvor jahrzehntelang verfolgte Designlinie mit ausgeprägt runden Formen verlassen. Das gilt in erster Linie für die Front, die Kabinenseiten und die Ladefläche bleiben in der Grundform weitestgehend unverändert. Lediglich am Heck wird wiederum mit scharfen Kanten und stark umgeformten Leuchten der neue Stil komplettiert.

Neben dem umfangreichen Facelift ist auch eine nicht ganz so groß angelegte Renovierung des Innenraums angesagt. Das Grunddesign von Armaturenträger und Mittelkonsole samt Schalthebel und dem Wählschalter für das Allradsystem bleibt unverändert. Die Instrumente wurden jedoch neu gestaltet und ein neues Multifunktionslenkrad verbaut. In den höherwertig ausgestatteten Varianten gibt es mit Ziernähten abgestickte Verkleidungen auch für die Türen. Ein größeres farbiges Multi-Info-Display zwischen den beiden Rundinstrumenten ist ebenfalls neu.

Neue Assistenzsysteme

Beide verfügbare Allradsysteme (Super Select und Easy Select) werden um einen neuen Offroadmodus mit verschiedenen Fahrprogrammen ergänzt, wie man es bereits aus dem Geländewagenbereich kennt. Mit den Einstellmöglichkeiten Gravel, Mud/Snow, Sand und Rock (nur 4LLc) reguliert dieses Fahrprogramm über Eingriffe in Motorleistung, Antriebs- und Bremssystem bei Bedarf den Radschlupf und soll damit den Fahrer unterstützen. Zusätzlich gibt es eine elektronische Bergabfahrkontrolle.

Bei den Assistenzsystemen zieht je nach Ausstattungsvariante ebenfalls die Moderne ein:

  • Forward Collision Mitigation (FCM): erkennt Fahrzeuge und Fußgänger im Frontbereich.
  • Totwinkelwarnung (BSW mit LCA): erkennt Fahrzeuge hinter beziehungsweise schräg hinter dem eigenen Fahrzeug und unterstützt den Fahrer gegebenenfalls durch akustische und optische Warnsignale (Blinkleuchte im Fahreraußenspiegel) beim sicheren Fahrspurwechsel.
  • Rear Cross Traffic Alert (RCTA): hilft auf die gleiche Weise, beim Rückwärtsfahren Kollisionen zu vermeiden.
  • Ultrasonic Misacceleration Mitigation System (UMS): reduziert die Unfallgefahr durch zu starkes Betätigen des Gaspedals beim An- oder Rückwärtsfahren in Parkhäusern oder anderweitig beengter Umgebung.
  • Multi Around Monitor (assistiert durch Parksensoren): bietet einen komfortablen Überblick über die unmittelbare Umgebung durch Darstellung des Fahrzeugs aus der Vogelperspektive.

Bessere Bremsen, komfortableres Fahrwerk

Zusätzlich wird außerdem bei der Basistechnik nachgerüstet. Die vordere Bremsanlage wird vergrößert, um die Verzögerungsleistung und das Pedalgefühl zu verbessern. Neue Stoßdämpfer an der Hinterachse sollen mehr Fahrkomfort bringen. Außerdem wird das fünfstufige Automatikgetriebe durch ein sechsstufiges ersetzt. Noch keine Informationen gibt es hinsichtlich des Motors, ob der bisherige 2,4-Liter-Diesel in einer überarbeiteten Variante eingebaut wird, verrät Mitsubishi noch nicht. Dieser wird bislang in zwei Leistungsstufen (154 und 181 PS) angeboten.

Die Rechtslenkerversionen für den asiatischen und australischen Markt werden als erste Modelle erscheinen, Verkaufsstart in Thailand ist der 17. November. Die Europaversionen mit Linkslenkung lassen noch etwas auf sich warten, Mitsubishi plant einen Verkaufsstart in Deutschland Mitte 2019.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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