Neue Generation Iveco Daily (2020)

Die neue Iveco Daily-Generation wurde Anfang April 2019
vorgestellt.
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Die neue Iveco Daily-Generation wurde Anfang April 2019 vorgestellt.

© Iveco

Außen hat der Iveco Daily ein neues Gesicht bekommen. Innen gibt es gegen Aufpreis viele neue Assistenzssysteme, die das Fahrzeug als Basisfahrzeug für Reisemobile noch interessanter machen.

Drei Jahre hat Iveco an der neuen Daily-Version entwickelt. Wichtige Themen waren hierbei laut dem italienischen Hersteller Digitalisierung, Automatisierung und Elektrifizierung. Alles Punkte, die mit in neue Generation mit eingeflossen sind. Die neuen Modelle, deren Motoren alle die Euro 6d-Temp-Norm erfüllen, wurden Anfang April 2019 präsentiert. Künftig bietet Iveco den Daily mit zwei unterschiedlichen Motoren an: Ein 2,3-Liter-F1A-Motor, der zwischen 116 bis 156 PS leistet, und der 3,0-Liter-F1A-Motor mit 160 bis 210 PS im schweren Transporterbereich.

Mehr Assistenz- und Sicherheitssysteme an Bord

Insbesondere die Automatisierung spielt beim neuen Iveco Daily eine wichtige Rolle. Iveco liefert ab Werk einige Fahrerassistenzsysteme mit, die meisten davon gegen Aufpreis. Besonders interessant für Reisemobilisten sind drei davon: die automatische Notbremse, der Abstandsregeltempomat (950 Euro) sowie der aktiver Spurhalter (950 Euro). Die Kombination dieser drei Systeme nennt IvecoQueue Assist“ (1.050 Euro extra). In der Praxis bedeutet das: Wenn man über den Tempomat beispielweise in der Stadt 50 km/h eingibt, dann kann man dem System „alles“ überlassen. Der Transporter beschleunigt und bremst völlig selbstständig im Stop-and-go-Verkehr.

Das Besondere beim Bremssystem des neuen Iveco Daily ist, dass es bis zum völligen Stillstand bremst. Dies tun vergleichbare Systeme oft nicht. Will man dann weiterfahren, reicht ein kurzes Antippen des Gaspedals und das Fahrzeug fährt automatisch weiter. Unterwegs lenkt der Spurhalteassistent automatisch gegen, wenn das Fahrzeug droht eine Fahrbahnbegrenzung zu überfahren. Völlig überflüssig wird der Fahrer hinter dem Steuer allerdings nicht: Lässt man das Lenkrad los, fordert einen das System – ähnlich wie beim Crafter – nach einiger Zeit auf, das Lenkrad wieder in die Hand zu nehmen. Ein Highlight: Alle Assistenzsysteme sind auch für integrierte Reisemobile und für Fahrzeuge mit bis zu 7 Tonnen erhältlich.

Neu ist bei Iveco Daily auch die elektrische Festellbremse für 400 Euro extra, die einen störenden Handbremshebel überflüssig macht. Dies ist besonders interessant für Wohnmobil-Grundrisse, die zusammen mit dem umgedrehten Fahrersitz eine Sitzgruppe bilden. Somit gehört esmit der neuen Generation der Vergangenheit an, dass der Fahrersitz gegen die Handbremse stößt, wenn man die Drehkonsole benutzt.

Neuer Iveco Daily, neues Gesicht

Beim Blick auf die Fahrzeugfront werden weitere Neuerungen bei Kühlergrill und Scheinwerfer sichtbar. Letztere ändern sich ein wenig in der Form, die Scheinwerfer werden etwas flacher und sind nun optional als komplette LED-Scheinwerfer (950 Euro extra) erhältlich. Bisher waren nur die Tagfahrlichter mit LEDs bestückt. Der Hersteller verspricht, dass die LED-Scheinwerfer 15 % mehr Sichtbarkeit bringen sollen.

Interessant für Reisemobilfahrer ist auch, dass es sich beim neuen Touch-Naviceiver (ab 1.050 Euro) einstellen lässt, ob das Fahrzeug unter oder über 3,5 Tonnen wiegt. Der Bordcomputer reagiert auf Sprachsteuerung und das eigene Smartphone lässt sich mittels Apple Car Play und Android Auto auch ans System anschließen und dann darüber bedienen. Zusätzlich gibt es beim neuen Iveco Daily einen Reifendruckmonitor (350 Euro), der im Zentraldisplay die Druckwerte jedes einzelnen Reifens anzeigt, auch mit Zwillingsbereifung hinten.

Erdgas und Elektro?

Die Erdgasversion (NP) gibt es auch beim neuen Daily. Sie ist an blauen Flächen im Kühler erkennbar. Die Elektroversion wird vorerst weiter in alter Version verkauft, mittelfristig soll sie aber auch in auf Basis der neuen Version kommen.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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