Neue Mercedes S-Klasse (W223)

Die aktuelle Baureihe (W222) kam 2013 auf den Markt und erhielt
im April 2017 eine Modellpflege.
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Die aktuelle Baureihe (W222) kam 2013 auf den Markt und erhielt im April 2017 eine Modellpflege.

© Stefan Baldauf
04.07.2018 - 13:05 Uhr von Holger Wittich

Mercedes testet aktuell die neue S-Klasse, intern W223 genannt. Unser Erlkönig-Jäger hat die Tester nun bei der Erprobung erwischt und konnte erstmals das neue Cockpit fotografieren.

Die aktuelle Baureihe (W222) kam bereits 2013 auf den Markt und erhielt im April 2017 eine Modellpflege. 2020 geht die neue elfte Generation an den Start. Trotz der schweren Tarnung gibt sich die neue S-Klasse als solche zu erkennen. Klassisch die Proportionen mit den kurzen Überhängen, dem leicht abfallenden Kofferraumdeckel und der langen Motorhaube. Natürlich gibt der Prototyp noch nicht das finale Design wieder.

Neue Doppel-Displays in der neue S-Klasse

Schauen wir in die nächste Generation der S-Klasse: Zu sehen gibt es das große Tachodisplay vor dem Lenkrad. Im Erlkönig prangt der Bildschirm mit Tacho und Drehzahlmesser deutlich weiter in Richtung Fahrer und dürfte noch auf den aktuellen Armaturenträger aufgesetzt sein. Rechts daneben zeigen sich weit oben positionierte Luftschlitze. Unter der Abdeckung wäre in diesem Layout jedoch kein Platz mehr für einen weiteren Screen wie ihn die S-Klasse aktuell unter einem langgestreckten Cockpitdach vorweist. Einen ersten Hinweis auf die mögliche Cockpit-Gestaltung gab die Studie Maybach Vision Ulimate Luxury. Dort sind zwei große Displays nebeneinander untergebracht, jedoch eher freischwebend ohne Hutze. Die Lüftungsströmer sind daneben positioniert. Sicher wird die neuen Mercedes S-Klasse sich an diesem Doppel-Screen-Design orientieren.

Neue Mercedes-Klasse wird leichter

So viel ist jedoch klar: Die neue Mercedes S-Klasse fällt in der neuen Generation noch größer aus, um den Passagieren noch mehr Raum bieten zu können. Entsprechend muss auch beim Gewicht wieder einiges eingespart werden, nicht zuletzt dank Carbon und Aluminium wird das Gewicht deutlich sinken. Aktuell wiegt das Modell rund 2 Tonnen. Dazu verwendet Mercedes erstmals die neue Heckantriebsplattform MRA II, denn das aktuelle Modelle W222 basiert noch auf der einer Weiterentwicklung der alten W221-Plattform.

Mit Stand heute lässt sich nur wenig zu den möglichen Motorisierungen sagen. Fix ist aber: Um den Verbrauch zu senken, wird jeder Antrieb elektrifiziert – als Mildhybrid oder Plugin-Hybrid. Dazu hält natürlich ein 48-Volt-Bordnetz Einzug. Eine vollelektrische Version dürfte dann als EQ-Modell im Werk in Sindelfingen vom Band rollen.

W223 fährt autonom

Autonomes Fahren dürfte in der neuen S-Klasse ebenfalls ein großes Thema sein. Aller Voraussicht nach ist Level 4 drin, falls der Gesetzgeber die Rahmenbedingungen schafft. Ansonsten werden sich die Stuttgarter beim neuen Audi A8 das Aktivfahrwerk abgucken, dass im Falle eines Seiten-Crashs die Karosserie abhebt. Ebenfalls fix: Die neue S-Klasse erhält eine Super-Ausführung des eben erst vorgestellten MBUX-Connenctivity-Systems.

Analog zur aktuelle S-Klasse diversifiziert Mercedes seine Baureihe und stellt der S-Klasse eine Langversion, ein Coupé, sowie ein Cabrio und die Luxusversion Maybach zur Seite.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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