Ruhige Nächte für Besitzer von Porsche-Klassikern

Porsche 911 2.0 Targa F-Modell Soft-Window
Bild 1 von 1

Porsche 911 2.0 Targa F-Modell Soft-Window

 © Max Mallen/Porsche
07.11.2017 - 12:29 Uhr von Patrick Lang

Besitzer von klassischen Porsche können künftig ruhiger schlafen. Die Zuffenhausener bringen einen neuen GPS-unterstützten Diebstahlschutz für Old- und Youngtimer der Marke. Inklusive Alarm-App.

Das ist doch mal wieder ein Musterbeispiel für die Zusammenführung von Tradition und Moderne. Auf der einen Seite ein klassischer Porsche, auf der anderen Seite GPS-Satelliten-Technik und eine App fürs Smartphone. Die Zuffenhausener bringen im Frühjahr 2018 ein Diebstahlschutz-System für 356 und Co. auf den Markt. Es trägt den klangvollen Namen „Porsche Classic Vehicle Tracking System“ und besteht aus einem Sensorpaket, das an verborgenen Stellen im Fahrzeug integriert wird. Diese Sensoren sind in der Lage, mit einem europaweiten Sicherheitsnetz zu kommunizieren. Bei einem Diebstahlversuch löst das System einen Alarm aus, der das international agierende Sicherheitszentrum und den Fahrzeugbesitzer vom drohenden Unheil in Kenntnis setzt. Auch ein Abklemmen der Batterie verhindert das Signal nicht.

Sobald der Besitzer mit der zugehörigen kostenfreien App den unbefugten Zugriff bestätigt, werden die zuständigen Behörden informiert. Per GPS-Signal werden dabei der Aufenthaltsort oder die Fahrtroute des Autos ermittelt. Optional besteht auch die Möglichkeit, per Funkbefehl einen Wiederstart des Motors zu verhindern. Der Besitzer hält dabei den Kontakt zum Sicherheitszentrum desjenigen Landes, in dem er das Tracking System erworben hat, um damit Sprachbarrieren auch im Ausland zu vermeiden.

Gebiet und Geschwindigkeit festlegen

Je nach Ländervariante bietet die Porsche Classic App auch weitere Funktionen an, wie etwa Geofence. Wird ein Klassiker beispielsweise für eine Probefahrt ausgeliehen, kann ein Gebiet definiert werden, das nicht verlassen werden darf. Andernfalls wird ebenfalls Alarm ausgelöst. Auch die erlaubte Höchstgeschwindigkeit lässt sich festlegen und per Satellit verfolgen. Natürlich gibt es immer wieder Situationen, in denen das System keinen Alarm auslösen soll, etwa in der Werkstatt oder beim Transport via Anhänger. Für diese Fälle hält die App entsprechende Modi bereit, die den Alarm für einen definierten Zeitraum entschärfen.

Erhältlich ist das Porsche Classic Vehicle Tracking System bei Porsche Classic oder im zuständigen Porsche Zentrum. Sollten Sie jetzt anführen, dass das mit dem 356 gar nicht klappen kann, weil der über ein Sechs-Volt-Bordnetz verfügt – kein Problem. Dafür gibt es dann den passenden Spannungswandler. Ein Preisschild hat Porsche noch nicht an das Diebstahlschutz-System geklebt.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
Kommentare
Top-Themen
Wir blicken auf das untere Ende der Verkaufs-Hitparade des KBA und nennen die Modelle, die im Januar 2018 die ...mehr
Die Emissionen von Euro-5-Diesel lassen sich per Hardware-Update erheblich reduzieren. Laut ADAC liegen die Teile für ...mehr
Der neue Porsche 911 der Baureihe 991 ist bereits seit 2011 auf dem Markt und hat 2015 ein Facelift erhalten. 2018 ...mehr
Anzeige
Auto Motor und Sport
Anzeige
Anzeige