SUV: Die Tops und Flops im August

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen die SUV-Neuzulassungen in Deutschland für August 2017.
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In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen die SUV-Neuzulassungen in Deutschland für August 2017.

© Achim Hartmann
20.09.2017 - 08:00 Uhr von Torsten Seibt

Der Automarkt in Deutschland profitiert von der privaten Nachfrage. Das gilt besonders für die SUV mit satten 30 Prozent Zuwachs.. Wir haben die exakten KBA-Zahlen aus dem August und nennen die Gewinner sowie die Verlierer.

Bildershow: Die beliebtesten SUV>>

Ein kräftiger Aufschwung kennzeichnet den Ferienmonat August. Um deutliche 3,5 Prozent ging der Neuwagenabsatz im Vergleich zu 2016 nach oben, was in erster Linie den starken Absätzen bei privaten Käufern zu verdanken ist. Der Anteil von Privatkunden stieg um immerhin sechs Prozent, was wohl auch den zahlreichen Verkaufsaktionen der Hersteller im Zusammenhang mit der Diesel-Debatte zu verdanken ist. Analog dazu entwickelten sich auch die Antriebsarten, Pkw mit Dieselmotor schlossen im August 2017 mit einem Minus von -13,7 Prozent ab, während die Benziner um +15 Prozent höhere Absatzzahlen erreichten.

Beide Fakten haben erheblichen Einfluss speziell auf das Segment der SUV und Geländewagen. Denn dieses ist traditionell am stärksten in „privater Hand“, im August wurden weniger als die Hälfte der Neuzulassungen bei den SUV auf gewerbliche Halter geschrieben. Und: Speziell in größeren, schweren SUV ist der drehmomentstarke und sparsame Dieselmotor eigentlich ein Muss, während bei zahlreichen kompakten Offroadern für viele Käufer seit jeher der günstigere Benzinmotor Favorit ist.

SUV Neuzulassungen August 2018

Vor diesem Hintergrund können auch einige Verschiebungen in der Zulassungsstatistik gedeutet werden, die nicht nur saisonale oder Produktzyklus-Gründe haben. Denn auffällig ist, dass es besonders die schweren Luxus-SUV „erwischte“ und etliche Modelle mit einem sehr starken Rückgang konfrontiert sind. Plakative Beispiele für auffallend rückläufige Zulassungszahlen in diesem Segment sind der Porsche Cayenne mit -65 Prozent, der Mercedes GLE mit -45 Prozent oder der Volvo XC90 mit -34 Prozent.

Im Gegenzug machten die kompakten Modelle zum Teil einen Riesensprung nach vorne. Und um auch hier beim Thema Diesel-Rückgang zu bleiben, machte diesbezüglich vor allem Mercedes auf sich aufmerksam. Die GLC-Modellreihe explodierte förmlich bei den Neuzulassungen (+125 Prozent) und landet im August auf dem zweiten Gesamtrang direkt hinter dem Dauersieger VW Tiguan. Zurückzuführen ist das nicht zuletzt auf die Benziner-Nachfrage: Vor einem Jahr lag der Dieselanteil beim GLC noch bei 84 Prozent, im August 2017 nur noch bei 65 Prozent.

Die Benziner boomen

Analog dazu profitierten besonders SUV-Modelle, bei denen entweder ohnehin kein Dieselmotor im Angebot ist oder der Benziner traditionell am stärksten nachgefragt wird. Auch hier einige Beispiele der Gewinner-Modelle, auf welche dies zutrifft: Ford Ecosport +83 Prozent, Suzuki Jimny +66 Prozent, Lexus NX +56 Prozent. Beim Opel Mokka (+53 Prozent im August 2017, dritter Platz insgesamt) lag der Dieselanteil bei gerade einmal elf Prozent.

Einige weitere Modelle verdienen gesonderte Aufmerksamkeit im August. So überrascht der Nissan X-Trail mit einem Fabelwert von 2.011 Neuzulassungen und einer Steigerung um stolze +176 Prozent. Doch auf den zweiten Blick macht die Quote der gewerblichen Zulassungen von 93 Prozent klar, dass es sich hier zu einem großen Teil um Händlerzulassungen handelt. Davon kann beim Skoda Kodiaq nicht die Rede sein, der mit 1.754 Neuzulassungen erstmals in die Top Ten vorfährt und dort wohl auch dem Branchenprimus aus der eigenen Familie etliche Kunden abspenstig macht: Beim VW Tiguan gingen die Zulassungszahlen um -18 Prozent zurück.

Die exakten Verkaufszahlen und Platzierungen der SUV-Neuzulassungen im August 2017 zeigen wir Ihnen in unserer Fotoshow.

Hinweis: Bei der Zulassungsstatistik handelt es sich um die offiziellen Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg. Die Einteilung in die jeweiligen Klassen erfolgt per Schlüsselnummer über die Hersteller. In der Statistik können auch Modelle erscheinen, die es nicht auf den deutschen Markt gibt, oder nicht mehr gebaut werden. Diese Besonderheit kann bei der KBA-Statistik auftreten, wenn z.B. ausländische Fahrzeuge erstmals in Deutschland zugelassen werden oder Fahrzeuge eine neue Ident-Nr. erhalten.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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