Die Tops und Flops bei den SUV im Juli

In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen die SUV-Neuzulassungen in Deutschland für Juli 2017.
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In unserer Fotoshow zeigen wir Ihnen die SUV-Neuzulassungen in Deutschland für Juli 2017.

© Achim Hartmann
17.08.2017 - 09:02 Uhr von Torsten Seibt

Leichtes Plus im Gesamtmarkt, satter Zuwachs bei den SUV und eine kleine Revolution – die Offroader sind erstmals zulassungsstärkstes Segment! Wir haben die exakten Zahlen und Platzierungen.

Bildershow: Die meistverkauften SUV>>

Mit einem leichten Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat bleiben die Neuzulassungszahlen in Deutschland auf Wachstumskurs. Einmal mehr ziehen jedoch die SUV (+23,7 Prozent) mit Volldampf an der Karawane vorbei. Mit 64.373 der insgesamt 283.080 Neuzulassungen im Juli 2017 gibt es einen echten Paukenschlag: Zum ersten Mal stellen die Geländewagen und SUV das stärkste Segment, überholen die Kompaktklasse bei den Erstzulassungen.

Doch nicht alle Marken und Modelle profitieren vom Boom. Exemplarisch dafür ist Jeep, neben Land Rover die einzige Geländewagenmarke. Der Offroad-Spezialist aus den USA läuft der Vorjahresform nach wie vor hinterher, dabei schmerzen die -58 Prozent beim kompakten Renegade noch mehr als die -82 Prozent beim stückzahlschwächeren Jeep Cherokee. Ein Grund hierfür könnte ebenfalls Jeep heißen: der zwischen beiden Modellen platzierte neue Jeep Compass könnte bei Renegade- und Cherokee-Interessenten gleichermaßen zu Kaufzurückhaltung geführt haben, ist aber gerade erst in den Verkauf gestartet und noch kaum an Endkunden ausgeliefert worden. Da wird es Zeit für einen strammen Endspurt im Herbst.

Große Geländewagen verlieren stark

Sehr zurückhaltend läuft es derzeit vor allem bei den großen Geländewagen und SUV. Das mediale Dauerfeuer auf den Dieselmotor scheint diese Dickschiffe besonders zu treffen. Nachdem allerdings für die wenigsten Interessenten ein erheblich verbrauchsintensiverer Benziner eine Alternative in einem dieser Zwei-Tonnen-Geräte ist, dürfte das nicht unerheblich zu Rückgängen von beispielsweise -38 Prozent beim Porsche Cayenne oder -27 Prozent beim Mercedes GLE beitragen. Das KBA untermauert diese Zahlen mit einem Trend, der angesichts der Klima-Ziele nicht erfreulich wirkt: Der Anteil von Benzinmotoren unter den Neuzulassungen im Juli stieg um elf auf 56 Prozent, der von Dieselmodellen sank um fast 13 auf rund 40 Prozent. Damit einhergehend stieg der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller Neufahrzeuge, der lange Zeit rückläufig war, im Juli wieder an, auf jetzt 128,4 g/km.

Von der Zulassungsschwäche der deutschen SUV-Flaggschiffe können im Juli vor allem Importmarken profitieren. Auf den ersten 20 Plätzen finden sich ausschließlich kompakte SUV-Modelle. Wobei die Zuwachsraten von Ford Ecosport, Volvo XC60 und Renault Captur besonders stark ausfallen. Dafür schrumpft im Juli der Vorsprung des ewigen Ersten. Mit einem Rückgang um -22 Prozent gegenüber Juli 2016 rücken die Verfolger dem VW Tiguan näher. Zumal sich speziell der Opel Mokka und der Mercedes GLC auf den Plätzen zwei und drei um jeweils satte 60 Prozent steigern konnten.

Hinweis: Bei der Zulassungsstatistik handelt es sich um die offiziellen Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes in Flensburg. Die Einteilung in die jeweiligen Klassen erfolgt per Schlüsselnummer über die Hersteller. In der Statistik können auch Modelle erscheinen, die es nicht auf den deutschen Markt gibt, oder nicht mehr gebaut werden. Diese Besonderheit kann bei der KBA-Statistik auftreten, wenn z.B. ausländische Fahrzeuge erstmals in Deutschland zugelassen werden oder Fahrzeuge eine neue Ident-Nr. erhalten.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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