Top 10 Ranking Oldtimer mit H-Kennzeichen

Die beliebtesten Oldtimer in Deutschland. Opel Kadett: 4.930,
mit H-Kennzeichen H-Kennzeichen-Quote: 36,6%, Gesamtbestand über 30
Jahre: 13.482.
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Die beliebtesten Oldtimer in Deutschland. Opel Kadett: 4.930, mit H-Kennzeichen H-Kennzeichen-Quote: 36,6%, Gesamtbestand über 30 Jahre: 13.482.

© auto motor und sport
05.11.2018 - 09:30 Uhr von Andreas Of

Über 2 Millionen Oldtimer und Youngtimer sind in Deutschland unterwegs, ein Drittel davon ist mit H-Kennzeichen angemeldet. Ganz vorne in der Statistik steht der VW Käfer, München und Neuss sind die Oldtimer-Hochburgen.

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Der Käfer schlägt sie alle: Deutschland beliebtester Oldtimer hat zwei Türen, einen Boxermotor im Heck und zwei runde Scheinwerfer in den Kotflügeln. Vom einstmals meistproduzierten Auto der Welt sind in Deutschland 51.009 Exemplare zugelassen, die älter sind als 30 Jahre. Ein Käfer kann auch jünger sein, 2003 lief in Mexiko das letzte Exemplar der Ultima Edicion vom Band. Der offizielle Import endete 1985. Zu diesem Zeitpunkt waren schon die ersten Mercedes W 124 auf den Straßen unterwegs, knapp 9.000 Exemplare der Mittelklasse-Baureihe aus den Baujahren bis 1988 sind noch in Deutschland registriert. Ein gutes Drittel davon, exakt 2.951 Mercedes W 124 bekamen mit einem H-Kennzeichen ihren guten Originalzustand behördlich bestätigt. Weil der W 124 bis 1997 verkauft wurde, dürfte es noch dauern, bis die erste E-Klasse-Baureihe in der H-Kennzeichen-Statistik zu ihrem Vorgänger aufschließt.

Nummer zwei: Mercedes W 123

Die Nummer zwei unter den Oldtimern ist der Mercedes W 123 – und zwar sowohl bei den Über-30-Jährigen als auch bei den H-Kennzeichen. Offenbar wechselt nicht jeder Besitzer eines über 30 Jahre alten Autos auf die Nummer mit dem „H“ am Ende. Die Quote der historischen Kennzeichen ist ganz unterschiedlich, der W 123 kommt mit 72,6 Prozent auf einen relativ hohen H-Anteil. Über 30 Jahre alt sind sowieso alle W 123: Die Produktion endete 1986. Am höchsten ist die H-Kennzeichen-Quote bei Modellen von Mercedes und Porsche; 80,4 Prozent der über 30 Jahre alten 911 haben ein H-Kennzeichen.

Autos mit kleinem Hubraum wie Fiat 500 und Citroën 2CV, bei denen die Steuerersparnis gering ist, sind häufiger ohne „H“ angemeldet als solche mit großem Hubraum. Auch der Wert und die Nutzung als Freizeit- oder Alltagsauto scheint eine Rolle zu spielen: Über 30 Jahre alte VW Golf oder Passat sind deutlich seltener mit einem H-Kennzeichen unterwegs als Mercedes SL und Porsche 911.

Oldtimer-Studie 2018

Die Daten sind Teil einer Studie des Institus für Demoskopie Allensbach und BBE Automotive, einer Kölner Firma, die Unternehmen in der Automobilindustrie berät. Laut dieser Studie, die den Markt für klassische Automobile untersucht, geben die Besitzer von Young- und Oldtimernin Deutschland jedes Jahr 15 Milliarden Euro aus. Rund 10 Milliarden Euro, also zwei Drittel dieser Summe, werden für Autos im Alter von mindestens 20 Jahren ausgegeben. Der Markt wachse gerade bei Oldtimern ab 30 Jahren, erklären die Autoren der Studie. Wachsen werde auch der Bestand an Oldtimern: von 675.000 im Jahr 2018 auf 800.000 im Jahr 2020. Zwischen 2008 und 2018 sei der Bestand an Autos, die über 30 Jahre alt sind, jährlich um 8,2 Prozent gestiegen. Rund 70.000 der Über-30-Jährigen Autos sind noch im Alltag unterwegs.

Im Kommen sind übrigens japanische Marken: Diese haben bei den Youngtimern mit sechs Prozent einen dreimal so hohen Anteil wie bei den Oldtimern (2%). Mit 70% stellen deutsche Marken den größten Anteil an den Oldtimer-Zulassungen. Es folgen Italiener mit 7% und britische sowie US-Marken mit jeweils 6%. Fünf Prozent der Oldtimer kommen von französischen Marken.

Sinkende Preise bei Mercedes SL und Porsche 911

Die Auswertung der Daten von Versicherungen und Inseraten in mobile.de ergab leichte Preiskorrekturen bei einigen Oldtimern; der Höhenflug der Marktpreise scheint gebremst. Im Schnitt stand ein Oldtimer 86 Tage im Netz, die Zahl an Inseraten sei stabil geblieben. Preise für Youngtimer seien laut der Studie stark, jene für Oldtimer leicht gesunken. Speziell Mercedes SL und Porsche 911 würden länger und zu niedrigeren inseriert. Bei sehr teuren Autos wie etwa BMW Z8 und Mercedes 300 SL habe es laut Studie die stärksten Korrekturen gegeben. Als relativ wertstabil gelte die Klasse zwischen 40.000 und 60.000 Euro. Was viele wissen, bestätigt die Studie: Coupés, Sportwagen und Cabrios haben ein höheres Wertsteigerungspotenzial als Limousinen und Kleinwagen.

Oldtimer-Hochburgen: München und Neuss

An allen in Deutschland zugelassenen Autos haben Oldtimer einen Anteil von 1,5 Prozent. Fast doppelt so hoch ist der Anteil im Rhein-Kreis Neuss. Dort sind 2,9 Prozent aller Autos älter als 30 Jahre. Die meisten Oldtimer sind in München zugelassen: 19.633 Autos Oldtimer, sind sort zugelassen das entspricht 2,7 Prozent aller in München zugelassenen Autos. Berlin und Köln folgen mit 17.183 und 15.111 zugelassenen Oldtimern auf Platz zwei und drei. In Berlin liegt der Oldtimer-Anteil mit 1,4 Prozent fast im Bundesdurchschnitt, in Köln ist er mit 1,9 Prozent etwas höher.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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