Diese Oldtimer bekommen 2018 ein H-Kennzeichen

Der Opel Corsa GSi darf ab 2018 auch ein H-Kennzeichen tragen. Allerdings nur, wenn er nicht dem zeitgenössischen Tuning "zum Opfer" gefallen ist. In unserer Bildershow zeigen wir weitere "Neu-Oldtimer"!
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Der Opel Corsa GSi darf ab 2018 auch ein H-Kennzeichen tragen. Allerdings nur, wenn er nicht dem zeitgenössischen Tuning "zum Opfer" gefallen ist. In unserer Bildershow zeigen wir weitere "Neu-Oldtimer"!

© Frank Herzog
21.11.2017 - 08:30 Uhr von Patrick Lang

Im kommenden Jahr knacken wieder einige Autos die 30er-Marke und qualifizieren sich somit für ein H-Kennzeichen. Wir haben die coolsten Anwärter ausgesucht. So viel vorab: 2018 wird ein heißes Jahr in der Oldie-Szene.

Bildershow: Oldtimer ab 2018>>

Okay, den Ferrari F40 vom vergangenen Jahr zu toppen, ist wirklich keine leichte Aufgabe – wir versuchen es trotzdem, denn auch für 2018 braut sich an der H-Kennzeichen-Front einiges zusammen. Alfa Romeo schickt den Spider 2000 mit Kat ins Rennen und stellt ihm das 1988er Facelift-Modell des Alfa 75 zur Seite. Großvolumiger wird es mit Alpina. Der B12 5.0, auf Basis des BMW 8er und der Alpina B10 3.5 treten der greisen Automobil-Gemeinschaft bei. Wir legen mal die alphabetische Reihenfolge zu Grunde und machen entsprechend mit dem Aston Martin V8 Zagato Volante weiter. Wobei der vermutlich selten zu sehen sein wird; es gibt nämlich nur 25 Exemplare. Was Audi da in den Ring schickt, ist schon etwas greifbarer. Zwei Modelle dürfen sich ab 2018 mit den in Blech gedrückten Oldtimer-Insignien schmücken: Das Audi Coupé (B3) und der Audi V8 in der 3,6-Liter-Version.

Warum ein H-Kennzeichen?

Für alle, die grade nicht so im Thema sind, hier ein kleiner Fakten-Überblick: Um ein H-Kennzeichen zu erhalten, muss die Erstzulassung mindestens 30 Jahre her sein und das Fahrzeug sollte sich weistestgehend im Originalzustand befinden. Also keine verbastelten Tuning-Gesellen-Stücke, sondern wenn, dann zeitgemäße Modifikationen mit Teilen aus der richtigen Epoche. Schließlich geht es hier um Wahrung automobilen Kulturguts.

Was in den ersten zehn Lebensjahren des Autos umgebaut wurde, wird vom Prüfer zumeist durchgewunken. Warum aber sollte man sich diese zusätzliche Untersuchung überhaupt antun? Dafür gibt es mehrere Gründe, besonders in der aktuell vorherrschenden Debatte um Fahrverbote, Feinstaub und Umweltzonen. Hat ihr Wagen das H-Kennzeichen an Heck und Bug, dürfen auch Umweltzonen befahren werden, ohne dass eine Schadstoffplakette notwenig wäre. Außerdem werden die Fix-Kosten beim Finanzamt gedeckelt. 191 Euro sind es dann pauschal pro Jahr, ungeachtet der Motorgröße. Im Umkehrschluss lohnt sich die Oldtimer-Kennzeichnung also nicht für alle Autos im Mindestalter von 30 Jahren. Nämlich dann nicht, wenn sich durch Leistung und Hubraum ein geringerer Steuerbetrag ergibt. Allerdings profitiert ein Auto als Oldtimer auch in puncto Versicherung. Für Oldtimer gibt es spezielle Tarife, ja sogar spezielle Versicherungsanbieter, die Ihre Leistungen präzise auf die Kfz-Senioren abstimmen.

Sechs- und Zwölfzylinder von BMW

Wen also bislang die Folgekosten aus PS und Hubraum vom Kauf eines Autos von 1988 abgehalten haben, der darf jetzt guten Gewissens zuschlagen. Beispielsweise bei BMW, die gleich eine richtige Ikone in ihre 30er entlassen. Der 220 PS starke E30 M3 Evolution II feiert seinen runden Geburtstag im kommenden Jahr. Zur Party kommen auch die 5er-Limousine aus der E34-Baureihe, inklusive M5 und der BMW 750i mit Zwölfzylinder unter der Haube. Als Türsteher könnten drei dicke Ami-Schlitten verpflichtet werden. Die Corvette C4 als 35th Anniversary-Edition, der Cadillac Seville mit 4,5-Liter-V8 (übrigens das erste Serienauto der Welt mit quer eingebautem V8) und der Ford Mustang Serie III mit Fünfliter-V8 und 228 PS.

War noch nichts für Sie dabei? Dann legen wir noch eine Schippe drauf: Jaguar lässt sich das XJR-S 5.3 Coupé mit einem Oldtimer-Kennzeichen veredeln und repräsentiert in dieser Aufstellung damit Großbritannien. Weil jedoch die deutschen Hersteller für das kommende Jahr so stark vertreten sind, hier nochmal drei Kandidaten: Der Opel Corsa (A) GSi knackt gemeinsam mit seinem Bruder Kadett 2.0i GSi 16V die 30er-Marke. Und einen gäbe es da noch, der sicher häufiger in der Szene auftauchen wird: der Porsche 911 aus der Baureihe 964 als Carrera 4. Dass das Ende der Fahnenstange in Sachen H-Kennzeichen 2018 hier noch lange nicht erreicht ist, sehen Sie in unserer Bildergalerie. Viel Spaß beim Planen der Klassiker-Kaufs.

Quelle: 2017 Motor-Presse Stuttgart
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