Fabian Kahl: Langsam wird seine Freizeit knapp

Fabian Kahl entspricht nicht dem klassischen Bild eines
Antiquitäten-Händlers - das fanden anfangs auch seine "Bares für
Rares"-Kollegen
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Fabian Kahl entspricht nicht dem klassischen Bild eines Antiquitäten-Händlers - das fanden anfangs auch seine "Bares für Rares"-Kollegen

 © ZDF/ Frank W. Hempel
12.07.2018 - 14:41 Uhr

"Bares für Rares" hat das Leben von Fabian Kahl verändert: Dank der ZDF-Sendung und seines Buches ist der Antiquitätenhändler beruflich viel unterwegs und hat außerdem noch einige Projekte in Planung. Das Privatleben gerät dabei langsam ins Hintertreffen, wie er im Interview verrät.

"Bares für Rares" ist das unangefochtene Erfolgsformat im Nachmittagsprogramm, und gelegentlich schafft die Sendung es sogar in die Primetime: Eine Sonderausgabe zeigt das ZDF am Donnerstag, den 12. Juli um 20:15 Uhr. Auch Fabian Kahl (26, "Der Schatzsucher") gehört dabei wieder zum Händler-Team. Ihn überrascht der Erfolg des Formats überhaupt nicht, denn, wie der Antiquitäten-Händler weiß, jeder trägt das Schatzsucher-Gen in sich. So auch Kahl selbst, den allerdings auch andere Projekte locken - unter anderem in Afrika, wie er im Interview mit spot on news erzählt.

Sie sind der Jüngste der "Bares für Rares"-Händler und entsprechen auch optisch nicht dem klassischen Bild des Antiquitätenhändlers. Wie wurden Sie anfangs von den anderen Händlern der Sendung aufgenommen?

Fabian Kahl: Am Anfang gab es bei den anderen schon diesen Gedanken: "Was will der jetzt hier?" Das hing auch davon ab, wie die Konstellation bei der Aufzeichnung war, aber Waldi (Walter Lehnertz, Anm. d. Redaktion) war zum Beispiel sehr skeptisch. Aber ich habe schnell gezeigt, dass ich trotz meines jungen Alters echtes Wissen habe und definitiv mithalten kann.

Und wie ging es Ihnen als der Jüngste im Bunde?

Kahl: Bei den ersten Folgen habe ich natürlich kein Wort rausbekommen, weil ich mich nicht getraut habe vor den anderen, die teilweise 20 oder 30 Jahre mehr Erfahrung haben als ich, meine Meinung zu sagen, aber das hat sich mit der Zeit gelegt. Ich wurde nie feindselig oder abwertend betrachtet, das war immer sehr freundschaftlich.

Wechselt das eine oder andere Stück nach der Sendung doch noch den Händler?

Kahl: Nein, wenn jemand etwas vor der Kamera kauft, dann gehört das ihm. Natürlich gibt es Fälle, bei denen ein anderer Händler eventuell einen Interessenten dafür hat und man ein gemeinsames Geschäft daraus macht, aber das kommt sehr selten vor.

Wie erklären Sie sich den großen Erfolg der Sendung?

Kahl: Das ist ein Thema, das viele Leute interessiert. Jeder hat ein Schatzsucher-Gen in sich und hofft immer auf den großen Fang. Eine Sendung, die in Expertisen alles haarklein erklärt ist interessant für den Zuschauer, vor allem weil er dann vielleicht auch in der eigenen Wohnung oder bei der Oma mal auf Schatzsuche geht. Zudem ist es ein Format, das über Kunst und Kulturgut bildet und immer in gleichen Bahnen läuft. In einer so gehetzten Zeit wie unserer ist diese schöne, ruhige und informative Sendung für manche vielleicht zu einem kleinen Anker geworden.

Wie hat sich Ihr Leben verändert, seit Sie Teil der Sendung sind?

Kahl: Es hat sich extrem verändert. Ich bekomme viele Angebote, bin viel unterwegs und werde oft auf die Sendung angesprochen. Die Leute wählen mich als Experten und Vertrauensperson aus, wenn sie etwas verkaufen aber nicht unbedingt ins Fernsehen wollen. Und ich hätte mein Buch nicht so erfolgreich veröffentlichen können. Es hat sich viel getan, was ich gut finde. Ich muss nur langsam aufpassen, dass meine Freizeit nicht völlig ins Hintertreffen gerät. Ich interessiere mich nebenbei nämlich noch für viele andere Dinge, vor allem für Natur und Umweltschutz.

Dafür wollen Sie zukünftig auch nach Afrika reisen, richtig?

Kahl: Ja, das stimmt. Ich will nicht auswandern, aber für zwei oder drei Monate im Jahr als Ranger tätig zu werden könnte ich mir vorstellen. Das ist der Plan für die nächsten zwei, drei Jahre. Aber auch in Deutschland gibt es sehr viele Defizite im Naturschutz. Zu erforschen, was vor der eigenen Haustür liegt wäre natürlich auch schön.

Quelle: spot on news AG
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