Erlkönige des Monats November 2019

Am Nürburgring ist ein Urus als Rettungsfahrzeug aufgetaucht.
Das Rescue Car könnte beim Markenpokal an den Start gehen.
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Am Nürburgring ist ein Urus als Rettungsfahrzeug aufgetaucht. Das Rescue Car könnte beim Markenpokal an den Start gehen.

© Stefan Baldauf

Die Autoindustrie testet ihre Zukunftsmodelle bevorzugt im Geheimen – wir haben sie dabei gestört. Im November sind uns neben den bekannten Gößen auch verschiedene Exoten vor die Linse gefahren. Wir zeigen Ihnen, was Sie eigentlich nicht sehen sollten.

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Manchmal hilft die Industrie in Sachen Erlkönigen selbst etwas nach, um mit etwas Indiskretion für Aufmerksamkeit zu sorgen. So geschehen bei Maserati im November 2019. Da schieben die Italiener ein paar Bilder von einem getarnten Sportwagen über den Tisch, garniert mit dem Hinweis, im Mai 2020 komme ein neuer Sportwagen. Und der scheint wirklich was ganz Neues zu sein. Beim Blick auf den Erlkönig zeigt sich: Es handelt sich um einen Zweisitzer mit Mittelmotor, der ein wenig an den eingestellten Alfa 4C erinnert.

Befeuert werden soll der Bolide von einem neuen V6-Hybridantriebsstrang, der später auch in anderen Maserati-Modellen zum Einsatz kommen soll. Klingt so oder so lecker.

Wiesmann macht den Gecko

Auch Wiesmann, die kleine Sportwagenmanufaktur aus Dülmen, steht unter britischer Führung kurz vor einem Comeback. 2020 kommt der Sportwagen mit BMW-V8, der aktuell unter dem Projektnamen Gecko entwickelt wird. Das Design zeigt klar die Linien des Wiesmann MF5. Das vollständig überarbeitete Chassis setzt auf Leichtbau. Es bleibt natürlich bei Hinterradantrieb. Davor spannt sich wieder ein V8-Motor von BMW – vermutlich der aus dem BMW M5. Welche Leistung der im Gecko bieten wird, ist noch nicht bekannt.

Lamborghini mit Survival-Urus

Auch Lamborghini beteiligte sich im November an den Exoten-Spielen. Am Nürburgring tauchte ein auffällig gelb-schwarz lackierter Urus auf. An der Front mit einem Rammbügel und einer Seilwinde bestückt, auf dem Dach ein Träger mit Zusatzscheinwerfern und am Heck außen ein Ersatzrad montiert. Unsere Vermutung: Ein Rescue-Car für die Urus-Offroad-Rennserie, die ab 2020 startet.

VW-Konzern-Spiele

Aber auch Graubrotiges brachten die Erlkönige im November. VW beteiligt sich am Prototyp-Reigen mit dem neuen Caddy, der auf dem MQB aufbaut und damit auf alle Golf-Features zugreifen kann – aber mit Sicherheit nicht wird. Dennoch wird er deutlich moderner und zeigt sich hinten mit einer Verbundlenkerachse und Tonnenfedern ausgestattet.

Wie ein elektrischer Tiguan aussehen wird, zeigt der erwischte VW ID.4 (wobei man sich den Opel-Grill aus der Kategorie „täuschen und tarnen“ natürlich wegdenken muss). Der E-SUV leistet bis zu 300 PS und kommt je nach Batteriegröße bis zu 550 Kilometer weit. Kommen, ja kommen soll er 2021.

Da dürfte ihm das Facelift des Bentley Bentayga noch zuvorkommen. Für 2020 sind neue Leuchten an Front und Heck sowie ergänzend jeweils neue Schürzen geplant. Auch in Sachen Infotainment und Assistenten wird nachgelegt.

Darüber hinaus durften noch die Modelle BMW M5, Seat Leon ST, Renault Talisman, VW Golf GTI, Mercedes-AMG GLA 45, Mercedes S-Klasse, Audi Q5, Aston Martin Vantage Roadster und Alpina XB7 vor der Kamera unseres Erlkönig-Fotografen Position beziehen.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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