Ferrari 488 GTO Erlkönig

Ferrari 488 GTO
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Ferrari 488 GTO

© Motor Magnet via Instagram
25.01.2018 - 14:14 Uhr von Andreas Haupt

Der italienische Sportwagenbauer Ferrari entwickelt den 488 GTB weiter zu einem GTO-Modell. Der weiter verschärfte Sportwagen wird deutlich leichter. Seine Premiere feiert er in Genf, zuvor wurde er von Instagram-User „Motor Magnet“ angeblich bei einer Händlerpremiere fotografiert.

Ferrari brachte den 488 GTB 2015 auf den Markt. Als Nachfolger des 458. Mit 3,9-Liter-Biturbo-V8 und 670 PS statt einem Hochdrehzahl-Saugmotor. Inzwischen hat Ferrari auch eine Spider-Version mit denselben Eckdaten aufgelegt. Trotzdem fahren Ferrari-Tester derzeit mit einem verhüllten 488 im öffentlichen Verkehr. An dem Testträger sind Frontschürze, vordere und hintere Kotflügel und die Seitentüren mit einer weißen Folie abgedeckt.

Ferrari 488 GTO als Gegner für Porsche 911 GT2

Das führte zu Spekulationen. Britische Medien wollten wissen, dass Ferrari an einem 488 GTO arbeitet. GTO, das steht für Gran Turismo Omologato. Der letzte Ferrari, der dieses Kürzel trug, war der 599, dessen V12 unter der vorderen Haube sitzt. Dieser GTO war die Straßenversion des Rennablegers XX und im Gegensatz zum zivileren 599 GTB auf exakt 599 Exemplare begrenzt. Ein weiterer Unterschied: Im Ferrari 599 GTO wütete der V12-Saugmotor mit 65 Grad Bankwinkel mit 670 PS. Im GTB Fiorano mit 620 PS.

Auch den 458 schärfte Ferrari vier Jahre nach seinem Erscheinen nach. Statt des GTO-Kürzels erhielt der Sportwagen allerdings den Beinamen Speciale. Die Ingenieure in Maranello frischten den V8 auf (605 statt 570 PS), modifizierten die Aerodynamik mit aktiven Elementen, rüsteten den 458 Speciale mit einer neuen Bremsanlage auf und gewichtsreduzierten ihn um insgesamt 90 Kilogramm. Der Speciale kam auf ein Trockengewicht von 1.290 Kilogramm.

Mit dem 488 hat Ferrari ähnliches vor, wie jetzt von einem Händlermeeting durchgesickerte Informationen bestätigen. Der vom 488-Challenge abgeleitete Biturbomotor soll rund 10 % an Gewicht verlieren und nennenswert an Leistung gewinnen. Der Biturbo-V8 könnte mit etwas mehr Ladedruck und kleineren Anpassungen die 700-PS-Marke überflügeln. Auch sonst soll der umfangreiche Einsatz von Kohlefaserlaminaat das Gewicht reduzieren. Die Schürzen vorne und hinten, die Hauben, der Heckspoiler und selbst die 20 Zoll großen Felgen sollen aus Carbon gefertigt werden. Auch im Innenraum soll viel Carbon verbaut sowie die Ausstattung deutlich reduziert werden. Das Trockengewicht des 488 GTB beträgt 1.370 Kilogramm. Unter 1.300 Kilo dürfte Ferrari den GTO schon bringen. nachgelegt wird auch bei der Aerodynamik. Rund 20 % mehr Abtrieb sollen die neuen Anbauteile bringen.

Der 488 GTO dürfte schneller sprinten als der 488 GTB (0 – 100 km/h in 3,0 Sekunden) und auch schnellere Rundenzeiten auf der Rennstrecke erzielen. Ein möglicher Gegner für den Sportwagen, der gerade in Zuffenhausen vorgestellte Porsche 911 GT2 RS.

Quelle: 2018 Motor-Presse Stuttgart
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