Alte Immobilien: Sanieren oder Abreißen?

Ein Neubau ist manchmal günstiger, als aufwendiges Sanieren.
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Ein Neubau ist manchmal günstiger, als aufwendiges Sanieren.

 © pixabay.com
09.11.2015 - 10:00 Uhr von MR

Ein eigenes Haus ist für viele ein großer Traum. Wer eine Immobilie von Eltern oder Großeltern erbt oder einen Altbaus kauft, für den wird dieser Traum scheinbar günstig. Doch wenn der Zustand dieser Häuser nicht dem aktuellen Standard entspricht, muss man nachbessern. Sanieren oder Abreißen ist dann die große Frage.

Vor- und Nachteile genau abwägen

Einen Altbau aus der Nachkriegszeit bekommt man derzeit zu einem relativ niedrigen Preis auf dem Immobilienmarkt. Doch auch wenn die Immobilienpreise steigen und sich die Investition in Wohneigentum lohnt, sollte der Preis bei gebrauchten Immobilien nicht allein den Ausschlag geben. Worauf man noch achten sollte, erfahren Sie hier.

Hat man ein altes Haus erworben, muss man mit zusätzlichen Kosten rechnen. Ob die Sanierung oder ein Abriss und ein anschließender Neubau sinnvoller und günstiger ist, sollte man genau abwägen.

Dafür sollte man sich seine Immobilie genau anschauen. Handelt es sich dabei um ein Objekt im Gründerzeit-Stil mit hübschen Stuck-Verzierungen? Oder ist der Altbau ein kleines Siedlungs- oder Soldatenhäuschen aus der Nachkriegszeit? Bei einem Haus aus der Gründerzeit fällt der Abriss aufgrund der besonderen Architektur naturgemäß schwerer. Doch egal welcher Baustil, es kommt auf den Zustand des Rohbaus an. Ist das Haus in einem technisch guten Zustand oder bestehen schwerwiegende Mängel? Dazu sollte man sich die Beschaffenheit des Tragwerks und der Bausubstanz anschauen. Schäden in der Bausubstanz oder dem Tragwerk lassen sich nur schwer beheben. Dann sollte man die Schadstoffbelastung des Baus prüfen. Lassen sich die Schadstoffe wie Asbest oder Holzschutzmittel nicht entfernen, kommt man um einen Abriss nicht herum. 

Energiestandards als entscheidender Faktor

Ist der Rohbau in Ordnung, kommt eine Sanierung prinzipiell in Frage. Allerdings entsprechen die alten Häuser nicht den heutigen Energiestandards. Dämmung, Heizanlagen, Elektrik und einfach verglaste Fenster lassen sich austauschen. In der Summe kann dies allerdings sehr teuer werden. Manche Altbauten sind auch nicht immer komplett energetisch aufrüstbar. Das kann über die Jahre finanzielle Nachteile mit sich bringen. Bei einer energetischen Sanierung sollte man also genau nachrechnen und prüfen, ob ein Neubau am Ende nicht günstiger wäre. Bei der Frage wieviel Geld man überhaupt aufwenden kann, hilft ein Baufinanzierungsrechner weiter.

 Mit einer Sanierung kann man zwar die Energiebilanz verbessern, aber nicht unbedingt den Grundriss des Haues. Die alten Siedlungshäuser haben geringe Wohnfläche, kleine Zimmer und niedrige Deckenhöhen. Das empfindet kaum noch jemand als zeitgemäß. Hier gilt es zu entscheiden, ob man damit leben kann oder nicht.

 Notwendig ist der Abriss also nur, wenn sich der Rohbau nicht retten lässt. In den anderen Fällen ist die Frage Abriss oder Sanierung also vor allem eine Frage des Geschmacks und des Geldbeutels. Als Faustregel gilt: Wenn die Umbaukosten mindestens 75 Prozent der Neubaukosten betragen, dann ist der Abriss meist die bessere Option.

Quelle: freenet.de
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