Mehr Geld und Erfolg durch ein Fernstudium

Das Fernstudium wird als Mittel zum Aufbau von Qualifikationen immer wichtiger, nicht nur für jüngere Leute.
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Das Fernstudium wird als Mittel zum Aufbau von Qualifikationen immer wichtiger, nicht nur für jüngere Leute.

 © ThinkstockPhotos / Wavebreak Media

Die Karriere versandet? Die Lust am Job schwindet? Lob vom Chef kommt immer seltener und das Gehalt steigt nicht mehr? Dies kann schleichend geschehen und viele Mitarbeiter fragen sich, warum sie nicht mehr vorankommen. Oft liegt es an der Qualifikation. Mit etwas Ausdauer kann die Karriere aber durch Weiterbildung gepusht werden. Mit einem Fernstudium können so die Lust an der Arbeit und der berufliche Erfolg zurückkommen – und auch das Gehalt steigt wieder. Darauf setzen Zehntausende Deutsche.

Über die Jahre kehrt im Job Routine ein, die meisten Aufgaben löst man spielerisch einfach – aber irgendwie geht es nicht mehr voran. Weder mit der Karriere, noch beim Geld. Es mangelt an Anerkennung und Bestätigung und die eigene Motivation leidet. Arbeitnehmer, die unzufrieden sind, sollten sich intensiv Gedanken machen, wie es weitergehen soll. Im schlimmsten Falle drohen sonst Burn-out oder Krankheit. Dabei ist es wichtig, frühere Ziele auf den Prüfstand zu stellen und sich zu fragen, ob man im Job im täglichen Trott bereits gefangen ist oder ob man noch Leidenschaft für seinen Beruf verspürt. Für eine erfolgreiche Karriere ist in der heutigen Arbeitswelt die permanente und fachübergreifende Weiterbildung sehr wichtig. Sei es durch laufende Fortbildungsmaßnahmen, punktuelle Auffrischungen wie Zertifikate oder ein Fernstudium.

Fernstudium: Zahl der Studierenden an Fernhochschulen wächst stetig
Denn die Zeiten, in denen es ausreichte, mit einmal erworbenem Wissen aus Studium oder Ausbildung durch die gesamte Berufslaufbahn zu kommen, sind endgültig vorbei. Insbesondere das Aufkommen der modernen Medien und die fortschreitende Digitalisierung der Arbeitswelt erfordern lebenslanges Lernen und persönliche Weiterentwicklung. Neben dem Erwerb von Zertifikaten und Weiterbildungsmaßnahmen boomt derzeit vor allem das Fernstudium. Waren 2010 noch 90.000 Studierende an Fernhochschulen in Deutschland eingeschrieben, waren es 2016 schon 160.000. Nach einer Studie der International University of Applied Sciences Bad Honnef Bonn (IUBH) ist der Fernstudien-Sektor mit einem Wachstum von knapp 7 Prozent pro Jahr eine der wachstumsstärksten Branchen im Bildungs-Bereich in Deutschland. Aus der Studie geht zudem hervor, dass sich die Gründe dafür wandeln, warum sich Menschen für ein Fernstudium an einer Fernhochschule entscheiden. So steht für viele die Verbesserung der Chancen am Arbeitsmarkt im Vordergrund, gefolgt von beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten, der persönlichen Weiterentwicklung und der Verbesserung der eigenen finanziellen Situation. Entsprechend folgert die IUBH, dass die Entscheidung für ein Fernstudium eher sachlichen Zwängen folge, während das klassische Präsenzstudium eher eine emotionale Entscheidung sei.

Doch nicht nur die aktuelle Karriere versuchen viele über das Erst- oder Zweitstudium an einer Fernhochschule zu befördern; das Fernstudium kann auch in außergewöhnlichen Lebenssituationen die Wahl und Chance sein, um voranzukommen. So nutzen beispielsweise viele Mütter und Väter mit Baby, Kind oder in Elternzeit die ohnehin anstehende Pause dafür, sich fortzubilden. Auch der Markt für Senioren, die nach ihrem Berufsleben noch etwas studieren wollen, wächst stetig. So können sich ältere Menschen ihren oft ein Leben lang gehegten Traum eines Studiums erfüllen. Viele reizt es auch, ihr Wissen zu vertiefen oder sich einer neuen Herausforderung zu stellen. Eine besondere Gruppe unter den Fernstudierenden bilden Leistungssportler, die von Wettkampf zu Wettkampf und von Trainingslager zu Trainingslager ziehen – oftmals rund um die Welt. Für sie ist das mobile und flexible Fernstudium häufig der einzige Weg, sich auf die Zeit nach der Sportlerkarriere vorzubereiten. Beispielsweise studieren die Beachvolleyball-Olympiasiegerinnen von Rio 2016, Laura Ludwig, und die deutsche Fußball-Europameisterin und Olympiasiegerin Melanie Leupolz an der SRH Fernhochschule – The Mobile University. Übrigens die erste private Fernhochschule, die vom deutschen Wissenschaftsrat akkreditiert wurde. Fernhochschulen eignen sich besonders für ein Studium neben dem Beruf – das ist nicht nur für Profisportler, sondern auch für viele Angestellte eine attraktive Option.

Weiterbildung: Der Anreiz liegt meist im finanziellen Bereich begründet
Die einzige deutsche Fernuniversität ist die staatliche Fernhochschule Hagen, an der aktuell mehr als 76.000 Studenten und Studentinnen eingeschrieben sind. Somit ist sie nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die größte deutsche Universität überhaupt. Diese Zahlen zeigen, wie stark der Markt mit dem Fernstudium boomt und wie wichtig heute für viele Menschen die permanente Fort- und Weiterbildung im Beruf geworden ist. Dies geht zudem aus der Trendstudie Fernstudium 2016 der IUBH hervor. Im Vergleich zur älteren Trendstudie werden einige Veränderungen sehr deutlich: So spielten „karriererelevante Faktoren und Ziele, insbesondere bessere Arbeitsmarktchancen (+ 8,9 Prozentpunkte) und ein beruflicher Aufstieg (+ 9,6 Prozentpunkte) innerhalb oder außerhalb des aktuellen Unternehmens“, eine immer wichtigere Rolle für die Entscheidung zu einem Fernstudium an einer Fernhochschule.

Neben dem Fernstudium sollten sich Angestellte, die beruflich vorankommen auch privat fortbilden – so banal es sich anhören mag. Karriereberater empfehlen ihren Kunden, Bücher zu lesen, Sprachen zu lernen und Kurse sowie Workshops zu besuchen. Essentiell ist heute auch ein qualifizierter Umgang mit neuen Medien im Internet. Oftmals gebe es bis heute in vielen Firmen keine kompetenten Ansprechpartner für die eigene Facebook-Präsenz oder die Unternehmens-Webseite. Wer hier Spezialwissen aufbaut, kann sich in der Firma schnell unverzichtbar machen und dem Chef positiv auffallen. Generell empfiehlt es sich auch, Veränderungen in der eigenen Branche genau im Blick zu behalten. Wer frühzeitig Trends erkennt und sich auf diese vorbereitet, kann ebenfalls punkten, die Karriere voranbringen, glücklicher werden und nicht zuletzt mehr Geld verdienen.

Quelle: freenet.de
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