Neues Jahr, neuer Job: So klappt der Wechsel

Das neue Jahr ist eingeläutet, Zeit für ein paar grundlegende Änderungen.
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Das neue Jahr ist eingeläutet, Zeit für ein paar grundlegende Änderungen.

© unsplash.com/Brigitte Tohm

Spätestens mit dem Jahreswechsel beschäftigt sich fast jeder Zweite mit guten Vorsätzen, die das neue Jahr zu einem Erfolgreichen machen sollen. Zum großen Teil zielen diese auf die Gesundheit, den Alltag und die Karriere. Ist man mit der derzeitigen Situation zufrieden? Wie steht es um Verbesserungsmöglichkeiten im Berufsfeld und in der persönlichen Weiterentwicklung? Seinen Vorsätzen treu zu bleiben, ist gar nicht so einfach. Doch gerade beim Jobwechsel stehen die Sterne günstig.

Neues Jahr, neues Glück – heißt es mal wieder. Das gilt auch für die typischen Neujahresvorsätze. Das Überdenken der eigenen beruflichen Perspektive steht neben dem Abspecken und gesünderer Ernährung ganz oben. Hat man sich eigentlich schon viel zu früh mit dem Alltagstrott und gleichbleibenden Aufgaben abgefunden? Diese und viele andere Fragen führen wohl dazu, dass viele sich zum Anfang des Jahres auf Jobsuche begeben, um sich beruflich zu verändern. Eigentlich genau der richtige Zeitpunkt. Denn am Anfang des Jahres fällen auch viele Unternehmen die wichtigsten Personalentscheidungen für das neue Jahr. Um nicht kopflos und chancenlos in die nächste Sackgasse zu preschen, geht es mit einer durchdachten Vorbereitung in den Jobwechsel.

Stärken, Reserven und Entwicklungschancen definieren
Gerade im ersten Schritt lauert bereits eine der größten Stolpersteine. Wer analysiert schon gern seine Persönlichkeit nach Schwächen und Stärken? Dabei sollte man sich gerade für diesen Abschnitt Zeit nehmen und dies gern mit dem eigenen Partner oder engen Freunden diskutieren. Hier bilden Transparenz, Ehrlichkeit und Offenheit eine der grundlegenden Komponenten, die eine treffende Charakteristik zusammenstellen.

Dabei ist es ebenso wenig vorteilhaft, ausschließlich die persönlichen Nachteile aufzuzählen, als überambitioniert nur von den Vorteilen und Stärken auszugehen. Der zukünftige Arbeitgeber möchte einen Bewerber, der in der Lage ist, offen und selbstreflektiert die eigenen

• Fähigkeiten,
• Fertigkeiten und
• Reserven zusammenzustellen.

Nur dann ist ein Arbeitnehmer auch bereit, sich auf neue Situationen und ein vollkommen neues Arbeitsumfeld einzustellen.

Chancen auf dem Arbeitsmarkt ausloten
Voller Euphorie und Motivation zum alten Arbeitgeber zu gehen und die Kündigung auf den Tisch zu knallen, noch bevor man selbst eine feste Zusage eines neuen Arbeitgebers hat, ist fatal und führt direkt zu einer unangenehmen, negativen Drucksituation. Im Grunde ist jeder Arbeitnehmer gegenüber seinem Arbeitgeber im Vorteil. Schließlich kann er sich frei auf dem Arbeitsmarkt umschauen, um sich über neue Perspektiven und Möglichkeiten zu informieren.

Gemeinsam im vertrauten Kreis loten Sie Ihre Stärken und Schwächen aus. Halten Sie die gewonnenen Erkenntnisse schriftlich fest. Sie bilden auch eine gute Basis für ein gelungenes Anschreiben, in dem Sie Ihre Fähigkeiten skizzieren können.

Warum Anfang des Jahres der perfekte Zeitpunkt für den Jobwechsel ist?
Nicht nur Arbeitnehmer selbst tragen sich im Januar mit schwerwiegenden Personalentscheidungen, sondern auch die Unternehmen. Denn sie definieren die eigenen Ziele Anfang des Jahres und legen fest, welcher Aufwand im Hinblick auf das Personal und die Ressourcen vonnöten ist. Es wäre also der perfekte Zeitpunkt, sich gerade Anfang des Jahres zu bewerben.

Wie Bewerber das passende Unternehmen finden?
Nun steht nicht gerade die Frage im Raum, wie viele Unternehmen in der eigenen Branche erfolgreich mitschwimmen, sondern welches Unternehmen, welche Struktur und welche Agentur am besten zu den persönlichen Anforderungen und Bedürfnissen passt. In diesem Zusammenhang ist es ratsam, sich einen ersten Eindruck über die Unternehmensstrukturen zu machen, bevor man überhaupt eine Bewerbung abgeschickt. Schließlich geht es um eine Verbesserung und eine Umorientierung im Zuge eines Jobwechsels. Im Zeitalter der zunehmenden Digitalisierung bevorzugen Bewerber das Internet für eine Information über ein Unternehmen.

Im Gegenzug sollten auch Unternehmen auf eine ansprechende Präsentation setzen. Spezialisierte Anbieter setzen sich dabei intensiv mit dem Unternehmen auseinander und entwickeln gemeinsam einen Webauftritt, der bereits vor den Vorstellungsgesprächen mit potentiellen neuen Mitarbeitern einen gelungenen Eindruck vermitteln. Experten wie die Agentur Junges Herz erkennen immer wieder, dass der erste Eindruck heutzutage über das Internet entsteht und dabei kann leider schon vieles schiefgehen. Oftmals wird die Zielgruppe schlichtweg verfehlt und passende Kandidaten kommen gar nicht erst auf die Idee, sich zu bewerben. So haben Studien herausgefunden, dass 90 % der Bewerber bei einem starken Unternehmen ein firmeninternes Job-Portal voraussetzen und sich direkt 70 % aller Befragten über eine Karriere-Webseite bewerben, die zu einem der wichtigsten Bausteine im Personalmarketing avanciert.

Mit einer Checkliste zum erfolgreichen Jobwechsel 2017
Als Bewerber ist es ratsam, sich eine Checkliste zu erstellen und die einzelnen Komponenten abzuarbeiten. Hier eine Auswahl der wichtigsten Checkpoints für einen reibungslosen und erfolgreichen Jobwechsel:

• eindeutige Entscheidungen: gehen oder bleiben,
• Recherche auf dem Arbeitsmarkt - Chancen und Möglichkeiten,
• neuen Arbeitsvertrag checken und unterschreiben,
• Kündigung beim alten Arbeitgeber, Kündigungsfristen beachten,
• Vertrag kontrollieren und Vereinbarungen einhalten,
• Arbeitszeugnisse erfragen,
• Nachfolger einarbeiten und
• Arbeitsmaterialien abgeben.

Ein positiver Anfang und eine Trennung im Guten
Hat es mit dem neuen Job geklappt, ist es dennoch von Vorteil, sich im Guten vom zukünftig ehemaligen Arbeitgeber zu trennen. Selbst wenn die Versuchung groß ist, Dampf abzulassen und alle Ärgernisse der letzten Jahre auf den Tisch zu werfen, ist die Möglichkeit mindestens ebenso groß, sich im beruflichen Leben einmal wiederzutreffen. Gleiches gilt auch für die Kollegen, mit denen man im alten Unternehmen über die letzten Monate oder Jahre gearbeitet hat. Hier gilt es, sich vor Augen zu halten, dass man im Moment der Kündigung bei einem neuen Arbeitgeber anfängt, um mit diesem positiven Gefühl auch aus dem Abschlussgespräch herauszugehen.

Quelle: freenet.de
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