So einfach können Sie Ihren Namen ändern

Namensänderungen sind in Deutschland unter gewissen Voraussetzungen möglich. 
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Namensänderungen sind in Deutschland unter gewissen Voraussetzungen möglich. 

© Imago/ Steinach

Viele Menschen sind mit Ihrem Namen unzufrieden. Dass es einfache Wege gibt, diesen zu ändern, wissen die unglücklichen Namensträger zumeist nicht. Wir erklären Ihnen, was Sie über Namensänderungen wissen müssen. 

Ein Leben unter neuem Namen zu führen, ist in Deutschland keineswegs abwegig. Den Familiennamen des Ehepartners nach der Hochzeit anzunehmen oder ihn nach der Scheidung wieder abzulegen ist gang und gäbe.

Name in Ausweisdokumenten ändern

Die Rede ist von zivilrechtlichen Namensänderungen.

Den Namen auf Personalausweis und Reisepass zu wechseln, ist jedoch auch in anderen Fällen auf Antrag bei der zuständigen Behörde möglich. Ein triftiger Grund muss für die öffentlich-rechtliche Namensänderung angeführt werden.

In der Zeitschrift „Finanztest“ (11/2018) geben Rechtsexperten über mögliche Namensänderungen Auskunft. Fragen zu Antrag, Zeitaufwand und Kosten werden beantwortet. 

Lesen Sie hier, was Sie über eine Namensänderung wissen müssen: 

  • Gründe für eine Namensänderung

    Die Zeitschrift „Finanztest“ nennt triftige Gründe für eine Namensänderung. Sogenannte Sammelnamen, also Namen, die viele Menschen tragen, können geändert werden. Zu den Namen zählen Müller, Meier, Schmidt, Lehmann, Krause und Schulz. Wer die Schreibweise seines Nachnamens ändern möchte, beispielsweise „ß“ durch „ss“ ersetzen möchte, muss ebenfalls einen Antrag auf Namensänderung stellen.
  • Antrag auf Namensänderung

    Menschen, die ihren bisherigen Namen ablegen möchten, müssen bei der Namensänderungsbehörde ihres Wohnsitzes einen Antrag stellen. Viele Behörden bieten den Antrag zum Download an oder stellen ihn auf Anfrage zur Verfügung. Die Zeitschrift „Finanztest“ empfiehlt, vor Antragsstellung Absprache mit der Behörde zu halten.
  • Unterlagen für eine Namensänderung

    Das zuständige Amt kann je nach Fall ein Führungszeugnis, Eheregister sowie psychologisches Gutachten einfordern.
  • Zeitlicher Rahmen

    Die Bearbeitung des Antrags kann mehrere Monate oder sogar bis zu eineinhalb Jahre in Anspruch nehmen. Bei Ablehnung und gerichtlichem Einspruch kann das Verfahren länger dauern.
  • Kosten

    Die anfallenden Kosten richten sich nach Verwaltungsaufwand und zuständigem Bürgeramt. Es gibt jedoch ein bundesweites Maximum. Für die Änderung des Familiennamens liegt es bei 1022 Euro.

Eine Änderung des Vornamens gestaltet sich in der Regel schwieriger als ein Wechsel des Nachnamens. Belastete Namen wie Adolf oder Osama zu streichen oder zu ändern, ist allerdings durchaus begründet, erklärt Markus Hellwig vom Standesamt in Berlin-Zehlendorf gegenüber der Zeitschrift „Finanztest“.

Reihenfolge von Erst- und Zweitnamen

Die Reihenfolge von Erst- und Zweitnamen kann ab dem 1. November 2018 beliebig variiert werden. Die Vornamen sind gesetzlich gleichberechtigt. 

Quelle: freenet.de
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