Lungenkrebs: Risikofaktoren, Symptome und Behandlung

Lungenkrebs
Lungenkrebs ist ein Tumor, der im Lungengewebe oder den tieferen Atemwegen sitzt. Jährlich erkranken tausende Menschen an der tückischen Krankheit.
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Lungenkrebs

Lungenkrebs ist ein Tumor, der im Lungengewebe oder den tieferen Atemwegen sitzt. Jährlich erkranken tausende Menschen an der tückischen Krankheit.

© collage freenet.de / imago
20.11.2018 - 09:00 Uhr

Im Alter von nur 49 Jahren erlag Kult-Auswanderer Jens Büchner seinem Krebsleiden. Die Diagnose Lungenkrebs erhielt er wenige Wochen vor seinem Tod. Lungenkrebs ist die dritthäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Eine Früherkennung ist bislang nicht möglich. Umso wichtiger ist es, Risikofaktoren und mögliche Symptome zu kennen. Hier erfahren Sie alles, was Sie über die Krankheit wissen müssen. 

Lungenkrebs, auch als Bronchialkarzinom bezeichnet, ist eine Krebserkrankung, die aus den Zellen der unteren Atemwege hervorgeht. Bei Männern ist es die zweithäufigste, bei Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung.

Risikofaktoren

Die häufigste Ursache von Lungenkrebs ist Tabakkonsum. Je länger und öfter Menschen rauchen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie an Lungenkrebs erkranken. Das gilt nicht nur für den Konsum von Zigaretten, sondern auch Pfeifen, Zigarren und Zigarillos. Gefährdet sind auch Passivraucher, also Menschen, die Tabakrauch lediglich durch das Einatmen ihrer Umgebungsluft aufnehmen. 

Umweltfaktoren und gefährliche Schadstoffe könne die Krebsentwicklung ebenso begünstigen. Laut dem Bundesamt für Strahlenschutz ist das Edelgas Radon die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs. Arbeiter im Bau, Bergbau und in der Metallverarbeitung sind krankheitsfördernden Stoffen wie Asbest und Quarzstäuben ausgesetzt und zählen ebenfalls zur Risikogruppe. 

Vermutet wird außerdem, dass vererbbare Faktoren Lungenkrebs verursachen können.

Symptome 

Lungenkrebs ist eine tückische Krankheit. Oft zeigen sich die Symptome erst in fortgeschrittenem Stadium. Das Problem: Die Beschwerden sind zumeist unspezifisch. Risikogruppen sollten gesundheitliche Veränderungen ernst nehmen und einen Arzt aufsuchen. Je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. 

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat die häufigsten Symptome für Lungenkrebs zusammengestellt:

  • hartnäckiger akuter Husten, der trotz adäquater Behandlung mit zum Beispiel Antibiotika mehr als zwei bis drei Wochen anhält
  • chronischer Husten, der seinen Charakter verändert
  • blutiger und unblutiger Auswurf
  • pfeifende Atmung, Atemnot
  • Fieberschübe und Nachtschweiß
  • Abgeschlagenheit
  • ungewollter Gewichtsverlust
  • Heiserkeit
  • Schmerzen im Brustbereich, Knochenschmerzen
  • Schluckbeschwerden

Früherkennung und Vorbeugung

Im Gegensatz zu anderen Krebsarten gibt es für Lungenkrebs keine Vorsorgeuntersuchungen. Umso wichtiger ist es, die Risikofaktoren zu minimieren und mögliche Symptome ernst zu nehmen. Der beste Schutz ist nicht zu rauchen. Es ist nie zu spät den Tabakkonsum zu beenden. 

Diagnose und Behandlung beim Bronchialkarzinom

Bei Verdacht auf Lungenkrebs werden Laboruntersuchungen, eine Röntgenaufnahme, Bronchoskopie, Computertomographie sowie ein Ultraschall eingeleitet. Bestätigt sich der Verdacht, folgen weitere Untersuchungen, die die Ausbreitung des Tumors zeigen sollen. 

Je nach Stadium gibt es unterschiedliche Therapieansätze. In Anfangsstadien bieten Operationen die Chance auf eine langfristige Heilung. Ist der Krebs bereits fortgeschritten, können die Betroffenen mit Chemo- und/oder Strahlentherapien behandelt werden. Um die Heilungsaussichten zu verbessern, werden die Therapieanstätze häufig kombiniert.

Je später der Krebs erkannt wird, desto geringer sind die Heilungschancen. Mit diversen Behandlungsansätze kann in Endstadien versucht werden, das Fortschreiten der Krankheit zu verhindern oder verlangsamen.

 

Quelle: freenet.de
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