Die geheimnisvolle Seite von "La Serenissima"

Menschenleer ist Venedig auch im Herbst nicht - aber doch
wunderschön
Bild 1 von 9

Menschenleer ist Venedig auch im Herbst nicht - aber doch wunderschön

© S.Borisov/ Shutterstock.com

Venedig des Nordens, Venedig Amerikas, Venedig der Niederlande - die "Serenissima" ist für viele Menschen zum Werbewort verkommen. Im echten Venedig waren trotzdem schon viele - vor allem im Sommer. Dabei lockt die Stadt der Gondeln besonders zur Herbstzeit.

In "Wenn die Gondeln Trauer tragen" gibt Venedig ein ziemlich düsteres Bild ab. Zwischen Nebelschwaden und unheimlichen Gestalten versuchen Julie Christie (79) und Donald Sutherland (84) den Tod ihrer Filmtochter zu verarbeiten. Eigentlich kein schönes Bild der "Serenissima" (Deutsch: Die Heitere). Doch wenn die ersten Nebelschwaden über den Canal Grande ziehen, legt sich eine geheimnisvolle Stimmung über die Stadt - es ist Herbst.

Venedig: Die Herbstzeitlose

Auch zu dieser Jahreszeit ist die Lagunenstadt nicht leer, da müssen wir uns gar nichts vormachen. Doch wo im Sommer Kreuzfahrtschiffe Verliebte, Familien und Italophile nach Venedig bringen, geht es im Oktober und November deutlich ruhiger auf dem Markusplatz zu.

Steht man im Sommer oft stundenlang Schlange, um in den Markusdom und den Dogenpalast zu kommen, erobert das "Acqua Alta" nun die größte Piazza Venedigs. Die Einheimischen überqueren sie dann auf Stegen, die über das alljährlich wiederkehrende Hochwasser führen. Zwar brauchen Besucher dann Gummistiefel, immerhin muss man für Dom und Palast aber nicht so lange anstehen.

Von den prachtvollen Gemächern des Dogen geht es weiter zu einer "seufzenden" Sehenswürdigkeit: Die "Ponte dei sospiri" (Seufzerbrücke) verbindet den Dogenpalast und das neue Gefängnis. Ihren Namen erhielt sie angeblich von den Verurteilten, die auf ihrem Weg ins Gefängnis Seufzer der Verzweiflung ausstießen.

Insel-Hopping mit dem Wassertaxi

Mit einem Katzensprung beziehungsweise Wassertaxi geht es auf die Nachbarinsel Burano. Die kleinen, bunten Fischerhäuser leuchten in der Herbstsonne besonders schön. Sollte es doch einmal regnen, bietet sich ein Ausflug in das Museo del Merletto an. Dort werden die weltberühmten Burano-Spitzen ausgestellt, die noch heute als Luxusgut exportiert werden.

Günstig nach Venedig im Spätherbst

Die Jahreszeit hat jedoch auch finanzielle Vorteile. Während man im Sommer Unsummen für ein Hotel bezahlt, lässt sich im Spätherbst das ein oder andere Schnäppchen machen. Na dann: "Benvenuti a Venezia!"

Quelle: spot on news AG
Top-Themen
So traumhaft ist Bayern Jedes Jahr strömen Millionen Besucher auf das Münchner Oktoberfest und damit nach Bayern.mehr
Diese Sehenswürdigkeiten dürfen Sie nicht mehr besichtigen Die Terrakotta-Armee, die Teil des Mausoleums des ...mehr
Zu teuer, zu überlaufen, zu öde: Auch über die beliebtesten Reise-Ziele lässt sich meckern.mehr
Anzeige