E-Taxis bald kabellos laden?

In Mülheim ist das „englische“ E-Taxi bereits bekannt. Per
Range-Extender kommt es auf eine Reichweite von 500 Kilometern.
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In Mülheim ist das „englische“ E-Taxi bereits bekannt. Per Range-Extender kommt es auf eine Reichweite von 500 Kilometern.

 © UDE/IAM

Elektrotaxis, die an öffentlichen Plätzen nach und nach vorrücken statt klassisch zu parken, können nicht kabelgebunden mit Strom aufgeladen werden. Das Projekt Talako erforscht daher kabellose Lademöglichkeiten.

Talako steht dabei für Taxi-Ladekonzept – angeschoben wurde das Pilotprojekt von der Universität Duisburg/Essen. Sie realisiert es gemeinsam mit sechs weiteren Partnern über eine Dauer von drei Jahren. Gefördert wird das Projekt dabei mit zwei Millionen Euro vom Wirtschaftsministerium.

„Unser Konzept funktioniert mittels induktivem Ladestreifen. Dieser ist unterirdisch in die Taxi-Warteschlange integriert“, erläutert Lehrstuhlinhaberin Prof. Dr. Heike Proff.

Getestet wird es im Laufe des nächsten halben Jahres von einem Taxiunternehmen in Mülheim an der Ruhr, wo eine Prototyp-Anlage gebaut wird. Anschließend soll eine Pilotanlage in Köln folgen, auf der maximal sechs E-Fahrzeuge zeitgleich aufgeladen werden können.

LEVC erreicht per Range-Extender bis zu 500 Kilometer Reichweite

Zu dem Forschungskonsortium gehören die Universität Wuppertal, die Stadt Köln, das Ingenieurdienstleistungsunternehmen Intis, Rhein-Energie, der Kölner Taxiruf sowie der englische Autobauer LEVC.

„LEVC ist ein Pionier auf dem Gebiet von Taxi-Elektrofahrzeugen und stellt die für London typischen Black Cabs her“, so Projektkoordinator Gregor Szybisty. „In Mülheim betreibt Taxi Stephany bereits einen LEVC. Dieser hat eine elektrische Reichweite von 130 Kilometern und kann sie bei Bedarf um 500 Kilometer verlängern, da ein Range-Extender an Bord ist.“

 

 

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