Das sollten Sie über die Schufa wissen

Rund um die Schufa ranken sich zahlreiche Fragen und Mythen. 
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Rund um die Schufa ranken sich zahlreiche Fragen und Mythen. 

© Imago/ Sven Simon

Für viele ist die Schufa ein unberechenbares Schreckgespenst. Aufbau und Vorgehensweise der privatwirtschaftlichen Auskunftei ist den meisten nicht bekannt. Wir erklären Ihnen, was sich hinter der Schufa verbirgt. 

Die Schufa

Kann die Schufa meinen Kredit ablehnen? Welche Informationen liegen der Auskunftei vor? Zahlreiche Fragen und Mythen ranken sich um die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung.

Die 1927 gegründete Auskunftei verfügt über 864 Millionen Daten zu Unternehmen und Privatpersonen. Was viele nicht wissen: Bei mehr als 90 % der Personendaten handelt es sich um positive Informationen, die sich nicht negativ auf potentielle Geschäftsabschlüsse auswirken. 

Auskunft über Kreditwürdigkeit und Bonität

Ziel der Schufa ist es, Zahlungsausfälle zu vermeiden und finanzielle Verluste zu verhindern. Dazu werden Zahlungserfahrungen von Unternehmen mit Kunden aufgenommen und analysiert. Aus dem Zahlungsverhalten leitet die Schufa schließlich die Kreditwürdigkeit der Personen ab, welche sie in einem Score-Wert angibt. Die finanzielle Zuverlässigkeit beziehungsweise Bonität kann von Unternehmen der Schutzgemeinschaft, aber auch Privatpersonen abgefragt werden. 

Wir beantworten Ihnen die wichtigsten Fragen rund um die Schufa: 

  1. An wen gibt die Schufa Auskunft?
    Pro Tag gibt die Schufa durchschnittlich 400.000 Auskünfte. Die Auskunftei gibt Informationen über eine Person an Unternehmen, die Teil der Schutzgemeinschaft sind, und an die Person selbst (einmal jährlich kostenlos) weiter. Zur Schutzgemeinschaft zählen Banken, Sparkassen, Handelsunternehmen, Telekommunikationsgesellschaften sowie Energieversorger.
  2. Welche Informationen hat die Schufa über mich?
    Die Schufa kann über Informationen zu Bankkonten, Kreditkarten, Leasingverträgen, Telekommunikationskonten, Versandhandelskonten, Ratenzahlungsgeschäften, Krediten, Bürgschaften sowie nicht-vertragsgemäßen Verhalten wie Zahlungsausfällen verfügen. Ferner sind persönliche Daten wie Name, Geburtsdatum und Anschrift gespeichert.
  3. Was weiß die Schufa nicht?
    Die Schufa kann keine Auskunft über Vermögen und Einkommen sowie Nationalität und persönlichen Verhaltensweisen beziehungsweise Einstellungen geben.
  4. Hat die Schufa bei der Kreditvergabe Mitbestimmungsrecht?
    Die Schufa entscheidet nicht über Kreditvergaben. Allerdings unterstützt sie Banken durch Informationen bei deren Entscheidung. Banken sind gesetzlich dazu verpflichtet, die Kreditwürdigkeit ihrer Kunden vor einer Kreditvergabe zu überprüfen. Aus der Überprüfung ergeben sich auch die Kreditzinsen.
  5. Wie können fehlerhafte Daten der Schufa korrigiert werden?
    Entdecken Sie Fehler bezüglich Ihrer Schufa-Auskunft, können diese unverzüglich beim Privatkundenservice gemeldet werden. Die Informationen werden anschließend in Rücksprache mit den meldenden Unternehmen geprüft und gegebenenfalls korrigiert.
  6. Was besagt der Schufa-Score?
    Der Score-Wert gibt die Kreditwürdigkeit einer Person an. Anhand der Daten früherer Geschäftsabschlüsse beurteilt die Schufa die Rückzahlungswahrscheinlichkeit der jeweiligen Person: je höher der Score, desto höher die Verlässlichkeit. Dass eine beantragte Schufa-Auskunft Einfluss auf den Score hat, ist ein weit verbreiteter Irrglaube.
  7. Wie wird der Score-Wert berechnet?
    Das Score-Verfahren ist für die Öffentlichkeit nicht einsehbar. Regelmäßige Überprüfungen von Universitäten und unabhängigen Fachinstituten sollen jedoch die Rechtmäßigkeit des Verfahrens garantieren.
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Quelle: freenet.de
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