Moderne Glücksritter - mit Physik und Mathematik im Casino gewinnen

Mathematik muss nicht langweilig sein. Ganz im Gegenteil: Mathematiker fahren damit immense Gewinne ein.
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Mathematik muss nicht langweilig sein. Ganz im Gegenteil: Mathematiker fahren damit immense Gewinne ein.

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09.08.2018 - 10:00 Uhr

Jeden von uns hat es mit Sicherheit schon mal in den Fingern gejuckt, in einem Casino das Glück auf die Probe zu stellen. Am liebsten natürlich in Las Vegas. Das hätte Stil. Dort den Jackpot an einem der Spielautomaten zu gewinnen scheint allerdings genauso hoffnungslos wie in jedem anderen Casino der Welt.

Wahrscheinlicher ist es, das große Geld mit Poker oder Blackjack zu machen. Schließlich gab es in den letzten Jahrzehnten immer mal jemanden, der mit einem Koffer voller Geld aus der Spielhalle ging.

Nur Geduld ...

Ganz so einfach ist das freilich nicht. In der Regel handelte es sich bei diesen Glücksrittern um clevere Strategen oder hochbegabte Naturwissenschaftler. Da wäre beispielsweise Gonzalo Garcia Pelayo. Der Spanier hat es geschafft, mit Roulette anderthalb Millionen Euro in mehreren Casinos zu erspielen, weil er sich mit Physik beschäftigte. Er nahm an, dass Roulettetische nicht ganz rund laufen. Je nachdem, an welcher Stelle die Unwucht auftrat, gewannen bestimmte Zahlen häufiger.

Bevor er jedoch sein eigenes Geld setzte, schaute er sich tausende Runden an und notierte die Ergebnisse, um eine Statistik zu erstellen. Durch die Analyse ergaben sich Zahlen mit höheren Gewinnchancen und die wählte er dann. Pelayo ist damit reich geworden, darf heute aber kein spanisches Casino mehr betreten. Auch Dominic LoRiggio, der “Mann mit dem goldenen Arm” investierte viel Zeit in die Vorbereitung und perfektionierte seine Würfeltechnik, um damit bis dato knapp 100.000 Euro beim Würfelspiel Craps zu erspielen.

Karten zählen kann reich machen

Edward Thorp hingegen setzte auf die hohe Mathematik. Der Professor besuchte in den 1960er-Jahren erstmals Las Vegas und war völlig fasziniert von Blackjack. Er erforschte Wahrscheinlichkeiten und nutzte einen leistungsstarken Computer der University of California für seine Berechnungen. Seine ausgefeilte Strategie des Kartenzählens brachte ihm einen Vorteil von bis zu fünf Prozent gegenüber dem Casino. In Zahlen bedeutete das: 70.000 US-Dollar Gewinn - pro Wochenende.

Thorp wurde reich und bekam reihenweise Hausverbote von Casino-Betreibern. Später veröffentlichte er ein Buch, in dem er über die Kunst des Kartenzählens schrieb. Es war Inspiration für viele andere, die es ihm gleichtun wollten. Als sein legitimer Nachfolger gilt das MIT Blackjack Team - Studenten des Massachusetts Institute of Technology, die seine Strategie verfeinerten und in den 1990er-Jahren pro Wochenende bis zu 400.000 Euro gewannen. Übrigens kann jeder seine Gewinnchancen mit einer Blackjack-Tabelle erhöhen, so Casino-Professor.com.

Poker mit höheren Gewinnchancen

Die besten Quoten bietet aber Poker. Hier spielt man nicht gegen das Haus. Man braucht natürlich Glück bei den Karten, aber auch strategisches Denken und viel Erfahrung. Man muss nicht gleich in ein echtes Casino gehen und Geld setzen, sondern kann vorher daheim mit Freunden am Pokertisch oder in einem Online-Casino üben. Vorher sollte ein prüfender Blick auf Impressum und Lizenzen erfolgen, um herauszufinden, ob das Online-Casino seriös ist.

Die meisten Online-Casinos haben Lizenzen aus Gibraltar oder Malta, die innerhalb der EU liegen und verlässlich sind. Um nicht spielsüchtig zu werden und sein ganzes Geld zu verzocken, sollte man ein festes Budget haben. Auch wenn man fast immer gewinnt, sind die Beträge in der Regel niedriger als der Einsatz. Eine Glückssträhne muss also nicht automatisch bedeuten, dass man am Ende des Tages mit Gewinn aus dem Casino geht. Bei einer echten Glückssträhne sollte man zumindest einen Teil des Gewinns sofort aus dem Spiel nehmen (also auszahlen lassen).

Quelle: freenet.de
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