So viel Koffein steckt in Kaffee, Energydrinks und Co.

So viel Koffein steckt in Kaffee, Energy-Drinks und Co.
Damit Sie wissen, welche Getränke Sie auch wirklich wach machen können, stellen wir Ihnen die Top 8 der Koffeinlieferanten im Ranking vor. 
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So viel Koffein steckt in Kaffee, Energy-Drinks und Co.

Damit Sie wissen, welche Getränke Sie auch wirklich wach machen können, stellen wir Ihnen die Top 8 der Koffeinlieferanten im Ranking vor. 

© imago
04.12.2018 - 11:00 Uhr

Kaffee – schmeckt gut und macht wach! Das sind gleich zwei positive Wirkungen, mit denen Kaffee morgens die Müdigkeit bekämpft. Doch damit ist das heiße Genussgetränk nicht allein: Es gibt noch viele weitere, die Koffein enthalten. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, welche Getränke und auch Lebensmittel wie viel Koffein enthalten, welche Vorteile die Substanz hat, aber warum ein Massenkonsum nicht sinnvoll ist – damit Sie ein gesundes Level halten können. 

Was ist Koffein?

Heute kann Koffein synthetisch hergestellt werden. Ursprünglich jedoch hat die Substanz eine natürliche Herkunft. In verschiedenen Pflanzen wird sie zur Abwehr gegen Schädlinge genutzt, unter anderem in der Kaffeebohne, in Kakaofrüchten oder im Samen des Guaraná-Baumes. Deshalb kann man Koffein heutzutage über Tabletten oder Pulver zu sich nehmen, aber auch aufgelöst in Getränken. In unserer Bildershow zeigen wir Ihnen, wie viel Koffein Kaffee, Energy-Drinks und Co. enthalten – und welches Getränk Sie am besten wach machen kann.

So wirkt Koffein

Wie kommt es aber eigentlich dazu, dass Kaffee oder schwarzer Tee am Morgen den Körper aufweckt? Bei der Zufuhr von Koffein wird verhindert, dass die Aktivität der Nervenzellen abnimmt. Denn der körpereigene Botenstoff Adenosin sorgt für das Gleichgewicht des Energiehaushaltes der Nervenzellen, indem er an die Nervenzellen andockt und damit veranlasst, dass die Gehirnaktivität abnimmt. Das schützt das Gehirn vor Überanstrengung. Koffein ist allerdings ähnlich wie Adenosin aufgebaut, kann also ebenfalls an die Rezeptoren andocken. Dadurch hindert es den Botenstoff Adenosin daran, Signale an das Gehirn zu senden, wodurch die Drosselung der Gehirnaktivität verhindert wird.

Damit es seine Wirkung entfalten kann, benötigt Koffein etwa 30 Minuten, um in die Blutlaufbahn zu gelangen. Dort angekommen, hat es beim durchschnittlichen Erwachsenen eine Halbwertzeit von etwa vier Stunden – bis dahin ist die Hälfte der Substanz vom Körper abgebaut worden. Bei Schwangeren kann sich diese Zeit auf 20 Stunden erhöhen.

Wirkungen und Vorteile von Koffein

Koffein bringt bei richtiger Dosierung viele Vorteile mit sich. Denn in geringen konsumierten Mengen wirkt Koffein als Stimulans und hat damit eine anregende Wirkung auf die Psyche. Das bewirkt, dass die Konzentrationsfähigkeit steigt, die Aufmerksamkeit erhöht wird und Müdigkeitserscheinungen beseitigt werden. Für Sportler liegt das Positive des Koffeins in der Erweiterung der peripheren Gefäße, wodurch die Muskulatur mit mehr Sauerstoff versorgt wird. Ältere Koffeinkonsumenten finden einen gesteigerten Stoffwechsel und gesteigerte Darmfunktion vor. Diese Körperfunktionen sind im Alter meist nicht mehr so effizient wie in jungen Jahren.

Konsum von Koffein: Wie viel ist unbedenklich?

Trotz aller Vorteile sollte man nun nicht tassenweise Kaffee kippen. Zu viel Koffein ist für den Körper auch nicht gut. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) findet 400 Milligramm Koffein am Tag für einen gesunden Erwachsenen unbedenklich. Tatsächlich konsumiert der Mensch im Durchschnitt um die 200 Milligramm Koffein täglich. Bei moderatem Konsum braucht man sich daher um Nebenwirkungen wenig Gedanken zu machen. Allerdings reagieren Schwangere und stillende Mütter empfindlicher auf die Substanz und bauen den Stoff langsamer ab. Sie sollten nicht mehr als 200 Milligramm Koffein am Tag zu sich nehmen.

Nebenwirkungen von Koffein

Wann und bei wem Nebenwirkungen eintreten, ist schwer zu sagen. Eine erregende, eher negative Wirkung hat Koffein nämlich erst bei einer höheren Dosis und damit übermäßigem Konsum. Dann kommt es auch zu einer Anregung von Atemzentrum und Kreislauf. Das kann Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Nervosität oder Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen. Leidet man unter ständigem Bluthochdruck und geschwächter Gesundheit, kann man diese Nebenwirkungen auch bei geringem Koffeinkonsum erkennen.

Nimmt man über längere Zeit hohe Dosen Koffein zu sich, kann das die Nervenzellen verändern. So entwickelt man eine Toleranz gegenüber Koffein, da die Nervenzellen auf das fehlende Adenosin-Signal reagieren und mehr Rezeptoren ausbilden, an denen angedockt werden kann. Dadurch wird die anregende Wirkung des Koffeins im Körper stark eingeschränkt.

Koffein und Sucht

In der Regel macht der Konsum von Koffein aber nicht süchtig. Eher ist es die Gewohnheitszufuhr, auf die der Körper reagiert, wenn sie nicht mehr gegeben ist. Wer täglich mehrere Tassen Kaffee trinkt und dies plötzlich einstellt, entzieht seinem System den täglichen Energiekick, an den es gewöhnt ist. In Konsequenz signalisiert der Körper das Fehlen des Stimulans. Dieser kurz andauernde Effekt hat aber keine gesundheitlichen Auswirkungen auf den Körper.

Bei kontrolliertem Konsum ist eine solche vermeintliche Sucht daher kaum bemerkbar. Kontrolliert bedeutet eben: Achten Sie darauf, wie viel Kaffee, Tee oder entsprechende Softgetränke Sie trinken und essen Sie nicht tafelweise dunkle Schokolade! Wenn Sie das tun, sollten Sie auf der sicheren Seite sein.

Quelle: freenet.de
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