Hamsterkäufe: So sind Lidl, Aldi und Co. vorbereitet

Klopapier ist aktuell wieder besonders beliebt
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Klopapier ist aktuell wieder besonders beliebt

© Mumeories/Shutterstock.com

Die Berichte über Hamsterkäufe mehren sich wieder, spot on news hat bei Supermärkten, Discountern und Drogeriemärkten nachgefragt, wie die Lage wirklich aussieht. Fazit: Keine Panik, man hat aus der ersten Pandemiewelle gelernt.

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Hier und da tun sich leere Regale in den Supermärkten auf und manch einer fühlt sich an den Anfang der Pandemie erinnert. Wird es nun wieder wochenlang zur Herausforderung, Toilettenpapier oder Pasta zu finden? Die Nachrichtenagentur spot on news hat bei den Geschäften und Märkten nachgefragt, ob eine zweite Hamsterkauf-Welle im Anmarsch ist und wie sie damit umgehen.

Fakt ist demnach: Einige Artikel sind aktuell tatsächlich besonders gefragt, der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels bestätigt eine erhöhte Nachfrage bei Hygieneartikeln, Nährmitteln oder Teigwaren. Auch eine Sprecherin von Lidl teilt mit: "In einigen Regionen und Filialen verzeichnen wir temporär eine erhöhte Nachfrage nach einzelnen Artikeln aus dem Trockensortiment und Hygienebereich." Fakt ist allerdings auch: Die Versorgung ist sichergestellt, "es besteht keine Notwendigkeit für Hamsterkäufe."

Die wichtigsten Abkürzungen in der Corona-Pandemie:

  • AHA-Formel
    Die AHA-Formel ist das derzeit effektivste Mittel gegen Ansteckung und Verbreitung. Jeder Buchstabe steht für eine Maßnahme. A = Abstand (1,5 Meter), H = Hygiene (vor allem: Händewaschen), A = Alltagsmasken (in geschlossenen Räumen).
  • BMG
    Das Bundesministerium für Gesundheit - kurz BMG - ist eine der obersten Bundesbehörden der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in der ehemaligen Bundeshauptstadt Bonn und in Berlin. Gegründet wurde es 1961 als Bundesministerium für Gesundheitswesen, zwischen 1969 und 1991 war es dem Bundesministerium für Familie und Jugend eingegliedert. Seit 2018 ist Jens Spahn (40) Bundesgesundheitsminister.
  • Covid-19
    Die Abkürzung Covid-19 steht für CO-rona VI-rus D-isease (deutsch: Coronavirus-Krankheit). Die "19" steht für die Jahreszahl, an dem das Virus in China ausbrach: 2019.
  • Ct-Wert
    Die Ct-Abkürzung stammt von der englischen Bezeichnung "cycle threshold" - Zyklus-Schwelle. Der Ct-Wert bezeichnet den Punkt, an dem das exponentielle Wachstum einer Kurve beginnt. Im Zusammenhang mit Corona bietet er eine Orientierung zur Einordnung der Virusmenge bei Patienten-Abstrichen.
  • FFP
    Das Kürzel wird im Zusammenhang mit Masken benutzt und steht für das Englische "filtering face piece" - filtrierendes Gesichtsteil. FFP-Masken schützen den Träger vor Partikeln, Tröpfchen und Aerosolen. Es gibt Modelle mit und ohne Ausatemventil. Masken ohne Ventil filtern ein- und ausgeatmete Luft und bieten Schutz für Träger und Umwelt. Masken mit Ventil bieten keinen Fremdschutz. Es gibt drei Stufen mit unterschiedlicher Wirkung, wobei Stufe 3 den höchsten Schutz bietet.
  • PCR-Test
    Mit der Polymerase-Kettenreaktion (englisch: Polymerase Chain Reaction - PCR) kann das Coronavirus in einer Probe nachgewiesen werden. Das Testverfahren gilt als sehr zuverlässig. Die analytische Spezifität bei korrekter Durchführung und Bewertung liegt bei nahezu 100 Prozent.
  • Reproduktionszahl "R"
    Die Reproduktionszahl - kurz R - gibt an, wie viele Menschen eine infizierte Person im Durchschnitt ansteckt. Die Zahl wird vom RKI statistisch geschätzt. Liegt R unter 1, ist die Pandemie rückläufig. Ist sie höher, steigt die Zahl der Infizierten.
  • RKI
    Die deutsche Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten, das Robert Koch-Institut (RKI) mit Sitz in Berlin ist dem Bundesgesundheitsministerium unterstellt. Neben Forschung ist die öffentliche Gesundheitspflege ein zentrales Arbeitsfeld. Benannt wurde es nach dem deutschen Nobelpreisträger Heinrich Hermann Robert Koch (1843-1910), der unter anderem den Tuberkulose-Erreger entdeckte.
  • Sars-CoV-2
    Der Erreger wurde Anfang 2020 als Auslöser für die Covid-19-Erkrankung identifiziert. Den Namen Sars-CoV-2 legte die WHO fest, wissenschaftlich hatte das Virus zunächst das Kürzel 2019-nCoV erhalten. Die Abkürzung Sars steht für "Severe Acute Respiratory Syndrome", übersetzt: schweres akutes Krankheitsbild, das die Atmung betrifft. Da es nach der Pandemie 2002/03 die zweite Corona-Virus-Pandemie ist, wurde dem aktuellen Virusnamen die "2" angehangen.
  • WHO
    Die "World Health Organization" (WHO) - zu deutsch: Weltgesundheitsorganisation, ist die Koordinationsbehörde der Vereinten Nationen (UN) für das internationale öffentliche Gesundheitswesen und hat ihren Hauptsitz in Genf (Schweiz). Gegründet wurde die WHO 1948 und zählt aktuell 194 Mitgliedsstaaten. Sie finanziert sich etwa über Zahlung aus öffentlicher Hand und durch private Spenden. Am 11. März 2020 wurde die aktuellen Corona-Virus-Infektionen zu einer Pandemie erklärt.

Man hat aus den Anfängen der Pandemie gelernt, wie der Geschäftsführer von dm mitteilt: "Wir sind heute anders aufgestellt als noch im Frühjahr." Es gebe nun andere Frühwarnsysteme und der Drogeriemarkt gehe nun "ganz anders in diese zweite Pandemiewelle, was die Warenversorgung anbelangt". Auch bei Aldi Süd hat man nachjustiert: "Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Monate beobachten wir Nachfrageschwankungen sehr genau, um etwaige Lieferengpässe vermeiden zu können. Grundsätzlich sind wir auf eine steigende Nachfrage vorbereitet und erwarten derzeit keine Einschränkungen bei der Verfügbarkeit."

Edeka und Rewe geben Entwarnung

Bei Edeka sieht man "aktuell keine flächendeckende Veränderung des Einkaufsverhaltens der Kunden", wie das Presseteam versichert. Auch bei Rewe macht man sich noch keine Sorgen: "Selbst wenn mal eine Stelle im Regal zeitweise leer sein sollte, dann ist das nicht automatisch ein Indiz für Hamsterkäufe. Sondern schlicht eine Frage, wann das Marktteam diese wieder auffüllt oder der Lkw mit Nachschub kommt. Denn die Warenversorgung ist gesichert."

Auch der bereits erwähnte Pressesprecher des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels versichert, dass eine gesteigerte Nachfrage "problemlos" von den Lieferketten aufgefangen werden könne. "Eine wichtige Grundregel sollten wir alle beim Lebensmitteleinkauf immer beherzigen: Wenn jeder nur das kauft, was er braucht, ist auch genug für alle da."

Quelle: spot on news AG
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