„Urcharge“ erforscht urbanes Laden

Das Projekt „Urcharge“ soll über mehrere Monate das
Ladeverhalten und die Auswirkungen eines hohen Anteils an E-Autos
auf das Stromnetz im urbanen Raum erforschen.
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Das Projekt „Urcharge“ soll über mehrere Monate das Ladeverhalten und die Auswirkungen eines hohen Anteils an E-Autos auf das Stromnetz im urbanen Raum erforschen.

 © Linz AG/fotokerschi

In Linz hat ein Forschungsprojekt zum Zuhause-Laden im urbanen Raum begonnen.

In Linz ist ein umfangreiches Forschungsprojekt zum Laden von Elektroautos in dicht besiedelten Wohngebieten gestartet. 51 von 106 Haushalte in einem Wohngebiet haben zur Erforschung des Ladeverhaltens für fünf Monate günstig Elektroautos zur Verfügung gestellt bekommen sowie Wallboxen mit bis zu 11 kW Leistung an ihren Parkplätzen, an denen sie während des Projekts umsonst Stromtanken können. Das Projekt will Erkenntnisse zum Ladeverhalten sammeln und die Belastung des Stromnetzes untersuchen.

In dem „Urcharge“ genannten Projekt haben damit vorübergehend etwa die Hälfte der Haushalte einer Siedlung in Kleinmünchen in Linz ein Elektroauto. Dies soll die zukünftigen Auswirkungen von der größeren Verbreitung von Elektroautos auf das Stromnetz simulieren. Gefördert wird das österreichische Projekt aus Mitteln des Klima- und Energiefonds.

Ganzheitliches Forschungsprojekt zum Elektroauto-Laden

Für das Projekt kooperieren verschiedenste Akteure miteinander: die Linz AG hat das Projekt gemeinsam mit dem Hersteller für E-Mobilitäts-Ladelösungen Keba und ETA (Beratung zum Thema Umweltmanagement) initiiert, die Linzer Wohnungsgenossenschaft Neue Heimat OÖ ist mit im Boot, das Autohaus Sonnleitner stellt die Renault Zoe und Nissan Leaf bereit und die Technische Universität Wien leitet das Forschungsprojekt. Und natürlich sind auch die Bewohnerinnen und Bewohner der Projekthaushalte zu nennen – diese können nach dem Projekt „ihr“ Elektroauto zum Restwert übernehmen, falls sie auf den Geschmack bekommen sind.

„Als Projektleiter und Forschungspartner schätzen wir das ‚ Urcharge‘-Projekt aufgrund seiner Ganzheitlichkeit, die im Bereich der Ladeinfrastruktur für den großen Wohnbau im urbanen Gebiet einzigartig ist. Eine Demonstrationsphase von fast einem halben Jahr mit 51 Teilnehmern ist außerordentlich wertvoll bezüglich des realen Ladeverhaltens und für die Verifizierung unserer Forschungsergebnisse im Modell. Diese Erkenntnisse fließen in ein Konzept zum privaten, urbanen Laden, um Komfort, Leistbarkeit und dadurch Akzeptanz der E-Mobilität voranzutreiben und Zero Emission Mobility im Individualverkehr zu erreichen“, sagt Jasmine Ramsebner, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektmanagerin der Technischen Universität Wien mit dem Projekt betraut ist.

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