Die fünf Hybrid-Versionen des VW Golf 8

VW Golf 8 Hybrid Modelle Aufmacher
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VW Golf 8 Hybrid Modelle Aufmacher

© VW / ams

Satte fünf Hybrid-Versionen des neuen VW Golf 8 soll es geben. Welche sind das und gegen wen werden sie in der Kompaktklasse positioniert? Ein Überblick.

Böse Zungen behaupten ja gerne, dass ein Plugin ein Auto beschreibt, das zwei Antriebstechnologien spazieren fährt, wo eine gereicht hätte. Die Branche allerdings setzt gerne auf die Teilzeit-Stromer, schon allein um die Emissionsziele zu erreichen und den Flottenverbrauch zu drücken. Volkswagen geht mit dem neuen Golf so richtig in die Vollen und bietet direkt fünf unterschiedliche Hybrid-Varianten an. So viele hat kein anderer Hersteller von ein und dem selben Modell im Portfolio.

Eigentlich nur zwei Modelle

Obwohl das jetzt auch schon wieder ein bisschen irreführend ist, denn wenn wir es ganz genau nehmen, sind es auch beim neuen Kompakten aus Wolfsburg nur zwei Versionen – zumindest rein technisch. Option eins ist der eTSI. Ein Mildhybrid mit 48 Volt Bordnetz und Riemen-Startergenerator, den es in drei Leistungsstufen (110, 130 und 150 PS) geben wird. Option zwei ist der Plugin. Wer mitgezählt hat weiß: Hier gibt es zwei Varianten. Die eine Ausführung trimmt VW auf Effizienz, die andere auf Sportlichkeit. Der maßgebliche Unterschied wird auch hier die Leistung sein, die sich auf 204, beziehungsweise 245 PS im GTE beläuft. Kommt Ihnen da was bekannt vor? Richtig, 204 PS aus einem 1,4-Liter-Benziner mit E-Maschine brachte bislang der GTE der siebten Generation auf den Asphalt.

Das Interessante am neu aufgestellten Angebot sind die Plugin-Versionen in der Kompaktklasse, denn davon gibt es bislang nur eine sehr überschaubare Anzahl. Drei, um genau zu sein. Lässt man seinen Blick durch die PHEV-Landschaft streifen, finden sich dort mehrheitlich Oberklasse-Modelle.

Sportliche Hybrid-A-Klasse

Mercedes hat die neue A-Klasse im Angebot. Der A 250 e bringt es auf eine Systemleistung von 218 PS und kostet mindestens 37.000 Euro. Der Lithium-Ionen-Akku soll eine rein elektrische Reichweite von bis zu 75 Kilometern gewährleisten (50 Kilometer im Golf). Das kumulierte Drehmoment liegt bei mehr als stattlichen 450 Newtonmetern. Diese sportlichen Werte untermauert Mercedes mit einer im Vergleich zum etwas sportlicher geschnittenen Karosse. Breiter und flacher duckt sich der Mercedes in den Fahrtwind. Dafür passen in das Heckabteil des Golf mit 380 Litern 35 Liter mehr Gepäck.

Etwas günstiger als bei Mercedes können Sie bei Hyundai einkaufen. Dort gäbe es den Ioniq als Hybrid, der erst im Frühjahr 2019 ein Facelift erhalten hat. 25.800 Euro kostet die Plug-In-Version des Koreaners in der Basis. Ein 8,9 kWh-Akku und ein 105 PS starker 1,6-Liter-Vierzylinder bringen es gemeinsam auf 141 PS und maximal 265 Newtonmeter. Nach 63 Kilometern ist spätestens Schluss mit dem rein elektrischen Vortrieb. Die selbe Antriebseinheit soll übrigens ab dem kommenden Jahr auch den Kia XCeed zu einem Plugin-Hybrid machen.

Günstige Extras bei Hyundai

Das Ladevolumen des Ioniq bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau wie bei den Schwaben – 341 bis 1.410 Liter passen hinter die Heckklappe. Wer alle Assistenzsysteme und Komfort-Extras haben möchte, braucht hier nur ein Paket für 7.100 Euro zusätzlich einzukaufen. Damit dürfte sich hinsichtlich der Ausstattung ein preislicher Vorteil gegenüber Golf und Mercedes ergeben. Zumindest beim neuen Golf kann man das allerdings noch nicht mit Gewissheit sagen, da die Preise bislang nicht kommuniziert wurden.

Fast die selbe Akku-Kapazität stellt mit 8,8 kWh der Toyota Prius als Plugin-Hybrid bereit. Insgesamt bringt es der Japaner aber nur auf 122 PS Systemleistung. Dass der Prius ein gemütlicher Geselle ist, war aber ohnehin bekannt. Beim Stauraum bleibt er trotz einem Längen-Plus von 361 Millimetern im Vergleich zum neuen Golf um 20 Liter zurück (360 Liter). Mit einem Mindestgebot von 39.600 Euro preist Toyota den Prius mit Blick auf die Konkurrenz recht selbstbewusst ein.

Plugin-Hybrid-Kombi von Skoda

Dass der Golf als Hybrid-Modell an den Start geht, wird den Konzern-Kunden in nicht allzu ferner Zukunft sicherlich auch einen Octavia mit entsprechendem Antriebsstrang zur Wahl stellen. Ob der dann die Motorenkombination aus dem Superb iV (218 PS) oder aus dem Golf bekommt, bleibt abzuwarten. Dass er Octavia iV heißen wird ist dagegen ziemlich sicher. Jedenfalls wäre das dann der Kompakt-Plugin für all diejenigen mit gesteigertem Laderaum-Bedarf.

Quelle: 2019 Motor-Presse Stuttgart
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