Bluetooth: So verbinden Sie Smartphone und Co. mit Ihrem PC

Bluetooth: So verbinden Sie Smartphone und Co. mit Ihrem PC
Wir haben für Sie die besten Tipps und Tricks zusammengestellt, um Ihren PC mit etwa einem Smartphone zu verbinden.
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Bluetooth: So verbinden Sie Smartphone und Co. mit Ihrem PC

Wir haben für Sie die besten Tipps und Tricks zusammengestellt, um Ihren PC mit etwa einem Smartphone zu verbinden.

© Thinkstock
20.05.2017 - 06:46 Uhr

Bluetooth bietet zahlreiche Möglichkeiten, um Windows zu erweitern. So können problemlos Daten ausgetauscht, Router eingerichtet und Handys mit PCs verbunden werden.

In Smartphones, Tablets und Notebooks ist standardmäßig Bluetooth integriert. Via USB-Stick ist es möglich, Desktop-PCs um diverse Bluetooth-Features zu ergänzen, wodurch dem Nutzer verschiedene zusätzliche Betätigungsfelder zur Verfügung stehen. Daher ist es nahezu unverständlich, warum Bluetooth-Eigenschaften nur auf wenigen Windows-PCs genutzt werden.

Die Installation des Sticks erfordert oft eine Aktivierung des Adapters

Wenn es um Bluetooth geht, spielen Smartphones eine entscheidende Rolle. Vor allem ist diese Technik bei Lautsprechern, Druckern, Headsets beziehungsweise Kopfhörern und Wearables von entscheidender Bedeutung. Außerdem ist es mittels Bluetooth möglich, verschiedene Zubehörteile wie Mäuse oder Tastaturen mit einem Desktop-PC zu verbinden. Ebenfalls gern genutzt wird Bluetooth, wenn Daten synchronisiert und Bilder vom Smartphone an den Rechner übermittelt werden sollen, kabellos Musik gehört oder unterwegs per Smartphone ins Netz gegangen werden soll. Nicht zuletzt ist Bluetooth beim kabellosen Einsatz von Skype ausgesprochen hilfreich.

Für Nutzer ist es sehr angenehm, dass Bluetooth selbst mit PCs verwendet werden kann, die von Haus aus nicht mit dieser Technik ausgestattet sind. Hierfür gibt es sogenannte Bluetooth-USB-Dongles, die bereits für 10 bis 30 Euro von verschiedenen Anbietern erhältlich sind. Dabei ist es empfehlenswert, auf einen Stick zu setzen, der mindestens für Bluetooth 4.0 ausgelegt ist. Viele Nutzer entscheiden sich für Miniatursticks, weil diese kaum aus dem PC-Gehäuse herausragen.

Wer Windows 7, 8.1 oder 10 im Einsatz hat, dürfte bei der Installation solcher USB-Sticks keine Schwierigkeiten haben. Sobald der Stick eingesteckt wird, lädt Windows die zugehörigen Treiber ganz von selbst. Sollte dies nicht der Fall sein, können die passenden Treiber auf der Website der jeweiligen Hersteller heruntergeladen werden. Außerdem steht vom Chiphersteller Broadcom ein Standardtreiber zur Verfügung, der sich vor allem für Sticks und Rechner älterer Baujahre eignet. Bei der Installation auf Notebooks muss häufig zunächst der Bluetooth-Adapter aktiviert werden. Dies geschieht entweder über eine Tastenkombination oder über einen Schalter am Gerät selbst.

So finden andere Geräte Ihren Rechner

Standardmäßig ist Bluetooth bei Windows so eingerichtet, dass andere Geräte den PC nicht finden können. Das bringt den Vorteil, dass reichlich Energie eingespart wird. Wer hingegen möchte, dass auch andere Geräte den eigenen Rechner finden, muss zunächst den Kurzstreckenfunk aktivieren:

  1. Zu diesem Zweck müssen in der Einstellungen-App die Bluetooth-Einstellungen über "Geräte → Bluetooth" aufgerufen werden.
  2. Als nächster Schritt wird "Weitere Bluetooth Optionen" angeklickt, woraufhin alle weiteren Einstellungsoptionen erscheinen. Unter "Optionen" kann dann das Feld "Bluetooth-Geräte können diesen PC ermitteln" ausgewählt werden.
  3. Anschließend ist Bluetooth aktiv und kann von Geräten in der näheren Umgebung ausfindig gemacht werden. Unter Windows 8.1 ist das Vorgehen hingegen etwas anders. Hier muss zunächst die Charms Bar aufgerufen werden, um zu "PC-Einstellungen ändern → PC und Geräte" zu gelangen.
  4. Nun erscheint das Feld "Bluetooth", über das das Feature aktiviert werden kann. Auf Windows-Rechnern befindet sich im Systray ein Bluetooth-Symbol neben der Uhr. Wer darauf klickt, hat die Möglichkeit, über "Gerät hinzufügen" die aktive Suche aufzurufen. Wenn das gewünschte Gerät gefunden wurde, kann auf "Weiter" geklickt werden.
  5. Nach der Aktivierung von Bluetooth ist allerdings erst der halbe Weg gegangen. Denn nun gilt es, zwei Geräte mittels "Pairing" miteinander zu verbinden, damit diese Daten austauschen können. Das ist nur dann möglich, wenn an beiden Geräten Bluetooth aktiv ist.
  6. Sobald dieser Fall eingetreten ist, können über die Umgebungssuche andere Geräte aufgespürt werden. Dabei helfen Menüeinträge wie "Geräte suchen", "Sichtbar", "Umgebungssuche" oder "Detectable".
  7. Nun macht sich Windows auf die Suche nach Geräten in der näheren Umgebung, mit denen kommuniziert werden kann. Falls dies nicht gelingt, muss der Abstand zwischen den beiden Geräten verringert und die Suchanfrage neu gestartet werden.
  8. Sobald das gesuchte Gerät gefunden wurde, muss es markiert werden. Auf dem anderen Gerät erscheint eventuell ein PIN-Code, der eingegeben werden muss. Windows benötigt einige Zeit, um die Geräte miteinander zu verbinden. Ist dies erfolgreich gelungen, kann die Verbindung via Bluetooth genutzt werden.

Daten per Bluetooth austauschen

Über das Kontextmenü, das bei einem Rechtsklick erscheint, ist es möglich, bestimmte Dateien per Bluetooth an ein anderes Gerät zu verschicken. Die zu versendenden Dateien müssen markiert werden. Anschließend wird per Rechtsklick das Kontextmenü aufgerufen und der Befehl "Senden an → Bluetooth" beziehungsweise "Bluetooth Gerät" ausgewählt. Ein Assistent unterstützt den Nutzer anschließend bei der Auswahl des korrekten Empfangsgerätes. Anschließend muss die Datenübertragung noch genehmigt werden, und schon werden die Daten übermittelt. Wenn hingegen Daten über Bluetooth auf den Rechner gelangen, werden diese zunächst auf dem Desktop oder im Dokumentenordner unter "Bluetooth-Exchange-Ordner" abgespeichert.

PC und Smartphone gleichberechtigt zum Surfen verwenden

Manchmal möchte man unterwegs per Notebook online gehen, ohne dass ein WLAN-Hotspot zur Verfügung steht. In diesem Fall ist ein Smartphone mit Bluetooth die Lösung. Das Mobilfunkgerät wird einfach zum Tethering genutzt, also in einen mobilen Hotspot verwandelt. Diese Möglichkeit bieten jedoch nur bestimmte Smartphones, und auch im Mobilfunkvertrag muss das Tethering als Möglichkeit angegeben sein. Für die Nutzung dieses Features ist eine Aktivierung des Tethering auf dem Smartphone erforderlich. Geschieht dies zum ersten Mal, muss meist ein Kennwort angegeben werden, damit keine Unbefugten via Tethering ins Internet gelangen.

Bei Android-Geräten wird zunächst der Bluetooth-Chip des Gerätes über die Verbindungseinstellungen aktiviert. Hierfür muss lediglich ein Haken vor "Mobiler Hotspot" gesetzt werden. Sobald dies geschehen ist, wird in demselben Menü der Eintrag "Bluetooth Tethering" aktiviert. Der Name kann je nach Smartphone leicht variieren. Anschließend ist die Verbindungsfreigabe über Bluetooth aktiv, und es kann eine Verbindung zwischen Notebook und Smartphone hergestellt werden. Bei iOS-Geräten erfolgt diese Aktivierung über die Einstellungen-App. Hier führt ein Assistent durch das Menü, sobald auf "Persönlicher Hotspot" geklickt wird.

Sehr praktisch ist, dass Windows neben dem Bluetooth-Adapter auch die benötigten Modem-Profile eingerichtet hat. So reicht es vollkommen aus, das Smartphone in den Bluetooth-Einstellungen aufzuspüren und zu aktivieren. In einigen Fällen gelingt das Surfen trotz vorhandener Verbindung nicht. In diesem Fall genügt es zumeist, den Flugzeugmodus ein- und wieder auszuschalten. Die Funkverbindung wird damit zurückgesetzt und kann ganz neu genutzt werden. Der Flugzeugmodus ist je nach Windows-Version über die Einstellungen-App oder die Charms Bar erreichbar. Um bereits auf einen Blick zu sehen, welche Bluetooth-Geräte in der Nähe erreichbar sind, und Informationen zum Verbindungsstatus zu erlangen, kann zudem das Tool Bluetooth View installiert werden.

Quelle: In Zusammenarbeit mit PC-Welt
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