Den Altbau richtig sanieren

Die Sanierung von Altbauten kann sehr aufwendig werden. Bildquelle: Sergey Maksimov – 374935243 / Shutterstock.com
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Die Sanierung von Altbauten kann sehr aufwendig werden. Bildquelle: Sergey Maksimov – 374935243 / Shutterstock.com

01.12.2017 - 08:00 Uhr von MR

Die Sanierung eines Altbaus ist oftmals nicht nur reiner Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Wie wird bei so einem Projekt jedoch vorgegangen? Sollte man sich auf eigene handwerkliche Fähigkeiten verlassen oder Fachkräfte beauftragen? Welche Fördermöglichkeiten sind möglich und was ist zu tun, wenn das Geld für die Sanierung mal nicht ausreicht?

Wer in einem Altbau wohnen möchte, muss dafür nicht unbedingt den Wohnkomfort opfern. Schließlich gibt es inzwischen viele Methoden, um auch eine alte Wohnung oder ein altes Haus auf eine Art und Weise zu modernisieren, sodass sie ihren typischen altbackenen Charme nicht verliert. Eine Modernisierung ist in vielen Fällen nicht nur wichtig, um einen gewissen Komfort und Standard zu sichern, es geht auch um energiesparende Maßnahmen. Hierzu zählt z.B. die Wärmedämmung, die den Bewohnern auch eine Menge Geld sparen kann. Trotzdem muss einiges abgewogen und viele Umstände in Kauf genommen werden.

Was ist bei der Altbausanierung zu beachten?

Wer einen Altbau modernisieren oder sanieren möchte, benötigt Kapital und das ist oftmals nicht ohne eine Fremdfinanzierung möglich. Zunächst stellt sich jedoch die Frage, wieviel Geld aus eigener Tasche in die Sanierung einfließt und welche Summe fremd über einen Kredit finanziert wird. Trotz exakter Planung können bei der Sanierung eines Altbaus auch unvorhersehbare Probleme und daraus resultierende Zusatzkosten auftreten. Die Aufnahme eines Sofortkredites kann hierfür hilfreich sein.

Sofortkredit – Was ist das?

Vor allem wenn die Kosten explodieren, ist es wichtig, dass der Geldfluss nicht versiegt. Auf diese Weise muss die Sanierung nicht mitten im Prozess unterbrochen werden. Die Kreditsumme kann entsprechend der vorher vereinbarten Rückzahlungsmodalitäten zu einem späteren Zeitpunkt beglichen werden. Im Gegensatz zu anderen Krediten handelt es sich hierbei allerdings um Geld, das schon innerhalb von ein bis zwei Tagen ausgezahlt wird. Das geschieht natürlich erst dann, wenn das entsprechende Kreditinstitut dem Kreditantrag zustimmt.

Welche Vorteile haben Sofortkredite?

Ein Sofortkredit kann außerdem noch folgende Vorteile haben:  

  • kostenfreie Sondertilgungen: Höhere Summen können zwischendurch zurückgezahlt werden
  • Karenzzeit: Der Kreditnehmer kann sich ein bis zwei Monate mit der ersten Ratenzahlung Zeit lassen
  • Ratenpause: Wenn es zwischendurch finanziell eng wird, kann meistens eine Ratenpause eingelegt werden
  • bei einem Sofortkredit haben auch Freiberufler und Selbstständige bessere Chancen auf eine Antragszustimmung

Gelegentlich kann auch ein Kredit ohne Schufa-Überprüfung beantragt werden. Meistens sind die Zinsen in diesem Fall allerdings höher als bei Krediten mit Schufa-Auskunft. Außerdem existiert in vielen Fällen eine Auszahlungsgrenze, schließlich möchten sich auch Kreditinstitute gegen Zahlungsausfälle absichern.

Altbausanierung - Was wird gefördert?

Sowohl kleinere Sanierungen als auch Komplettsanierungen können gefördert werden. Die KfW-Bank stellt günstige Kredite zur Verfügung. Hierzu gehört die Sanierung von Wänden, Dächern, Fenstern, Türen, Keller- und Geschossdecken. Darüber hinaus sind Förderung für Heizungen und Lüftungsanlagen möglich. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hilft zudem auch Privatleuten mit finanzieller Unterstützung: Oftmals ist eine Energieberatung vor Ort notwendig, um feststellen zu können, welche Maßnahmen erforderlich sind. Diese Art von Beratung kostet Geld, wird allerdings auch durch das BAFA bezuschusst. Gelegentlich hilft auch eine direkte Anfrage beim Bund, bei den entsprechenden Städten oder Kommunen, um sich als Bauherr eine Förderung zur Sanierung zu sichern.

Wieso Altbausanierung?

Das erklärte Ziel einer Altbausanierung sollte es sein, den Wärmeverlust zu reduzieren und den Wohnraum allgemein energieeffizienter zu machen. Hierzu gehört die Reduzierung von CO2-Emissionen und das Sparen von Wärme und Energie. Allerdings kann eine solche hin und wieder umfangreiche Sanierung gelegentlich wesentlich mehr kosten, als Bauherren letztendlich durch die Sanierung einsparen. In solchen Fällen muss ein Kompromiss gefunden werden, um eine möglichst hohe Energieeffizienz zu garantieren, ohne gleichzeitig den Investitionsrahmen zu sprengen.

Altbausanierung - Wie vorgehen? 

Zunächst muss einmal klar sein, wie genau man bei der Sanierung vorgehen möchte. Hier gibt es die Möglichkeit, die gesamte Sanierung in einem Schritt oder Teile der Sanierung in mehreren Schritten durchzuführen. Eine phasenweise Sanierung, bei der zunächst die wichtigsten Maßnahmen und zu einem späteren Zeitpunkt weitere sekundäre Arbeitsschritte durchgeführt werden, hat vor allem einen entscheidenden Vorteil: Das Geld aus der eingesparten Energie und Wärme kann für die weiteren Modernisierungsarbeiten genutzt werden.

Wie Altbau sanieren?

Egal, ob schrittweise vorgegangen wird oder der gesamte Bau auf einmal saniert wird, bestimmte Teile des Baus sollten auf jeden Fall genau unter die Lupe genommen werden, um den Altbau in einen energieeffizienten Wohnraum umzuwandeln:

Modernisierung der Heizung

Die Heizung lässt sich auf verschiedenste Art und Weise sanieren. Zunächst können kleinere Maßnahmen durchgeführt werden, die alle eine bessere Wärmeregulierung garantieren und Wärmeverlust verhindern:

  • Austausch der Thermostate
  • Heizungsrohre mit entsprechenden Dämmungen abdämmen, die in jedem Baumarkt erhältlich sind
  • neue Umwälzpumpe

Zu größeren und aufwendigeren Modernisierungsmaßnahmen gehören:

  • Neuinstallation von Heizung bzw. Austausch der gesamten Heizungstechnologie
  • Neuanschaffung und Austausch des Heizkessels
  • Austausch von alten Öl- und Gasheizungen durch modernere und energieeffizientere Heizmethoden

Sanierung des Daches

Sollten Stuhlpfosten oder Säulen des Daches morsch geworden sein, müssen sie durch neue Bretter gestützt und verstärkt werden. Je nach Ausmaß der Schäden am Dachstuhl muss ein Fachmann eine Voll- oder Teilsanierung vornehmen.  

Sanierung der Fassade

Zunächst ist eine genaue Schadensanalyse wichtig, um zu bestimmen, welche Maßnahmen erforderlich sind. Bei kleineren Schäden reicht manchmal schon ein Anstrich oder ein Verputzen der Fassade. Zwar wurden schon in den 60er Jahren Gebäudefassaden mit Wärmeverbundsystemen (WDVS) gedämmt, diese waren aber damals schon relativ dünn und müssen heute ebenfalls erneuert werden. Selbiges gilt natürlich für Fassaden, die noch nicht gedämmt wurden und WDVS-Dämmung, die schon nach kurzer Zeit noch einmal aufbereitet werden müssen.

Sanierung des Kellers

Der Keller ist schon allein durch die Schwere des gesamten Gebäudes und durch äußere Einflüsse wie Grundwasser, Frost und Niederschläge enorm belastet. Durch Feuchtigkeit und kleinste Organismen kann sich hier schnell Schimmel bilden und zur Gesundheitsbelastung für alle Bewohner werden. Außerdem leitet ein feuchtes Mauerwerk die Wärme leichter weiter und das Haus wird schlechter gedämmt. Schon eine Dämmung der Kellerdecke, falls eine Komplettsanierung des Kellers nicht finanzierbar ist, kann enorm viel ausmachen. Die Innensanierung ist generell natürlich günstiger als die Außensanierung, weil bei einer äußeren Sanierung das Erdreich um den Keller erst einmal ausgehoben werden müsste.   

Asbestsanierung

In zahlreichen Baustoffen und Bauteilen befindet sich auch heute noch Asbest, der sehr schädlich für die Gesundheit ist. Beim Asbestbefall ist es sogar vorgeschrieben, entsprechende Fachkräfte mit der Sanierung zu beauftragen. Diese arbeiten mit Schutzanzügen und treffen Sicherheitsvorkehrungen, damit auch niemand in der Nachbarschaft den mit Asbest belasteten Materialien ausgesetzt wird. Auch die befallenen Materialien müssen abtransportiert und sachgerecht entsorgt werden.

Schimmelsanierung

Ebenso problematisch für die Bewohner kann der Schimmelbefall sein. Schimmelpilz muss nicht nur abgetötet werden, denn auch toter Schimmel kann noch gesundheitsschädigend sein. Für eine vollständige und gründliche Schimmelsanierung muss auch der betroffene Bereich bzw. das betroffene Material entfernt und entsorgt werden. Darauf wird der Untergrund desinfiziert und getrocknet. Bei einem starken Schimmelbefall ist generell eine fachmännische Reinigung empfehlenswert.

 

Quelle: freenet.de
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