Diese Gefahren drohen beim Popeln

Wussten Sie, dass Sie sich beim Nasebohren ernsthaft verletzen
können? Wir zeigen, welche Gefahren beim popeln drohen
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Wussten Sie, dass Sie sich beim Nasebohren ernsthaft verletzen können? Wir zeigen, welche Gefahren beim popeln drohen

© Koldunova Anna / Shutterstock.com
31.07.2018 - 11:00 Uhr

Wir tun es im Auto, im Wartezimmer oder beim Telefonieren – herzhaft in der Nase popeln. Doch Nasebohren kann Ihrer Gesundheit schaden! Was beim Nasebohren passieren kann.

Erinnern Sie sich noch an das Bild des popelnden Bundestrainers Jogi Löw bei der WM 2014? Er ist das beste Beispiel dafür, dass jeder Mensch mal gedankenverloren in der Nase bohrt. Die meisten von uns werden nur nicht mit dem Finger im Riecher erwischt und sind auch froh darum. Denn popeln gilt als widerlich und abstoßend.

Doch nicht nur der Ekelfaktor spricht gegen regelmäßiges Nasebohren. Es drohen auch schwere Verletzungen des empfindlichen Nasen-Innenraums.

Warum bohren Menschen in der Nase?
Meist steckt ein simpler Grund dahinter. Der Popler möchte wieder frei atmen können und entfernt deswegen das eingetrocknete Nasensekret. Doch auch Langeweile, Nervosität oder eine Macke können zu verstärktem Popeln führen. Das zwanghafte Nasebohren nennen Mediziner Rhinotillexomania.

Was kann beim Popeln passieren?
Peinlich: Sie könnten erwischt werden, wie Sie ein hübsches Stück angetrockneten Schnodder aus der Nase ziehen und bewundern. Wenn das nicht schon schlimm genug wäre, es drohen aber auch ernsthafte gesundheitliche Probleme. 

Sie bringen Keime in die Nase:

An einem Finger kleben unzählig viele Bakterien. Wenn Sie einen keimbelasteten Finger in die Nase stecken, fürhen Sie die direkt Erreger an die Schleimhaut. Dort können sie sich anhaften und vermehren. Hartnäckige Entzündungen der Nasenschleimhaut oder der Nasennebenhöhlen können die Folge sein.
Sie zerstören die Nasenscheidewand: Wer ständig an den Naseninnenwänden reibt, dünnt das Gewebe auf Dauer aus. Es wird transparent wie Pergamentpapier. Dabei wird das Knorpelgewebe geschädigt und es droht ein Loch in der Nasenscheidewand. Das wiederum beeinträchtigt die Luftzirkulation in der Nase – Sie bekommen schlechter Luft.
Sie können die Nase bluten lassen: In der Schleimhaut verlaufen zahlreiche Blutgefäße direkt unter der Oberfläche. Wer zu stark reibt und knibbelt kann deswegen Nasenbluten auslösen, weil die Äderchen Schaden nehmen. In der Folge bilden sich Krusten, die die Atmung behindern. Außerdem haben Keime in einer wunden Nase freie Bahn.

Wie kann man Nasebohren verhindern?
Meist bohren wir nebenbei. Indem Sie sich bewusstmachen, wann Ihr Finger zur Nase wandert, haben Sie schon einen großen Schritt getan. Versuchen Sie dem Impuls öfter mal zu widerstehen. Wenn Sie häufig unter eingetrocknetem Nasensekret leiden, sollten Sie am Tag mehr trinken. Auch eine Nasendusche kann die empfindliche Nasenschleimhaut beruhigen.

Quelle: 2018 Men’s Health – Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG
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