Q-Tip und Co.: So sollten Sie Ohren auf keinen Fall reinigen

Zum Ohren reinigen sollten Sie in Zukunft besser keine Q-Tips
mehr verwenden.
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Zum Ohren reinigen sollten Sie in Zukunft besser keine Q-Tips mehr verwenden.

© Dean Drobot / Shutterstock.com
12.09.2018 - 10:30 Uhr

Auch wenn der Körper die Ohren eigenständig reinigt, sind viele Menschen der Meinung, nachhelfen zu müssen. Oft kommen dann Q-Tips zum Einsatz. Doch die kleinen Wattestäbchen sind alles andere als gute Helfer, wenn es um das Reinigen der Ohren geht. Wir erklären Ihnen, warum das so ist und was Sie alternativ verwenden können. .

Ohrenschmalz ist unschön, keine Frage. Er ist jedoch ein Zeichen dafür, dass unser Körper funktioniert. Schließlich befeuchtet das Schmalz den Gehörgang und erhält außerdem den natürlichen Säureschutzmantel der Haut aufrecht. Ohrenschmalz bietet einen Schutz vor Infektionen. Die winzigen Härchen im Inneren des Gehörgangs sorgen durch eine Flimmerbewegung dafür, dass Hautpartikel und Schmutz nach draußen befördert werden. Diese Masse sammelt sich dann in der Ohrmuschel, was viele Leute als störend empfinden.

Um auch den letzten Rest dieser Partikel zu beseitigen, verwenden sie dann einen Q-Tip. Das Wattestäbchen macht alles jedoch nur schlimmer, denn es schiebt das Ohrenschmalz wieder tiefer in den Gehörgang hinein. Dabei kann dieser sogar verletzt oder das Trommelfell gereizt werden. Ist der Gehörgang erst mal mit dem Ohrenschmalz verstopft, hilft nur noch ein Besuch beim Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Um dies zu vermeiden, sollten Sie also in Zukunft besser kein Q-Tips mehr verwenden. Schließlich gibt es andere, simple Tricks, um Ihre Ohren zu reinigen.

Ohrenschmalz richtig entfernen

Das Ohr ist ein äußerst sensibles Areal unseres Körpers und sollte auch dementsprechend gereinigt werden. Heißt: Selbst, wenn Sie einen Propf aus Ohrenschmalz im Gehörgang haben und merklich schlechter hören, sollten Sie keinesfalls zu spitzen Gegenständen wie Nadeln, Büroklammen oder Pinzetten greifen um diesen zu entfernen. Das kann ernsthafte Schäden anrichten! Hier empfiehlt sich tatsächlich ein Arzt-Besuch.

Normalen Ohrenschmalz können Sie aber ganz einfach selbst beseitigen und zwar bestenfalls mit weichen Materialien wie einem Handtuch, einem Waschlappen oder Wattepads. Dabei reinigen Sie Ihre Ohren am besten direkt unter der Dusche.

Lassen Sie dafür einfach etwas warmes Wasser in Ihr Ohr laufen. So verflüssigt sich das Sekret und kann anschließend leicht mit einem Handtuch oder Taschentuch entfernt werden. Wichtig ist auch hier, dass Sie beides nicht zu tief in den Gehörgang drücken. Sonst ist der Effekt letztendlich ähnlich wie beim Wattestäbchen. Alternativ können Sie Ihr Ohr auch mit etwas Seife oder einem milden Duschgel reinigen.

Einige Menschen schwören zudem auf sogenannte Ohrkerzen. Dabei stecken sie sich eine spezielle, sehr dünne Kerze ins Ohr, die anschließend angezündet wird. Diese alternative Methode der Ohrreinigung ist jedoch unter Experten umstritten. Viele warnen vor dem Risiko, dass sich die Anwender durch das herunterfließende Wachs im Gesicht oder an der Ohrmuschel verbrennen können. Dringt das Wachs ins Ohr ein, kann es sogar das Trommelfell schädigen.

Wenn Sie also auch in Zukunft gut hören und Ihre Ohren sauber halten wollen, sollten Sie zur simplen und ohrenfreundlichen Variante greifen und ab jetzt nur noch weiche Materialien wie ein Handtuch oder den Waschlappen an Ihre Lauscher lassen. So hat hartnäckiger Ohrenschmalz bald keine Chance mehr!

Quelle: 2018 Men’s Health – Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG
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