Wie wir essen, so entscheiden wir – neue Erkenntnisse aus der Wissenschaft

Bildrechte: Flickr Brötchen in Tüte Marco Verch CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
Bereits ein einziges Brötchen kann den Aminosäure-Haushalt eines Menschen verändern und dadurch sein Verhalten beeinflussen.
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Bereits ein einziges Brötchen kann den Aminosäure-Haushalt eines Menschen verändern und dadurch sein Verhalten beeinflussen.

© Bildrechte: Flickr Bunyols de bacallà Núria i JC CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
21.07.2017 - 10:00 Uhr

Gesundes Müsli mit Früchten, ein Croissant mit Kaffee oder die klassische Stulle mit Wurst oder Käse – was hatten Sie heute Morgen zum Frühstück? Ernährungsexperten empfehlen immer wieder, die wichtigste Mahlzeit des Tages möglichst nicht auszulassen. Denn sie liefert die nötige Energie für einen erfolgreichen Start in den Tag. Neu ist allerdings die Erkenntnis, dass sie – wie übrigens alle Mahlzeiten – die Entscheidungen beeinflusst, die wir im Alltag treffen.

Studie bestätigt: Nahrung beeinflusst unser Verhalten


In der renommierten Wissenschaftszeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America" (PNSA) wurde kürzlich eine Studie veröffentlicht, die genau dies beweist. Das Wissenschaftlerteam um Prof. Dr. Sebastian Schmid und Prof. Dr. Soyoung Park aus der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein wollten wissen, ob die Zusammensetzung unserer Nahrung einen messbaren Einfluss auf unser Verhalten hat.

Dafür haben sie in zwei separaten Studien die Reaktionen von rund 87 Probanden auf unfaire Angebote gemessen – und zwar, nachdem diese gefrühstückt hatten. Während die Testpersonen beim ersten Versuch ihr übliches Frühstück zu sich nehmen durften, bekamen sie an zwei anderen Tagen Frühstück mit einer unterschiedlichen Zusammensetzung an Makronährstoffen serviert. Es stellte sich heraus, dass die Reaktion der Probanden auf unfaire Angebote maßgeblich vom Anteil der Kohlenhydrate in ihrem Frühstück abhing. Die Zusammensetzung der Nahrung beeinflusst nämlich die Neurotransmitter im Gehirn, die wiederum unser Verhalten bestimmen.

Gesund ernähren? Fangen Sie klein an!


Was wir essen, beeinflusst unsere Psyche, unseren Körper – und somit unser gesamtes Leben – also stärker als gedacht. Ein extrem unausgewogenes Verhältnis von Proteinen und Kohlenhydraten kann unser Verhalten im Alltag negativ beeinflussen, betonen Wissenschaftler. Im Klartext bedeutet das: Eine gesunde Ernährung lohnt sich! Wenn Ihnen dazu bisher die Zeit oder einfach die Lust gefehlt haben, sollten Sie klein anfangen. Ein Fischfreitag beispielsweise kann ein erster Schritt in Richtung Ernährungsumstellung sein. Und auch Kinder gewöhnen sich schnell an eine gesunde Ernährung mit Fisch – solange es ihnen schmeckt.

Ernährungswissenschaftlern zufolge sollte eine Portion aus mindestens 150 g Fischfilet bestehen. Das entspricht ungefähr sechs Fischstäbchen, die Kinder bekanntlich schlicht und einfach lieben. Wird der Fisch zudem im Ofen zubereitet, spart man eine Menge Öl und damit unnötige Kalorien. Für mehr Abwechslung sorgen Fischstäbchen mit einer Panade aus 100 Prozent Vollkorn. Die Vielfalt an Fisch-Produkten ist inzwischen so groß, dass sicherlich die ganze Familie Gefallen an dem Fischfreitag findet. Eine Portion eines sommerlichen, fettarmen Maisnudel-Salats dazu (das Rezept gibt es hier) und schon hat man eine leckere und vollwertige Mahlzeit.

Bestandteile einer gesunden Ernährung


Neben Fisch mit seinen wertvollen Omega-3-Fettsäuren sind unter anderem die folgenden Bestandteile von Lebensmitteln wichtig für eine gesunde und ausgewogene Ernährung:

  • Vitamine: Im Idealfall sollte man täglich drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst zu sich nehmen. Eine Obstportion kann auch durch Nüsse oder Trockenfrüchte ersetzt werden.
     
  • Ungesättigte Fettsäuren: Fette sind wichtig für diverse Stoffwechselvorgänge. Ungesättigte Fettsäuren, wie sie in Nüssen oder Leinsamen enthalten sind, ergänzen die gesättigten Fettsäuren, die wir mit vielen Nahrungsmitteln aufnehmen.
     
  • Kohlenhydrate: Kohlenhydrate in Form von Vollkornprodukten(z. B. Reis oder Nudeln) machen lange satt und beinhalten wertvolle Ballaststoffe.

Gesunde Ernährung muss nicht automatisch " immer nur verzichten" und "sich in allem einschränken müssen" bedeuten. Denn für die meisten ungesunden, aber leckeren Gerichte gibt es inzwischen gesunde Alternativen – man muss sie eben nur kennen und ausprobieren. Ihr Körper wird es Ihnen danken!

Quelle: freenet.de
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