Calcio Storico: Das ist die brutalste Fußball-Variante

Beim Calcio Storico stehen sich je 27 Spieler gegenüber und
versuchen den Ball ins gegnerische Tor zu bringen. Dabei sind alle
Körperteile erlaubt und der Gegner darf auch körperlich angegriffen
werden
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Beim Calcio Storico stehen sich je 27 Spieler gegenüber und versuchen den Ball ins gegnerische Tor zu bringen. Dabei sind alle Körperteile erlaubt und der Gegner darf auch körperlich angegriffen werden

© Lorenzo Noccioli
31.07.2017 - 11:00 Uhr

Die Spieler schlagen, treten und würgen. Beim Calcio Storico in Florenz wird ums Leder gekämpft bis Blut fließt. Die Regeln sind überschaubar. So geht es beim historischen Brutalo-Bolzen zu.

Dieser Sport ist nichts für Zartbesaitete. Der Calcio Storico ist dafür bekannt, dass gekickt wird, bis die Kieferknochen knacken und das Blut in Strömen fließt. Trotz den Schläger-Einlagen geht es beim Calcio Storico, wie bei anderen Ballsportarten, eigentlich darum, das Leder hinter die Bande des generischen Teams zu katapultieren. Sonst hat der Sport mit modernem Fußball wenig gemein.

Der Ursprung des Calcio Storico
Am 24. Juni jedes Jahres, am christlichen Johannistag, beobachten tausende Zuschauer am Piazza Croce in Florenz das Finale des wohl brutalsten Ballspiels der Welt und begeistern sich für einen besonders actionreichen Spielverlauf. Calcio Storico bedeutet übersetzt "historischer Fußball" und ist eine Variante des Fußballs mit Anteilen aus Rugby, Ringen und Mixed Martial Arts (MMA). Das Spiel wurde, laut Überlieferungen, von Adeligen im 15. Jahrhundert erfunden. Unter der Diktatur von Benito Mussolino ging es in die Neuauflage. In den Teams, die beim Calcio Storico antreten, spielen keine gut bezahlten Profis, sondern das gemeine Volk von Florenz. Jedes der 4 historischen Stadtviertel der Stadt stellt ein Team: Santa Maria Novella (rot), Santa Croce (blau), Santo Spirito (Weiß) und San Giovanni (grün). Jeder Spieler bleibt in der Regel ein Leben lang im selben Team. 

Die Spielregeln des Calcio Storico
Die Regeln sind schnell erklärt. Auf einem umzäunten Sandfeld, dass 60 x 30 Meter misst, stehen sich je 27 Spieler gegenüber und versuchen einen Ball in das Tor des Gegners zu bringen. Fliegt der Ball übers Netz, bekommt der Gegner einen halben Punkt. Die Tore hängen in Kopfhöhe an den zwei Grundlinien. Wie das Tor erzielt oder der Gegner am Angriff gehindert wird, ist kaum reglementiert. Ob mit Hand, Fuß oder Kopf, beim Calcio Storico dürfen alle Körperteile verwendet werden – auch um einen gegnerischen Spieler direkt zu attackieren. Selbst Würgen und Beißen sind erlaubt. Verboten allerdings: Angriffe von hinten, Tritte gegen den Kopf und der Angriff mehrerer Spieler auf einen einzelnen Gegner. Das Spiel dauert 50 Minuten. Halbzeit und andere Pausen sind nicht vorgesehen. Linien- und Schiedsrichter gibt es, doch diese unterbrechen das Spiel nur, wenn Sanitäter auf den Platz müssen. Eine Ersatzbank gibt es beim Calcio Storico übrigens auch nicht: Ist ein Spieler so schwer verletzt, dass er nicht mehr weiterspielen kann, wird er nicht ausgewechselt.

Die Ausrüstung beim Calcio Storico
Helme und Handschuhe sucht man hier vergebens: Eine reglementierte Schutzbekleidung gibt es bei der brutalen Fußball-Variante nicht. Einige Spieler tapen sich die Hände vor dem Spiel wie Boxer. Andere tragen eine gepolsterte Hose, Schienbeinschoner oder einen Mundschutz. 

Quelle: 2017 Men’s Health – Rodale-Motor-Presse GmbH & Co. KG
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